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Glykolsäure

Auch bekannt als: alpha-Hydroxysäure (AHA), Hydroxyessigsäure

Einsatz bei:
Acne vulgaris (Akne) Xerosis cutis (Hauttrockenheit) Keratosis Pilaris (Reibeisenhaut) Psoriasis vulgaris (Schuppenflechte)

Stoffklasse:
Keratolytikum

Definition

Was ist Glykolsäure?

Glykolsäure gehört zu den Keratolytika (Hornauflösung) und ist als Inhaltsstoff in zahlreichen medizinischen und kosmetischen Cremes, Lotionen, Lösungen u.v.m. enthalten. In unterschiedlichen Konzentrationen kann Glykolsäure in der täglichen Hautpflege bis hin zur Behandlung von Verhornungsstörungen eingesetzt werden. In Hautpflegeprodukten hilft Glykolsäure abgestorbene Hautschuppen sanft zu entfernen und die Hauterneuerung anzuregen. Sie ist daher bei trockener Haut, jedoch auch zur Behandlung von Pigmentflecken oder Akne geeignet.  

Glykolsäure ist frei verkäuflich in kosmetischen Produkten im Handel. 

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Indikation/Einsatz

Wann wird Glykolsäure verschrieben?

Glykolsäure wird zur Hautpflege und (unterstützenden) Behandlung verschiedenster Hauterkrankungen verwendet, darunter: 

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Hautärzte Team

Struktur und Stoffklasse

Zu welcher Stoffklasse gehört Glykolsäure?

Glykolsäure gehört zu den Keratolytika. Unter den Säuren wird sie zur Gruppe der alpha-Hydroxysäuren (AHA) gezählt.  

Wirkungsweise

Wie wirkt Glykolsäure?

Glykolsäure entfernt sanft abgestorbene Hautschuppen, sodass ein glatteres und ebenmäßigeres Hautbild erzielt wird. Zudem kann Talg besser abfließen, verstopfte Poren gereinigt und der Entstehung von Pickeln vorgebeugt werden (antikomedogene Wirkung). Durch Anregung der Hauterneuerung können weiterhin Pigmentflecken vermindert werden. Glykolsäure ist prinzipiell für jeden Hauttyp geeignet.  

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Nebenwirkungen

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

Glykolsäure ist insgesamt gut verträglich. Seltener, vor allem bei höheren Konzentrationen, können Hautirritationen wie Rötungen, Schuppung, Brennen oder Juckreiz auftreten. Je nach Anwendung ist die Schuppung jedoch sogar gewollt und erwünscht.  

Anwendung und Dosierung

Wie wird Glykolsäure angewendet?

Glykolsäure ist in Konzentrationen bis zu 50 % in Cremes, Lotionen, Lösungen u.v.m. erhältlich. Die empfohlene Konzentration und Anwendungs-/Therapiedauer ist von der zu behandelnden Erkrankung abhängig.  

Konzentrationen zwischen 0,5-10 % finden sich typischerweise in kosmetischen Cremes, Lotionen u.Ä. zur regelmäßigen Hautpflege. Glykolsäure ist für jeden Hauttyp geeignet. Die geeignete und verträgliche Anwendungsdauer und -konzentration ist jedoch individuell unterschiedlich.  

Konzentrationen ab 15 % kommen vor allem bei medizinischen oder kosmetischen Gesichtsbehandlungen zur Behandlung von Pigmentflecken oder Akne zum Einsatz. Solch hohe Konzentrationen sind in der Regel nicht für den Heimgebrauch erhältlich oder sinnvoll.  

Glykolsäure erhöht die Lichtempfindlichkeit der Haut, sodass zum Schutz vor Sonnenschäden täglich Sonnenschutz verwendet werden sollte. 

Gerne schlagen unsere Ärzte Dir alternative Therapien vor, sollte dieses Präparat nicht für Dich geeignet sein.

Kontraindikationen

Für wen ist Glykolsäure nicht geeignet?

Bei empfindlicher Haut, die zu starker Trockenheit neigt, sollte Glykolsäure nicht zu häufig und in Kombination mit z.B. Salicylsäure verwendet werden.  

Wichtige Hinweise & Gut zu wissen

Das gilt es zu beachten

Unter der Anwendung von Glykolsäure ist die Haut lichtempfindlicher. Verwende deshalb täglich Sonnenschutz

Lisa Henkel

Verfasst von Lisa Henkel

Lisa Henkel ist Medizinstudentin im klinischen Abschnitt und unterstützt als Co-Autorin die fachliche Redaktion bei dermanostic. Dabei verantwortet sie das Wirkstofflexikon und kleine Fachartikel zu Hauterkrankungen

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Literatur und Einzelnachweise

  1. Altmeyer, P.: Glykolsäure (2017) | Abgerufen 03. März 2022 von www.altmeyers.org

  2. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. : Leitlinie Akne (Dezember 2010) | Abgerufen 03. März 2022 von www.awmf.org