Psoriasis inversa

Auch bekannt als: Inverse psoriasis

ICD-Code: Psoriasis inversa

Schuppen und Rötungen im Bereich der Hautfalten sind klassische Erscheinungen der Psoriasis inversa, eine Unterform der Schuppenflechte. Wir erklären im Folgenden, was diese Erkrankung bedeutet, wie sie entsteht und was man dagegen tun kann. In unserer digitalen Hautarztpraxis bei dermanostic behandeln unsere Hautärzt*innen täglich viele Patient*innen mit einer Psoriasis inversa per App.

5 Fakten über Psoriasis inversa

  • Vor allem die Körperfalten sind betroffen
  • Ist meistens chronisch, aber nicht ansteckend
  • Muss oft durch einen mikrobiologischen Abstrich diagnostiziert werden
  • Es bilden sich juckende und nässende Rötungen
  • Aufgrund des feuchten Milieus ist die Möglichkeit einer Pilzinfektion erhöht

Definition

Was ist eine Psoriasis inversa?

Als Psoriasis inversa bezeichnet man eine spezielle Form der Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris), die vor allem die Hautfalten und Körperbeugen betrifft. Eine Schuppenflechte in Hautfalten ist meist chronisch, aber nicht ansteckend. Diese Form der Schuppenflechte tritt allgemein selten auf. Typische Symptome wie bei Patient*innen mit einer Psoriasis vulgaris (klassischerweise silbrig-schuppende, rötliche Hautveränderung usw.) treten weniger häufig auf.

Falls auch Du einen unklaren Hautbefund hast, kannst Du Dich gern an unsere Hautfachärzt*innen aus der digitalen Hautarztpraxis dermanostic per App wenden. Unser Team aus Expert*innen kann Dir mit einer Diagnosestellung helfen und erstellt Dir einen ausführlichen Arztbrief.

Ursache

Was sind die Ursachen?

Diese Sonderform der Psoriasis kann aus unterschiedlichen Gründen entstehen. Dabei spielen sowohl genetische als auch äußere Faktoren eine Rolle. Insgesamt kann bei einigen Psoriasis-Formen jedoch eine familiäre Häufung beobachtet werden. Bei der Form der Psoriasis inversa wird eine Entzündungsreaktion in der Haut verursacht und es kommt zur Ausbildung von erstmals rot-schuppenden Stellen, insgesamt zu dem Bild einer Schuppenflechte in Hautfalten. Da sich die Herde im Bereich der Hautfalten und Beugen befinden, kommt es zu einer Anfeuchtung der Haut, auch als sogenannte Mazeration bezeichnet. Dadurch sieht die Psoriasis inversa anders als die klassische Psoriasis aus. Die Schuppung fehlt, es zeigen sich hell- oder tiefrote, nässende Herde.  Oft bricht die Krankheit erst durch auslösende Trigger-Faktoren aus. Hierzu zählen zum Beispiel Infektionen, Stress aber auch hormonelle Umstellungen im Rahmen der Pubertät oder Schwangerschaft. Auch gewisse Medikamente sind dafür bekannt, Auslöser der Psoriasis inversa zu sein. Dazu zählen unter anderem Blutdrucksenker, Schmerzmittel oder Malariamittel. Häufiger lösen diese Medikamente jedoch eine klassische Psoriasis vulgaris aus.

Du interessierst sich für weitere Informationen rund um das Thema Haut? Dann schau gerne in unserem Hautarztlexikon vorbei oder besuche unseren Youtube-Kanal. Dort haben wir viele interessante Informationen zu weiteren hautärztlichen Themengebieten für Dich zusammengestellt.

Symptome

Wie sieht Psoriasis inversa aus?

Patienten mit Psoriasis inversa haben rötliche Hautveränderungen im Bereich der Achselhöhlen, der Bauchfalte, unter der Brust oder im Genital- und Analbereich. Typisch sind hellrote, scharf abgegrenzte und nässelnde Hautstellen (Plaques). Die oben genannten Körperstellen neigen zu einer erhöhten Wärmebildung und Feuchtigkeit, daher ist die Schuppenbildung nicht sichtbar.

Die Krankheit kann von einem starken Juckreiz begleitet werden. Die häufigste Form der Psoriasis stellt immer noch die Psoriasis vulgaris (auch Plaque-Psoriasis genannt) dar. Diese chronische Erkrankung zeigt sich in Form von silbrig-schuppenden rötlichen Herden im Bereich der Arme (in fast 50 % der Fälle ist der Bereich des Ellenbogens mitbetroffen) und Beine, des Kopfes, der Nägel und zum Teil auch weiteren Körperstellen.

Du hast eine Hautveränderung und denkst, dass es sich dabei um die Psoriasis inversa handeln kann? Unsere Hautärzt*innen können über die dermanostic App eine sichere Diagnose stellen und eine geeignete Therapie erstellen.

Komplikationen

Ist die Psoriasis inversa gefährlich?

Psoriasis-Erkrankungen führen nur selten zu gefährlichen Komplikationen, die im Krankenhaus therapiert werden müssen, nämlich dann, wenn sie sich im ganzen Körper ausbreiten. In diesem seltenen Fall kann es nämlich zur Blutvergiftung und dann zum Herzversagen kommen. Man spricht dabei von einer erythrodermen Psoriasis. In jedem Fall kann unsere Hautarztpraxis ohne Termin direkt per App kontaktiert werden.

Was jedoch außerdem durch Studien belegt wurde, ist, dass Menschen mit Psoriasis-Erkrankungen ein höheres Risiko dafür haben, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und starkes Übergewicht zu entwickeln.

Therapie

Was tun gegen Psoriasis inversa?

Zunächst werden pflegende Wirkstoffe verordnet, die jedoch aufgrund des feuchten Milieus nicht zu fettig sein dürfen. Auch Sitzbäder in synthetischer Gerbsäure können Abhilfe schaffen, wenn Beschwerden im Genitalbereich zu beobachten sind. Die Hautareale sollten trocken gehalten werden, z.B. durch den Einsatz von Leinenläppchen im Bereich der Hautfalten.
Sollten größere Hautflächen betroffen sein, können Cortisonpräparate eingesetzt werden. Auch Vitamin-D–Präparate können geeignet sein, sofern keine Reizung der Haut auftritt. Sollten diese Anwendungen zu keiner Besserung der Symptome führen, kann eine Systemtherapie, in Form von Tabletten oder Spritzen, verordnet werden. Hierüber erhältst von dem behandelnden Arzt oder der Ärztin eine ausführliche Aufklärung.

Jede Therapie ist individuell, unsere Hautärzt*innen erstellen Dir als Patient*in eine entsprechende Therapie. Hier erfährst Du, wie das geht.

Wirkstoffe

Was hilft gegen Psoriasis inversa?

Gegen Psoriasis inversa werden unter anderem folgende Wirkstoffe eingesetzt:

Dr. med. Alice Martin

Verfasst von Dr. med. Alice Martin

Dr. med. Alice Martin ist Hautärztin in Weiterbildung und Mitgründerin der Online-Hautarztpraxis dermanostic. Sie ist leidenschaftliche Vermittlerin für dermatologische Themen und deshalb bei dermanostic für die Patientenkommunikation zuständig. 

Literatur und Einzelnachweise

  1. Altmeyer, P:
    Psoriasis inversa (24. Oktober 2017) | Abgerufen am 08. April 2021 von www.altmeyers.org
  2. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.:
    Therapie der Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen (29. Januar 2019) | Abgerufen am 08. April 2021 von www.awmf.org