Dermatofibrom

Online-Hautarzt: Ursache, Symptome und Behandlung

Das Dermatofibrom (auch "hartes Fibrom" genannt) ist eine gutartige Hautveränderung, die häufig nach Insektenstichen als kleines derbes Knötchen an der Haut auftreten kann. Eine Therapie ist in der Regel nicht erforderlich. Wir erklären Ihnen, was diese Erkrankung bedeutet, wie sie entsteht und was man dagegen tun kann.

Sie treten in der Regel bei Erwachsenen und bei Frauen häufiger als bei Männern auf.

Definition

Was beschreibt ein Dermatofibrom?

Das Dermatofibrom ist ein gutartiges, derbes Geschwulst entweder an oder unter der Haut, das aus Kollagenfasern entsteht und häufig an den Unterschenkeln lokalisiert ist. Es handelt sich um eine harmlose Hautveränderung und stellt medizinisch kein Risiko dar. Farblich kann das Fibrom zwischen hautfarben, rötlich und bräunlich variieren. Dennoch kann es kosmetisch als störend empfunden werden und somit von einem erfahrenen Hautarzt entfernt werden.

Ursache

Wie entstehen Dermatofibrome?

Die genaue Ursache für die Entstehung des Dermatofibroms ist noch nicht vollständig geklärt. Man vermutet vorausgegangene Insektenstiche, z.B. von Zecken (hierfür empfehlen wir unser Video zu Zeckenbissen und worauf Sie hierbei achten sollten) eine Reaktion bzw. Narbe nach einer Hautschädigung, Entzündungen des Haarbalges oder kleine Verletzungen, die zu Reizung des Immunsystems und Bindegewebes führen. Da Insektenstiche eher an den Extremitäten auftreten, sind die Dermatofibrome auch vor allem an diesen Bereichen lokalisiert.

Symptome

Welche Beschwerden macht ein Dermatofibrom?

Das Dermatofibrom ist ein ca. 0,5cm messendes, gelegentlich juckendes, derbes Knötchen. Es ist rot-bräunlich pigmentiert und scharf begrenzt. Sie können sowohl einzeln als auch multipel auftreten. Meistens ist das Zentrum des Dermatofibroms etwas heller als die umgebende Haut und kann ein wenig geschwollen erscheinen. Zentral kann der Knoten etwas eingesunken sein. Wenn man das Dermatofibrom zwischen den Fingern fasst, senkt sich die Haut über den Knoten etwas ab (sogenanntes Fitzpatrick-Zeichen). Dies kann zur Diagnosesicherung herangezogen werden.

Weiches Fibrom

Eine andere Hautveränderung ist das sogenannte "Fibroma molle bzw. pendulans", besser bekannt als Stielwarze oder weiches Fibrom. Weiche Fibrome sind deutlich häufiger als das harte Fibrom und stellen sich ebenfalls meist hautfarben dar. Es handelt sich hierbei um gestielte Hautausstülpungen, die während der Pubertät anfangen zu wachsen und sind gut von einem harten Fibrom von einem geübten Arzt zu unterscheiden. Auch sie können entweder einzeln oder gruppiert auftreten.

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Therapie

Was kann man gegen ein Dermatofibrom tun?

Wie schon zuvor erwähnt, ist eine Therapie aus medizinischer Sicht nicht notwendig. Wenn es aber kosmetisch stören sollte, kann das Dermatofibrom operativ von einem Arzt entfernt werden. Dazu wird der Bereich lokal betäubt und das Dermatofibrom wird ohne Sicherheitsabstand herausgeschnitten.

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Verfasst von Dr. med. Alice Martin

Dr. med. Alice Martin ist Hautärztin in Weiterbildung und verantwortlich für die fachliche Redaktion bei dermanostic. Sie übernimmt die öffentliche Patientenkommunikation und schreibt medizinische Artikel.

Literatur und Einzelnachweise