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Exsikkationsekzem (Austrocknungsekzem)

Auch bekannt als: Austrocknungsekzem, Asteatosis cutis, asteatotisches Ekzem, Exsikkation, Dermatitis asteatotica, Xerosis, Desiccation dermatitis, Eczema craquelé, Exsikkationsdermatitis, Xerose, Xerotisches Ekzem.

ICD-Code: L30.8

Ein Exsikkationsekzem entsteht durch einen Feuchtigkeitsmangel der Haut. Hier im Artikel findest Du alle Infos zu Symptomen, Ursache und Therapie dieser Erkrankung. In unserer digitalen Hautarztpraxis bei dermanostic behandeln unsere Hautärzt*innen täglich viele Patient*innen mit einem Exsikkationsekzem per App.

5 Fakten über Exsikkationsekzem

  • Tritt verstärkt bei älteren Menschen, also ab der zweiten Lebenshälfte auf
  • Insbesondere Männer über 60 sind betroffen
  • Zeigt sich verstärkt in der kalten Jahreszeit
  • Lässt sich durch die richtige Hautpflege gut in den Griff bekommen
  • Meist ist die Ursache ein zu häufiges Duschen oder Baden, was zu trockener Haut führt

Sie haben eine Hautveränderung?

Von unsere Hautärzten erhältst Du über unsere App eine Diagnose, Therapie und ein Privatrezept

Definition

Was ist ein Exsikkationsekzem?

Ein Exsikkationsekzem, auch Austrocknungsekzem genannt, entsteht durch einen Feuchtigkeitsmangel der Haut. Diese trockene Haut ist meistens die Folge von zu häufigem Duschen oder Baden sowie der Benutzung von austrocknenden Hautreinigungsprodukten (siehe dazu: Hautpflege im Herbst und Winter). Das Ekzem äußert sich in Form sehr trockener Haut mit schuppenden, meist juckenden Hautbereichen. Das Exsikkationsekzem ist nicht ansteckend und ist gut behandelbar.

Durch eine individuelle Neigung zu trockener Haut, wie es häufig bei älteren Menschen auffallend ist, wird die Entstehung des Austrocknungsekzems begünstigt. Die Erkrankung betrifft Männer und Frauen gleich häufig und tritt meist ab der zweiten Lebenshälfte auf.

Ursache

Was ist die Ursache eines Exsikkationsekzems?

Das Exsikkationsekzem ist eine chronische Erkrankung und entsteht aufgrund einer verminderten Talgabsonderung (ähnlich wie bei dem Seborrhoischen Ekzem) der Haut. Talg ist eine dünne, schützende Fettschicht, die dem Austrocknen der Haut entgegenwirkt. Die häufigste Ursache ist eine übermäßige Körperpflege (häufiges Waschen) oder die Verwendung austrocknender Hautprodukte. Umgebungen mit geringer Luftfeuchtigkeit, wie klimatisierte Räume oder Räume mit Heizungsluft, begünstigen zudem die Entstehung des Ekzems. Häufig betroffen sind auch Menschen mit einem atopischen Ekzem (Neurodermitis). Seltener kann ein Exsikkationsekzem auch die Folge einer Mangelernährung oder einer anderen Grunderkrankung, wie einer Verhornungsstörung der Haut (wie bei der Keratosis pilaris z.B.), darstellen. Es können auch medikamentöse Therapien für die Bildung des Ekzems verantwortlich sein. Typischerweise verschlimmert sich das Ekzem meist im Winter oder in der kalten Jahreszeit (mehr dazu auf unser Blog zur Belastung der Haut im Herbst und Winter).

Ganz gleich welcher Ursache - bei dermanostic - der online Hautarztpraxis erhältst Du innerhalb von 24 Stunden die Diagnose und eine von Hautfachärzt*innen für Dich herausgesuchte Therapie.

Diagnose

Wie wird die Diagnose des Exsikkationsekzems gestellt?

Das Austrocknungsekzem kann anhand des typischen Erscheinungsbildes und der Krankengeschichte der Betroffenen diagnostiziert werden.

Symptome

Wie sieht ein Exsikkationsekzem aus?

Klinisches Bild:

Das Exsikkationsekzem äußert sich durch sehr trockene, schuppende und meist juckende Hautstellen. Die Hautbereiche sind teilweise gerötet und netzartig von Rissen durchzogen. Betroffen sind zu Beginn meistens die Unterschenkel (insbesondere die Schienenbeine), Arme und Hände (ähnlich wie bei dem Handekzem). Im Verlauf kann auch der Rumpf betroffen sein.

In den ersten Lebensjahren führt die trockene Haut meistens nicht zu Beschwerden, ab der zweiten Lebenshälfte führt die weiter zunehmende Austrocknung zu einem Spannungsgefühl der Haut. Männer über dem 60. Lebensjahr sind häufig betroffen.

Bei dermanostic - der online Hautarztpraxis erhältst Du innerhalb von 24 Stunden eine Diagnose und eine von Hautfachärzt*innen für Dich herausgesuchte Therapie.

Komplikationen

Ist das Exsikkationsekzem gefährlich?

Im Regelfall entstehen bei dieser Erkrankung keine Komplikationen und die Beschwerden klingen nach einigen Tagen wieder ab. Es kann jedoch in seltenen Fällen zu einer Infektion des Ausschlags durch Bakterien oder Viren kommen.

"Ein Exsikkationsekzem ist durch die richtige Hautpflege gut behandelbar und kann dadurch vorgebeugt werden. Lies Dich doch in unseren Blogeinträgen zur richtigen Pflege ein oder lass Dich von unseren Ärzten beraten, wie du deiner trockenen Haut Gutes tust."

Dr. med. Barbara Meyer-Lehmann

Dr. med. Barbara Meyer-Lehmann

Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten

Anzahl behandelter dermanostic-Patienten: 2.000

Therapie

Was hilft gegen trockene Hautekzeme?

Die Ekzeme sind gut behandelbar. Hierbei kommen rückfettende und hydratisierende Cremes, Salben und medizinische Ölbäder zum Einsatz (siehe dazu: Mikrobiom der Haut). Manchmal kann auch eine zusätzliche antientzündliche Therapie nötig sein. Gegen den starken Juckreiz können kostisonhaltige Cremes verwendet werden.

Was tun beim Austrocknungsekzem?

Man sollte auf übermäßig häufiges Duschen oder auf lange heiße Bäder verzichtet. Außerdem auf die Verwendung austrocknender Hautreinigungsprodukte.

Die Heilungschancen sind gut, solange die Empfehlungen zur Hautpflege eingehalten werden. Diese kannst Du Dir auch in unserer digitalen Hautarztpraxis dermanostic von Hautfachärzt*innen verschrieben lassen.

Wirkstoffe

Was hilft gegen Austrocknungsekzem?

Gegen das Exsikkationsekzem werden unter anderem folgende Wirkstoffe eingesetzt:

Therapie erhalten

Du erhältst hier von unseren Hautfachärzten eine Diagnose und Deine Therapie mit Privatrezept.

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Smartphone und Rezept
Marie Fuchs

Verfasst von Marie Fuchs

Marie Fuchs ist Ärztin in Weiterbildung und verantwortlich für die fachliche Redaktion bei dermanostic. Sie ist die Leiterin des Patientensupports (öffentliche Patientenkommunikation) und schreibt medizinische Artikel.

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Mehr zum Thema

Literatur und Einzelnachweise

  1. Altmeyer, P: Exsikkationsdermatitis (14. Mai 2021)

FAQ

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