Condylomata acuminata (Kondylome, Feigwarzen)

Online-Hautarzt: Ursache, Symptome und Behandlung

Condylomata acuminata (Kondylome), auch bekannt als Feig- oder Genitalwarzen, sind virusbedingte kleine Knötchen an der Hautoberfläche. Sie zählen zu den häufigsten durch Geschlechtsverkehr übertragenen Hauterkrankungen. Wir erklären Ihnen, was diese Erkrankung bedeute, wie sie entsteht und was man dagegen tun kann.

Dermanostic Hautlexikon | Condylomta acuminata (Kondylome, Feigwarzen, Genitalwarzen)

Definition

Bei Kondylomen handelt es sich um eine Viruserkrankung, die durch den Virus humanes Papillomavirus (HPV) verursacht wird. Feigwarzen sind gutartige Hautwucherungen, die meistens den Genital-oder Afterbereich besiedeln. Männer und Frauen sind etwa gleichhäufig davon betroffen.

Ursachen

Die Übertragung der Viren erfolgt durch direkten Haut – beziehungsweise Schleimhautkontakt, meistens bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr. Neugeborene können auch von dem Virus infiziert werden, indem die Schwangere Mutter das Virus durch den Geburtskanal überträgt.
Die HPV-Typen 6 und 11 verursachen am häufigsten Kondylome. Die Viren nisten sich in der obersten Hautschicht ein, verursachen aber nicht zwingend die Ausbildung der Warzen. Einige Faktoren begünstigen die Bildung von Kondylomen, z.B. ein geschwächtes Immunsystem, Stress oder weitere Erkrankungen. Andere Genitalinfektionen wie Chlamydien oder Genital-Herpes erhöhen auch das Risiko einer Infektion.

Symptome

Feigwarzen sind in der Regel symptomlos, in seltenen Fällen kommt es zu Juckreiz, kleineren Blutungen, Ausfluss bei Frauen und zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Die Warzen ähneln stecknadelkopfgroßen Knötchen (Papeln) und sind rötlich, bräunlich oder grau-weiß gefärbt. Typischerweise befallen sie die Schamlippen, Scheide und den Penis, aber auch Analkanal, Enddarm, die Harnröhre und in seltenen Fällen den Gebärmutterhals.

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Diagnose

Durch ihr charakteristisches Aussehens erkennt der Arzt die Feigwarzen meist schon bei der klinischen Untersuchung. Hierbei wird nicht nur der befallene Körperteil untersucht, sondern auch der After, Enddarm und Gebärmutterhals, da sie sich dort unbemerkt ausgebreitet haben können. Im Zweifelsfall kann die Diagnose durch eine Gewebeprobeentnahme (Biopsie) bestätigt werden.

Therapie

Die Behandlung richtet sich bei Feigwarzen vor allem nach der Anzahl, Größe und der Lokalisation. Feigwarzen können mit Cremes und Lösungen sowie einer kleinen Abschabung behandelt werden, wenn die Ausprägung gering ist. Großflächige oder schwer erreichbare Feigwarzen werden hingegen oft chirurgisch unter stationären Bedingungen entfernt. In speziellen Fällen ist auch eine Laserbehandlung (Laserablation) möglich.

Prävention

Geschützter Geschlechtsverkehr mittels Kondom ist häufig nicht ausreichend, um die Infektion mit HPV-Viren vorzubeugen. Als „Goldstandard“ gilt deshalb eine prophylaktische Impfung, die in Deutschland vor allem jungen Mädchen ab dem 12. Lebensjahr empfohlen wird. Diese deckt nicht alle HPV-Viren, jedoch die wichtigsten krebsauslösenden Typen ab.

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Autor: Dr. med. Alice Martin