Psoriasis inversa

Online-Hautarzt: Ursache, Symptome und Behandlung

Schuppen und Rötungen im Bereich der Hautfalten sind klassische Erscheinungen der Psoriasis inversa, eine Unterform der Schuppenflechte. Wir erklären Ihnen, was diese Erkrankung bedeutet, wie sie entsteht und was man dagegen tun kann.

Dermanostic Hautlexikon | Psoriasis inversa

Definition

Als Psoriasis inversa bezeichnet man eine spezielle Form der Schuppenflechte, die vor allem die Hautfalten und Körperbeugen betrifft. Die Erkrankung ist meist chronisch, aber nicht ansteckend. Diese Form der Schuppenflechte tritt selten auf.

Ursachen

Die Psoriasis inversa, als Sonderform der Psoriasis, kann aus unterschiedlichen Gründen entstehen. Dabei spielen sowohl genetische als auch äußere Faktoren eine Rolle. Die Psoriasis inversa verursacht eine Entzündungsreaktionen in der Haut und es kommt zur Ausbildung von erstmals rot-schuppenden Stellen. Da sich die Herde im Bereich der Hautfalten und Beugen befinden, kommt es zu einer Anfeuchtung der Haut, auch als sogenannte Mazeration bezeichnet. Dadurch sieht die Psoriasis inversa anders als die klassische Psoriasis aus. Die Schuppung fehlt, es zeigen sich hell- oder tiefrote, nässende Herde. Oft bricht die Krankheit erst durch auslösende Trigger-Faktoren aus. Hierzu zählen zum Beispiel Infektionen, Stress aber auch hormonelle Umstellungen im Rahmen der Pubertät oder Schwangerschaft. Auch gewisse Medikamente sind dafür bekannt, Auslöser der Psoriasis inversa zu sein. Dazu zählen unter anderem Blutdrucksenker, Schmerzmittel oder Malariamittel. Häufiger lösen diese Medikamente jedoch eine klassische Psoriasis vulgaris aus.

Suchen Sie eine dermatologische Beratung?

Appstore Badge Playstore Badge

Symptome

Psoriasis inversa zeigt sich in den Achselhöhlen, in der Bauchfalte, unter der Brust oder im Genital-und Analbereich. Typisch sind hellrote, scharf abgegrenzte und nässelnde Hautstellen (Plaques). Die oben genannten Körperstellen neigen zu einer erhöhten Wärmebildung und Feuchtigkeit, daher ist die Schuppenbildung nicht sichtbar. Die Krankheit kann von einem starken Juckreiz begleitet werden.

Diagnose

Da die typische Schuppenbildung bei Psoriasis inversa häufig ausbleibt, führt dies zu einer erschwerten Diagnosestellung. Außerdem kann die Erkrankung leicht mit einem Ekzem oder Pilz verwechselt werden. Pilzinfektionen können zudem deutlich häufiger im Bereich der Herde auftreten, da das Milieu feucht ist und die Haut empfindlicher gegenüber Erregern ist. Deshalb sollten mikrobiologische Abstriche zusätzlich entnommen werden, um eine bakterielle Besiedlung und Pilzinfektionen zu erfassen.

Therapie

Zunächst werden pflegende Wirkstoffe verordnet, die jedoch aufgrund des feuchten Milieus nicht zu fettig sein dürfen. Auch Sitzbäder in synthetischer Gerbsäure können Abhilfe schaffen, wenn der Genitalbereich betroffen ist. Die Hautareale sollten trocken gehalten werden, z.B. durch den Einsatz von Leinenläppchen im Bereich der Hautfalten.
Sollten größere Hautflächen betroffen sein, können Cortisonpräparate eingesetzt werden. Auch Vitamin-D –Präparate können geeignet sein, sofern keine Reizung der Haut auftritt. Sollten diese Anwendungen zu keiner Besserung der Symptome führen, kann eine Systemtherapie, in Form von Tabletten oder Spritzen, verordnet werden. Hierüber erhalten Sie von dem behandelnden Arzt eine ausführliche Aufklärung.

Sie haben eine Hautveränderung? Mit DERMANOSTIC können Sie sofort einen Hautarzt per App kontaktieren – Ihnen wird innerhalb von 24 Stunden geholfen.

Autor: Dr. med. Alice Martin