Diffuser Haarausfall (Effluvium)

Online-Hautarzt: Ursache, Symptome und Behandlung

Auch bekannt als: Outflowing of the hair, Defluvium, Telogenem Effluvium, Haarausfall, Effluvium, Telogenes

Der diffuse Haarausfall ist ein nicht immer sichtbarer, aber verstärkter Ausfall der Kopfhaare.

Definition

Was ist ein diffuser Haarausfall?

Es gibt verschiedene Formen von Haarausfall: Ein diffuser Haarausfall ist von der sichtbaren Haarlosigkeit, die im medizinischem Alopecie (z.B. Alopecia areata und androgenetische Alopecie) genannt wird zu unterscheiden. Der diffuse Haarausfall ist ein nicht immer sichtbarer, aber verstärkter Ausfall der Kopfhaare. Hier kommt es zum Verlust von über 50-100 Haaren pro Tag. Diese Form des Haarausfalls kann bei Frauen und bei Männern auftreten.

Ursache

Was ist der Auslöser von diffusem Haarausfall?

  • Ferritinmangel (Eisenstoffwechsel: 5-10% der Menschen in Europa haben einen Eisenmangel!)
  • Infektionen (etwa 2-4 Monate nach Infekt! z.B. Grippe, Corona-Infektion)
  • Saisonaler Wechsel (häufig im Frühling und im Herbst verstärkt)
  • Hauterkrankungen der Kopfhaut (z.B. Schuppenflechte, atopische Dermatitis (Neurodermitis), Pilzinfektionen)
  • Schwere Allgemeinerkrankung / chronische Erkrankungen (z.B. Tumorerkrankungen, Lungenentzündung)
  • Hormonelle Umstellung (nach der Menopause, Absetzen der Pille, Schwangerschaft oder auch durch eine Störung der Schilddrüsenhormone)
  • Haarausfall durch Medikamente (z.B. durch eine Chemo)
  • Mangel an Nährstoffen (z.B. Vitamine, Zink, einseitige Ernährung)
  • Stress und psychische Belastung
  • Zug oder Druck (z.B. durch Tragen eines straffen Zopfes)

Symptome

Wie zeigt sich der diffuse Haarausfall?

Es kommt zu einem Verlust von über 50-100 Haaren pro Tag. Das Haar-Bild erscheint insgesamt lichter und dünner, eventuell ist die Kopfhaut dadurch sichtbarer. Kahle Stellen sind nicht vorhanden.

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Diagnose

Wie kann die Diagnose gestellt werden?

  • Ausführliche Krankengeschichte und Untersuchung
  • Blutentnahme (Blutbild, Eisenstoffwechsel, Vitamine, Hormonstatus, Schilddrüsenwerte)
  • Haarwurzelanalyse (Trichogramm)

Therapie

Welche Therapie-Optionen gibt es?

Grundsätzlich sollte die jeweilige Ursache behandelt werden, sofern es möglich war, diese festzustellen. Des Weiteren sind äußere Faktoren (wie Stress, psychische Belastung, Zug oder Druck) möglichst zu vermeiden. Eine ausgewogene Ernährung kann ebenso unterstützend wirken!

Der Wirkstoff Minoxidil kann als Lösung auf die Kopfhaut aufgetragen werden – dieser Wirkstoff führt zu einer Stimulation des Haarfollikelwachstums.

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Verfasst von Marie Fuchs

Marie Fuchs ist Ärztin in Weiterbildung und verantwortlich für die fachliche Redaktion bei dermanostic. Sie ist die Leiterin des Patientensupports (öffentliche Patientenkommunikation) und schreibt medizinische Artikel.

Literatur und Einzelnachweise

  • Altmeyer, P. (2020, Oktober 27). Effluvium. Abgerufen 21. September 2021, von https://www.altmeyers.org
  • Ärzteblatt (2015, Juli 24). Diagnostik und Therapie von Haar- und Kopfhauterkrankungen. Abgerufen 21. September 2021, von https://www.aerzteblatt.de