Periorale Dermatitis

Online-Hautarzt: Ursache, Symptome und Behandlung

Auch bekannt als: Rosazea periorale, Rosazeaartige Dermatitis, POD, Rosazea-artige Dermatitis, Stewardessen-Krankheit

Die Periorale Dermatitis (auch POD abgekürzt) ist ein nicht ansteckendes Hautbild, bei dem Rötungen und/oder rote Pusteln, insbesondere um den Mund herum auftreten.

Definition

Was ist eine periorale Dermatitis?

Bei der perioralen Dermatitis können Rötungen und/oder rote Pusteln auftreten. Die betroffene Haut kann jucken, brennen oder auch schmerzhaft sein. Häufig sind junge Frauen betroffen, die durch eine übermäßige Anwendung von Kosmetika und Pflegeprodukte eine periorale Dermatitis entwickeln.

Ursache

Wie entsteht eine periorale Dermatitis?

Die genaue Ursache der perioralen Dermatitis ist unbekannt.

Auslöser können sein:

  • Häufige Anwendung von Kosmetika inklusive Make-ups, die komedogen wirken
  • Kortison-haltige Cremes
  • Erhöhte Feuchtigkeit (z.B. durch das Tragen von Mundschutz)
  • Stress
  • Häufiges Anfassen des Gesichtes

Symptome

Wie zeigt sich eine periorale Dermatitis?

Mögliche betroffene Regionen:

  • Perioral (um den Mund herum) – etwa 39%
  • Kinn
  • Nasolabialfalte
  • seitliche Mundpartien
  • Stirn
  • Augenlider
  • Gesamtes Gesicht kann betroffen sein

-> Typisch: Freier Randsaum um die Lippe (das sogenannte Lippenrot)!

Das Hautbild zeigt sich durch eine Rötung, Papeln und Pusteln mit wenigen Millimetern im Durchmesser. Auch die umgebende Haut ist häufig gerötet und schuppig, eventuell leicht geschwollen. Das Gesicht fühlt sich oft gespannt an und wird erneut eingecremt (Teufelskreis mit verschiedenen Cremes beginnt!). Mitesser sind bei der perioralen Dermatitis in der Regel nicht vorhanden. 

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Diagnose

Wie wird die Diagnose gestellt?

Die Diagnose kann meistens anhand von der Anamnese und vorliegenden Klinik (Hautbefund) gestellt werden. Eine Hautprobe kann manchmal nötig sein, wenn verschiedene Therapien nicht anschlagen.

Therapie

Welche Therapien gibt es?

Therapeutisch sollte versucht werden, nichts an der betroffenen Stelle aufzutragen, dies nennt man die sogenannte „null-Therapie“: keine Pflegecremes und keine Schminke.

Die Reinigung des Gesichts sollte ohne Einsatz von Chemikalien und mit lauwarmem Wasser erfolgen. Manchmal ist es schwierig diese „null-Therapie“ durchzuführen (Spannungsgefühl!) – in diesem Fall ist es möglich, spezielle hautsensible und nicht-parfümierte Cremes vorsichtig und sparsam aufzutragen.

Falls eine zusätzliche Reinigung des Gesichts notwendig ist, kann eine sanfte Reinigung benutzt werden (z.B. ein sogenanntes Syndet: ein synthetisches Waschmittel mit neutralem pH-Wert). Das Gesicht mit einem sauberen Handtuch abtrocknen und abtupfen.

Wenn die „null-Therapie“ nicht ausreichend ist können Wirkstoffe wie Azelainsäure, Metronizadol oder Ivermectin angewendet werden. 

Wenn die entzündliche Komponente sehr stark ist, kann es notwendig sein, dass ein Antibiotikum eingenommen wird.

Achtung: Lichtschutz! Am besten wird die Sonne gemieden, ansonsten sollte ein konsequenter Lichtschutz mit passender Creme erfolgen (hydrophil).

Tipp: Entzündliche Hautveränderungen und ein Spannungsgefühl können zusätzlich mit Schwarzteeumschlägen behandelt werden: Beutel eines Schwarztees (ohne Aroma) etwa 10-15 Minuten ziehen lassen; nach erfolgter Abkühlung mittels Leinenläppchen oder einem Baumwolltuch 10-15 Minuten auf das Gesicht / die betroffenen Hautstellen legen und einwirken lassen.

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Verfasst von Marie Fuchs

Marie Fuchs ist Ärztin in Weiterbildung und verantwortlich für die fachliche Redaktion bei dermanostic. Sie ist die Leiterin des Patientensupports (öffentliche Patientenkommunikation) und schreibt medizinische Artikel.

Literatur und Einzelnachweise