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Polymorphe Lichtdermatose (Sonnenallergie)

Online-Hautarzt: Ursache, Symptome und Behandlung

Auch bekannt als: Photoallergische Reaktion, Polymorphes Lichtexanthem, Dermatopathia photoelectrica, Eccema solare, Eczema solare, Hydroa aestivale, juvenile spring eruption, PLD, PMLE, Polymorpher Lichtausschlag, Phototoxische Reaktion, Sommerprurigo, Sonnenallergie.

Die Polymorphe Lichtdermatose (Sonnenallergie) ist eine durch UV-Licht verursachte Hauterkrankung.

Definition

Was ist eine Polymorphe Lichtdermatose?

Die Polymorphe Lichtdermatose (umgangssprachlich Sonnenallergie) ist eine sehr häufige, durch UV-Licht (ähnlich wie bei dem Sonnenbrand) verursachte, Hauterkrankung. Die Symptome können sich unterschiedlich („polymorph“) äußern. Eine Hautirritation tritt wenige Stunden oder auch Tage nach der UV-Exposition auf. Alle Menschen können die polymorphe Lichtdermatose ausbilden, wobei Menschen mit hellerem Hauttyp (siehe dazu: Die verschiedenen Hauttypen) häufiger betroffen sind.

—> Erstauftreten häufig zwischen 10.-30. Lebensjahr (etwa 60%)

—> Häufig bereits familiar bekannt (20%)

—> Frauen sind etwa 10-mal häufiger betroffen als Männer.

Ursache

Was ist die Ursache einer Polymorphe Lichtdermatose?

Was genau eine polymorphe Lichtdermatose verursacht, ist noch nicht bekannt. Das Sonnenlicht, insbesondere der UVA-Anteil des Lichts, scheint eine entscheidende Rolle zu spielen. Vermutlich erfolgt eine immunologische Reaktion auf Autoantigene (körpereigene Antigene – lösen Autoimmunreaktion (wie bei der Sarkoidose z.B.) aus), die durch eine UV-Belastung entstehen. Häufiger existiert eine Sensibilität gegenüber UVA-, seltener auf UVB-Strahlen.

Symptome

Wie sieht eine Polymorphe Lichtdermatose aus?

Üblicherweise tauchen die Symptome erst Stunden oder wenige Tage nach dem Sonnenaufenthalt auf. Diese machen sich durch starken Juckreiz, Hautrötungen (fleckige Erytheme) und Knötchen oder Bläschen (ähnlich wie bei der Gürtelrose) auf der Haut bemerkbar. Körperstellen, die dem Sonnenlicht direkt ausgesetzt waren, sind betroffen. Typisch ist ein gleichartiges Erscheinungsbild bei erneuter UV-Exposition. Nur selten kommt es zu einer Hauterscheinung an einer nicht direkter, UV-Exponierten, Hautstelle (keine „Streureaktion“).

Betroffene Hautbereiche / bevorzugte Lokalisationen:

  • Gesicht (häufig seitliche Gesichtspartien)
  • Hals und Dekolleté
  • Arme und Handrücken (wie bei dem Handekzem)

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Diagnose

Wie kann die Diagnose einer Polymorphe Lichtdermatose gestellt werden?

Man erkennt die polymorphe Lichtdermatose meist schon anhand der typischen Hauterscheinungen und der entsprechenden Anamnese. Zusätzlich kann ein Lichttest (ein sogenannter „Photoprovokationstest“) durchgeführt werden. Dabei wird eine ausgesuchte Hautstelle mit UV-Licht bestrahlt.

Therapie

Wie sieht die Behandlung einer Polymorphe Lichtdermatose aus?

Die Beschwerden bilden sich in der Regel innerhalb von Stunden bis Tagen zurück, wenn das UV-Licht an den Stellen gemieden wird.

Der wichtigste Aspekt der Therapie ist der konsequente Sonnenschutz (mehr dazu auf unserem Blog zum Sonnenschutz). Dazu zählt Sonnencreme zu verwenden, die Sonne in der Mittagszeit zu meiden und die Haut vor der Sonne durch dünne Kleidung zu schützen. Auch hinter Fenstern ist Vorsicht geboten, da UVA-Strahlung zu einem gewissen Anteil durch Fensterglas dringt.

Um die Beschwerden zu lindern können kühlende Umschläge (z.B. feuchte Handtücher) angewandt werden. Wenn die genannten Maßnahmen zu keiner ausreichenden Besserung führen, ist es möglich entzündungshemmende kortisonhaltige Präparate in Form von Salben oder Cremes zu verwenden. Zudem können Antihistaminika (ähnlich wie bei der Rhinitis allergica) (antiallergische Wirkstoffe) Abhilfe schaffen. Das Kühlen der betroffenen Stellen kann auch zu Milderung der Symptome beitragen.

Bei einer starken Form der polymorphen Lichtdermatose kann die Haut unter ärztlicher Aufsicht mit festen Dosen UV-Licht bestrahlt werden, um so die Haut an die Sonne zu gewöhnen und die Symptome zu lindern. Diese Therapie sollte unbedingt unter medizinischer und ärztlicher Aufsicht erfolgen!

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Die Bilder in der unten ausgeführten Slideshow wurden von der Hautklinik der Universitätsmedizin Göttingen zur Verfügung gestellt.

So sieht die Hauterkrankung aus: Beispielbilder Polymorphe Lichtdermatose (Sonnenallergie)

Verfasst von Marie Fuchs

Marie Fuchs ist Ärztin in Weiterbildung und verantwortlich für die fachliche Redaktion bei dermanostic. Sie ist die Leiterin des Patientensupports (öffentliche Patientenkommunikation) und schreibt medizinische Artikel.

Literatur und Einzelnachweise

  • Deutsches Ärzteblatt (2011). Lichtdermatosen. Abgerufen 19. Oktober 2021, von https://www.aerzteblatt.de
  • AWMF Online (Dezember 2010). Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft zur Durchführung von Phototestungen bei Verdacht auf Photodermatosen. Abgerufen 19. Oktober 2021, von https://www.awmf.org