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Granuloma pyogenicum (pyogenes Granulom)

Auch bekannt als: Lobuläres kapilläres Hämangiom, Botryomycosis, Botryomykom, Eruptive hemangioma, Eruptives Angiom, Granuloma pediculatum, Granuloma teleangiectaticum, Intravenous pyogenic granuloma, Lobular capillary hemangioma, Nagelfalzangiomatose, Pregnancy tumor, proliferierendes Angiom, Pseudobotryomykom, pyogenic granuloma, Stielknollen.

ICD-Code: L98.0

Bei dem Granuloma pyogenicum handelt es sich um einen gutartigen Hauttumor, der häufig schnell wächst und oft rund in Erscheinung tritt. In unserer digitalen Hautarztpraxis bei dermanostic behandeln unsere Hautärzt*innen täglich viele Patient*innen mit einem Granuloma pyogenicum per App.

5 Fakten über das Granuloma pyogenicum

  • Entsteht meistens nach traumatischen Verletzungen, wie zum Beispiel nach einem Unfall
  • Wächst sehr schnell
  • Tritt am häufigsten zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr auf
  • Kann auch von Geburt an bestehend sein
  • Ist gutartig und hat sogar ohne Behandlung eine gute Prognose

Sie haben eine Hautveränderung?

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Definition

Was ist ein Granuloma pyogenicum?

Bei dem Granuloma pyogenicum handelt es sich um einen gutartigen Hauttumor. Häufig bildet er sich nach Unfällen oder einem Trauma, er kann aber auch spontan entstehen. Er zeichnet sich durch sein schnelles Wachstum aus und tritt oft rund in Erscheinung. Der Tumor bildet keine Tochterschwüre (Metastasen) und sogar ohne Behandlung ist die Prognose gut. Der Tumor zählt zu der Gruppe der Hämangiome, bei denen es sich um gutartige Geschwülste der Blutgefäße handelt. Deshalb wird das Granuloma pyogenicum auch als Blutschwamm (wie bei dem Hämangiom) bezeichnet.

Ursache

Wie entsteht ein Granuloma pyogenicum?

Die genauen Ursachen für ein pyogenes Granulom sind noch nicht bekannt. Ein Hämangiom ist ein embryonaler Tumor, der sich durch das Wachstum embryonaler Zellen entwickelt. In der Regel sind vor allem Kinder und Jugendliche (siehe dazu unseren Blog zum Dermatitis bei Kindern) von Hämangiomen betroffen.

Bei einem Granuloma pyogenicum wurde ein vermehrtes Auftreten während der Schwangerschaft (siehe dazu Akne, Hormone und die Ernährung) festgestellt. Wenn sich das Granuloma pyogenicum außerhalb der Schwangerschaft bildet, gehen diesem Prozess häufig traumatische Verletzungen, hormonelle Veränderungen oder die Einnahme bestimmter Medikamente voraus. Auch nach Insektenstichen oder Verbrennungen zweiten Grades können sich die Tumore bilden.

—> Frauen und Männer aller Altersklassen können zu gleichen Teilen betroffen sein.

—> Am häufigsten im 20.- 50. Lebensjahr auftretend

Ganz gleich welcher Ursache - bei dermanostic - der online Hautarztpraxis erhältst Du innerhalb von 24 Stunden die Diagnose des Granuloma pyogenicum und eine von Hautfachärzt*innen für Dich herausgesuchte Therapie.

Diagnose

Wie wird die Diagnose des Granuloma pyogenicums gestellt?

Ein pyogenes Granulom lässt sich leicht bei der Inspektion der betroffenen Hautpartie erkennen. Um es jedoch von gefährlichen Erkrankungen, wie einem Melanom (schwarzer Hautkrebs) oder bösartigen Bluttumoren, abgrenzen zu können, schafft eine histologische Untersuchung einer vorher entnommenen Gewebeprobe (Biopsie) Abhilfe.

Symptome

Wie sieht ein Granuloma pyogenicum aus?

Bild des Granuloma pyogenicums:

· kleine (1-3cm) weiche, oft rundliche, Geschwulst oder Knoten

· leicht verletzlich und blutend, Oberfläche verkrustet danach

· schnell wachsend

· Farbe: blau, schwarz, rot

· deutliche Abgrenzung zum restlichen Gewebe

· in der Regel keine Schmerzen

Lokalisation:

· Kopf-Hals-Bereich: Gesicht, Lippen, Kopfhaut, Zunge

· Hände und Füße: Fingerkuppen, Hohlhand und Zehen

· selten im Bereich der Mundschleimhaut

Falls auch Du einen unklaren Hautbefund hast, kannst Du Dich gern an unsere Hautfachärzt*innen aus der digitalen Hautarztpraxis dermanostic per App wenden. Unser Team aus Expert*innen kann Dir mit einer Diagnosestellung helfen und erstellt Dir einen ausführlichen Arztbrief. 

Komplikationen

Ist ein Granuloma pyogenicum gefährlich?

Ein Granuloma pyogenicum ist harmlos und bietet keinen Grund zur Sorge.

Einzig nach einer unvollständigen Entfernung kann es hin und wieder zu einem Wiederkehren (Rezidiv) des pyogenen Granuloms kommen.

"Auch wenn das pyogene Granulom als gutartig eingestuft wird, ist es wichtig abzuklären, ob es sich auch wirklich um diesen gutartigen Tumor oder nicht doch um eine gefährlichere Form des Hautkrebses handelt. Dies kannst Du Dir bei unseren Ärzten diagnostizieren lassen."

Dr. med. Estefanía Lang

Dr. med. Estefanía Lang

Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten

Anzahl behandelter dermanostic-Patienten: 26.000

Therapie

Wie kann das Granuloma pyogenicum behandelt werden?

Nach der Behandlung ist eine vollständige Abheilung des pyogenen Granuloms zu erwarten. Bei Schwangerschaftstumoren ist keine sofortige Behandlung nötig, da diese oft von alleine wieder verschwinden. In den anderen Fällen erfolgt die Entfernung durch Herausschneiden (Exzision) oder durch eine Laserbehandlung (siehe dazu Laserbehandlung bei Rosazea). Ein bestehendes Granulom muss dabei vollständig von dem versorgenden zentralen Blutgefäß entfernt werden. Ansonsten würde der Tumor wenige Tage nach der Operation wieder nachwachsen. Das Gewebe sollte zur Sicherheit histologisch untersucht werden!

Bei einigen Betroffenen wächst das pyogene Granulom trotz korrekter Entfernung wieder nach.

Mithilfe der richtigen Therapie, die unsere Hautärzt*innen 24/7 erstellen, kann das pyogene Granulom gut behandelt werden. 

Therapie erhalten

Du erhältst hier von unseren Hautfachärzten eine Diagnose und Deine Therapie mit Privatrezept.

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Marie Fuchs

Verfasst von Marie Fuchs

Marie Fuchs ist Ärztin in Weiterbildung und verantwortlich für die fachliche Redaktion bei dermanostic. Sie ist die Leiterin des Patientensupports (öffentliche Patientenkommunikation) und schreibt medizinische Artikel.

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Mehr zum Thema

Literatur und Einzelnachweise

  1. Altmeyer, P: Granuloma pyogenicum (03. August 2021) | Abgerufen 15. Oktober 2021 von www.altmeyers.org

  2. AWMF Online: Infantile Hämangiome im Säuglings- und Kleinkindesalter (Februar 2002) | Abgerufen 14. Oktober 2021 von www.awmf.org

FAQ

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