
Die Hefepilzinfektion
Juckreiz, Brennen oder nässende Haut – Hefepilzinfektionen sind unangenehm und können an verschiedenen Körperstellen auftreten, vom Gesicht über den Körper bis zum Intimbereich....
Author: Dr. Alice Martin
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25+ Erfahrene Dermatologen

Der Hautpilz (Dermatomykose) zählt zu den weltweit häufigsten Infektionskrankheiten und kann sowohl Kinder als auch Erwachsene betreffen.
Gefährlich ist der Hautpilz in der Regel nicht, die begleitenden Symptome allerdings sehr unangenehm. Unbehandelt heilen Infektionen meist nicht von selbst und können sich auf andere Hautbereiche oder die Kopfhaut ausbreiten. Wird der Hautpilz früh diagnostiziert, können Beschwerden weitgehend vermieden und die Ansteckungsgefahr reduziert werden. Wichtig: Pilzinfektionen können leicht mit anderen Hauterkrankungen wie Ekzemen oder Psoriasis verwechselt werden, sodass eine genaue Diagnose entscheidend ist.
Hautpilz kann Haut, Nägel oder Haare betreffen und wird durch verschiedene Pilzarten ausgelöst. Typische Symptome sind Rötungen, Schwellungen, Juckreiz und Schuppenbildung. Die häufigste Form auf der freien Haut selbst ist die Ringelflechte (Tinea corporis), die sich typischerweise in ringförmigen, geröteten und schuppenden Hautstellen zeigt. Daneben ist Fußpilz (Tinea pedis) besonders verbreitet und betrifft die Füße, oft die Nägeln, als auch die Zwischenräume der Zehen und gelegentlich auch die Fußsohle.
Eine Infektion mit Hautpilz entsteht vor allem unter Bedingungen, die das Pilzwachstum fördern oder die natürliche Schutzbarriere der Haut schwächen

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Bei Haut- und Nagelpilz bemerken Betroffene die Infektion oft zunächst kaum. In manchen Fällen verläuft sie völlig symptomlos, während andere Infektionen chronisch werden und die Haut verdicken, rissig werden oder Schmerzen hervorrufen. Außerdem können Pilze manchmal überraschenderweise auch Reaktionen an Stellen hervorrufen, die gar nicht direkt infiziert sind – so kann sich Fußpilz etwa als juckender, rauer Ausschlag an den Fingern zeigen.
Die Diagnose von Haut- und Nagelpilz beginnt oft mit einer Blickdiagnose, außerdem gibt es diese Diagnosemöglichkeiten.
Mikroskopie: Haut- oder Nagelproben werden unter dem Mikroskop untersucht, um Pilzfäden oder Hefen schnell sichtbar zu machen –Pilzkultur: Probe wird auf Nährboden gezüchtet, um genau herauszufinden, welche Pilzart vorliegt. Dermatophyten (Fadenpilze) brauchen meist PCR-Verfahren: Moderne Methode, bei der das Erbgut (DNA) von Pilzen nachgewiesen wird. So kann sehr schnell und zuverlässig bestimmt werden, welche Pilzart die Infektion verursacht – oft innerhalb weniger Stunden bis Tage.

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Die Behandlung von Haut- und Nagelpilz richtet sich nach Ausdehnung, Lokalisation und Erreger. Grundsätzlich kommen Antimykotika zum Einsatz, die das Pilzwachstum hemmen oder den Pilz abtöten.
1. Topische Therapie
Bei lokal begrenzten Infektionen werden die Medikamente direkt auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen. Sie sind in Form von Salben, Gelen, Lösungen oder Shampoos erhältlich. Häufig verwendete Wirkstoffe sind:
2. Systemische Therapie
Bei ausgedehnten Infektionen, therapieresistenten Fällen oder Nagelpilz (Onychomykose) kommen Antimykotika in Tablettenform zum Einsatz, z. B.:
Wichtig ist, dass die Medikamente so lange angewendet werden, wie ärztlich empfohlen, auch wenn die Beschwerden schon früher abklingen. Ein vorzeitiges Absetzen kann zu Rückfällen führen.
Sollte der Juckreiz groß sein, dann kann Deine Ärztin oder Dein Arzt Dir Kortikosteroide verschreiben. Sie können außerdem Entzündungen und Juckreiz lindern, dürfen jedoch nur ärztlich verschrieben werden, da sie unbehandelt Pilzinfektionen verschlimmern können. Alternativ zu einem Besuch in Deiner Hautarztpraxis kontaktiere unsere Online-Hautarztpraxis um eine Therapieempfehlung und ein Rezept zu erhalten.
Zusätzlich können hygienische Maßnahmen die medikamentöse Behandlung einer Pilzinfektion unterstützen. Eine Ausbreitung der Erreger lässt sich mit den folgenden Tipps verhindern:
Pilze lassen sich leicht übertragen, besonders Fuß- und Nagelpilz. Mit diesen Maßnahmen kannst Du Dich und andere während und nach der Therapie schützen:
Bei starkem Befall oder Nagelpilz ist immer eine Behandlung durch eine Ärztin oder einen Arzt nötig. Hausmittel können jedoch ergänzend als Prophylaxe wirken.
Apfelessig
Teebaumöl
