Keratosis Pilaris (Reibeisenhaut)

Auch bekannt als: Ichthyosis scrophulosorum, Follikelkeratosen, Lichen pilaris, Reibeisenhaut, Ichthyosis anserina, Keratosis suprafollicularis, Keratosis folicularis

ICD-Code: Q80.0

Bei der Keratosis pilaris („Reibeisenhaut“) handelt es sich um eine sehr häufige und harmlose Verhornungsstörung der Haut. Betroffen sind dabei die Haarfollikel. In unserer digitalen Hautarztpraxis bei dermanostic behandeln unsere Hautärzt*innen täglich viele Patient*innen mit einer Keratosis pilaris per App.

5 Fakten über Keratosis Pilaris

  • Es wird vermutet, dass Reibeisenhaut durch genetische Veranlegerung weitergegeben wird
  • Entstehung durch Verhornungsstörung, wodurch Öffnungen der Haarfollikel verstopfen
  • Haut fühlt sich sehr rau an, woher auch der Beiname -“Reibeisenhaut - stammt
  • Tritt vor allem in der Pubertät auf und kann sich im Alter zurückbilden
  • Richtige Pflege mit Cremes und Peeling ist vielversprechend

Definition

Was ist eine Keratosis pilaris?

Bei der Keratosis pilaris (sogenannte Reibeisenhaut) handelt es sich um eine sehr häufige und harmlose Verhornungsstörung der Haut. Betroffen sind dabei die Haarfollikel. Die Diagnose der Keratosis pilaris liegt oft bei Menschen mit allergischen Erkrankungen (Asthma bronchiale, atopische Dermatitis (Neurodermitis)) vor, Menschen mit trockener Haut sind außerdem anfällig. Die betroffenen Hautstellen sind vor allem die Außenseiten der Oberarme und Hinterseiten der Oberschenkel.

Knapp 50% der Bevölkerung haben diese Hauterscheinung (erstauftretend: junge Frauen oder auch Mädchen im Kindes- und Jugendalter, bei Männern im Pubertätsalter)!

Falls auch Du einen solchen Hautbefund hast, kannst Du Dich gern an unsere Hautfachärzt*innen aus der digitalen Hautarztpraxis dermanostic per App wenden. Unser Team aus Expert*innen kann Dir mit einer Diagnosestellung helfen und erstellt Dir einen ausführlichen Arztbrief.

Ursache

Wie entsteht eine Keratosis pilaris?

Die genaue Ursache der Verhornungsstörung ist bisher nicht bekannt – allerdings liegt wahrscheinlich eine genetische Veranlagung vor.

Symptome

Wie zeigt sich die Hauterscheinung?

  • kleine rote stecknadelkopfgroßen Erhebungen oder Knötchen um den Haarfollikel (also mit roten Pickelchen)
  • Reibeisen-Gefühl: Beim Streichen über die Haut fühlt sich diese sehr rau an, wie ein Reibeisen
  • Häufig trockene Haut (abgestorbene Hautzellen)

Betroffenen Hautstellen:

  • Außenseite der Oberarme
  • Hinterseite der Ober- und auch Unterschenkel
  • Gesäßregion
  • Bei Kindern: auch im Bereich der Wangen möglich

Wende Dich gerne an unsere Hautärzt*innen in unserer dermanostic App, falls Du an einem der oben genannten Symptome leidest, hier erhältst Du einen individuellen Pflegeplan mit Empfehlungen für Deine Haut.

Komplikationen

Ist Keratosis pilaris gefährlich?

Im Regelfall entstehen bei dieser Erkrankung keine gesundheitsgefährdenden Komplikationen. Es handelt sich um ein rein kosmetisches Problem. Dies kann viele Betroffene allerdings psychisch sehr strapazieren, was man nicht außer Acht lassen sollte. Vor allem in der Pubertät kann die Erkrankung für die Jugendlichen äußerst belastend sein.

Therapie

Wie sieht eine Therapie aus?

Die Diagnose der Keratosis pilaris muss nicht therapiert werden. Im Laufe der Jahre kann sich die Hauterscheinung von allein zurückbilden. Häufig zeigt sich eine sichtbare Verbesserung mit zunehmendem Alter.

Mit der richtigen Pflege und hornlösenden Maßnahmen kann es zu einer Linderung der Hauterkrankung kommen:

  • Urea-haltige Cremes und Lotionen verwenden - Urea (auch Harnstoff genannt) wirkt hornlösend und feuchtigkeitsspendend.
  • Regelmäßige Peelings können zusätzlich 2 x pro Woche unterstützend angewandt werden (oberste Hautschicht wird entfernt).
  • Anstatt Seifen lieber Körperöle verwenden (seifenfreie Waschlotionen!)

Jede Therapie ist individuell, unsere Hautärzt*innen erstellen Dir als Patient*in eine entsprechende Therapie. Hier erfährst Du, wie das geht.

Wirkstoffe

Was hilft gegen Keratosis pilaris?

Gegen Reibeisenhaut werden unter anderem folgende Wirkstoffe eingesetzt:

Dr. med. Alice Martin

Verfasst von Dr. med. Alice Martin

Dr. med. Alice Martin ist Hautärztin in Weiterbildung und Mitgründerin der Online-Hautarztpraxis dermanostic. Sie ist leidenschaftliche Vermittlerin für dermatologische Themen und deshalb bei dermanostic für die Patientenkommunikation zuständig. 

Literatur und Einzelnachweise

  1. Altmeyer, P:
    Keratosis follicularis (25. November 2020) | Abgerufen am 26. August 2021 von www.altmeyers.org