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Dyshidrotisches Ekzem 

Auch bekannt als: akutes Fußekzem; Dyshidrosiforme Dermatitis; Dyshidrosiformes Ekzem; Dyshidrotisches Hand- und Fußekzem; Dyshidrotisches Ekzem 

ICD-Code: L30.8

Das dyshidrotische Ekzem zeigt sich auf der Haut in Form von kleinen juckenden Bläschen, welche typischerweise an Hand- und Fußsohlen auftreten. Der Hautausschlag tritt meist schubweise auf, wobei es zu akuten sowie wiederkehrend- chronischen Verläufen kommen kann. Bei längerem Bestehen der dishydrotischen Dermatitis kann es zu einer Verdickung der Haut und zur Schuppenbildung kommen. Es wird am häufigsten in Zusammenhang mit einer atopischen Dermatitis (Neurodermitis) beobachtet. Der Begriff „dyshidrotisch" (=Ungleichgewicht der Schweißdrüsen) ist irreführend, da man früher bei dieser Erkrankung fälschlicherweise von einer Fehlfunktion der Schweißdrüsen ausging.  In unserer digitalen Hautarztpraxis bei dermanostic behandeln unsere Hautärzt*innen täglich viele Patienten mit einem dyshidrotischen Ekzem per App.

5 Fakten über die dyshidrotische Dermatitis

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Definition

Was ist eine dyshidrotische Dermatitis?  

Die dyshidrotische Dermatitis kann akut oder wiederkehrend-chronisch auftreten, wobei ein Verlauf in Schüben sehr typisch für die Erkrankung ist. Der Hautausschlag tritt in der obersten Hautschicht vor allem an Hand- und Fußsohlen auf. Fingerzwischenraum und Handrücken können häufig mitbetroffen sein. Typischerweise zeigen sich kleine, eng gruppierte, juckende Bläschen mit klarer Flüssigkeit. In der Regel weisen die Bläschen eine Größe von etwa 0,1 cm auf. Bei hoher Entzündungsaktivität können sich die Bläschen vergrößern oder zusammenfließen, was im Fachjargon schließlich als Pompholyx bezeichnet wird. Am häufigsten tritt die dyshidrotische Dermatitis im Rahmen eines atopischen Ekzems (Neurodermitis) auf. Seltener wird es in Zusammenhang mit einer Psoriasis, einer Kontaktallergie oder einer Arzneimittelreaktion beobachtet. In vielen Fällen kann bleibt die Ursache jedoch leider ungeklärt. Der Begriff „dyshidrotisch" (=Dysbalance der Schweißdrüsen“) ist irreführend, da man früher bei dieser Erkrankung fälschlicherweise von einer Fehlfunktion der Schweißdrüsen ausging. Falls auch Du einen unklaren Hautbefund hast, kannst Du Dich gern an unsere Hautfachärzt*innen aus der digitalen Hautarztpraxis dermanostic per App wenden. Unser Team aus Expert*innen kann Dir bei der Diagnosestellung helfen und erstellt Dir einen ausführlichen Arztbrief.  Hier erfährst Du, wie das geht.

Ursache

Warum entsteht eine dyshidrotische Dermatitis?  

Das Bild einer dyshidrotischen Dermatitis kann im Rahmen verschiedener Erkrankungen auftreten. Am häufigsten wird es in Zusammenhang mit einer atopischen Dermatitis (Neurodermitis) beobachtet. Seltener tritt es im Rahmen einer Psoriasis (Psoriasis dyshidrotica), einer Kontaktallergie (z.B. Nickel- oder Chromallergie) oder einer Arzneimittelreaktion (IVIG- Therapie= einfach Chemotherapie) auf. Ebenso ist der Hautbefund eines dyshidrosiformen Ekzems bei Pilzinfektionen vorzufinden. Man hat in der Vergangenheit beobachten können, dass besonders Raucher an einem dyshidrosiformen Ekzem leiden. Ein weiterer Risikofaktor ist eine starke Wärmeeinwirkung, weshalb es häufig in den Sommermonaten zu einer Verschlechterung des Hautauschlags kommen kann.  

Diagnose

Wie wird die Diagnose des dyshidrotischen Ekzems gestellt?

Das dyshidrotische Ekzem kann anhand des typischen Erscheinungsbildes und der Krankengeschichte des Betroffenen vom Hautarzt diagnostiziert werden.

Symptome

Wie zeigt sich eine dyshidrotische Dermatitis auf der Haut? 

Der Hautausschlag tritt vor allem an Hand- und Fußsohlen auf, wobei sich der Ausschlag deutlich häufiger an den Händen zeigt. Fingerzwischenraum und Handrücken können häufig mitbetroffen sein. Typischerweise zeigen sich kleine, eng gruppierte, juckende Bläschen mit klarer Flüssigkeit. In der Regel zeigen die Bläschen eine Größe von etwas 0,1cm. Bei hoher Entzündungsaktivität können sich die Bläschen vergrößern oder zusammenfließen, was im Fachjargon schließlich als Pompholyx bezeichnet wird. Teilweise können die Bläschen platzen und zum Nässen der betroffenen Stellen führen. Wenn der Hautauschlag länger besteht, kann es zu einer verstärkten Schuppenbildung, sowie zu einer Vergröberung der Haut mit schmerzhaften Rissen kommen. Falls auch Du einen unklaren Hautbefund hast, kannst Du Dich gern an unsere Hautfachärzt*innen aus der digitalen Hautarztpraxis dermanostic per App wenden. Unser Team aus Expert*innen kann Dir bei der Diagnosestellung helfen und erstellt Dir einen ausführlichen Arztbrief.

Komplikationen

Was sind die Gefahren einer dyshidrotischen Dermatitis?  

Durch das Aufkratzen sowie das Aufplatzen der Bläschen können Bakterien oder Viren besser in die Haut eindringen und so eine Entzündung auslösen. Im schlimmsten Fall kann es zu einer bakteriellen Infektion kommen, was glücklicherweise nur selten auftritt. Das Risiko solch einer Superinfektion besteht vor allem beim großblasigen dyshidrotischen Ekzem. Dabei könnten sich erste Symptome in Form von Fieber, Lymphknotenschwellungen und Schmerzen an Hand- und Fußsohlen zeigen.  

"Das dyshidrotische Ekzem kann wirklich unangenehme und störende Ausmaße annehmen. Lasse Dir von unseren Fachärzten bei dermanostic helfen."

Dr. med. Barbara Meyer-Lehmann

Dr. med. Barbara Meyer-Lehmann

Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten

Anzahl behandelter dermanostic-Patienten: 1.500

Therapie

Wie kann man eine dyshidrotische Dermatitis behandeln?  

1. Grundsätzlich sollte, falls vorhanden, zuerst die Grunderkrankung therapiert werden. Triggernde Faktoren wie Nikotin, Wärme oder kontaktallergische Stoffe (z.B. Nickel) sollten gemieden werden.

2. Es empfiehlt sich die betroffenen Stellen mit Glucocorticoid-haltigen Cremes (Steroide) zu pflegen. Je nach Ausprägung des Hautbefundes können unterschiedlich starke kortisonhaltige Präparate in Frage kommen.

3. Weiterhin empfehlen wir eine gute Basispflege. Rückfettende Cremes, pH-neutrale Duschgele und das Meiden irrititativer Stoffe in Pflegeprodukten sollte berücksichtigt werden. Ebenso können feuchte Umschläge oder Bäder mit Gerbstoffen (z.B. Tannolact, Tannosynt) in Frage kommen. Bei chronischen Verläufen und nach Abklingen der akuten Phase können ebenfalls Cremes mit Zinkoxid angewendet werden.

4. Es stehen weitere alternative Therapiemöglichkeiten zur Auswahl:  
Es konnte die Wirksamkeit der Leitungswasser- Iontophorese bestätigt werden. Die lokale Lichttherapie (PUVA- Lichttherapie, UVA-1 Kaltlichttherapie) hat ebenfall positive Effekte auf die betroffenen Hautstellen.

5. Bei bakteriellen Infektionen sollte umgehend eine antibiotische Systemtherapie (bspw. mit Cephalosporinen) begonnen werden.

Falls auch Du einen unklaren Hautbefund hast, kannst Du Dich gern an unsere Hautfachärzt*innen aus der digitalen Hautarztpraxis dermanostic per App wenden. Unser Team aus Expert*innen kann Dir bei der Diagnosestellung helfen und erstellt Dir einen ausführlichen Arztbrief. Hier erfährst Du, wie das geht.

Wirkstoffe

Was hilft gegen dyshidrotisches Ekzem?

Gegen das dyshidrotische Ekzem werden unter anderem folgende Wirkstoffe eingesetzt:

Therapie erhalten

Du erhältst hier von unseren Hautfachärzten eine Diagnose und Deine Therapie mit Privatrezept.

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Madeleine Jandek

Verfasst von Madeleine Jandek

Madeleine Jandek ist bei dermanostic im Kommunikations- und Redaktionsteam für den medizinischen Support mitverantwortlich. Sie schließt bald den klinischen Teil ihres Humanmedizinstudiums an der Universität Ulm ab und möchte im Anschluss die Facharztausbildung zur Dermatologin beginnen. Bei dermanostic schreibt sie unter anderem Artikel über alle Themen rund um Haare, Haut und Nägel.

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Literatur und Einzelnachweise

  1. Altmeyer, P.: Ekzem dyshidrotisches (Juni 2021) | Abgerufen 08. Mai 2022 von www.altmeyers.org

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