Pityriasis rosea (Röschenflechte)

Online-Hautarzt: Ursache, Symptome und Behandlung

Zuerst ein großer roter Fleck und plötzlich erscheinen sehr viele kleine Flecken am ganzen Körper. Die Röschenflechte (Pityriasis rosea) kann optisch ausgeprägt erscheinen, obwohl es sich um eine harmlose Erkrankung handelt. Wir erklären Ihnen, was diese Erkrankung bedeutet, wie sie entsteht und was man dagegen tun kann.

Dermanostic Hautlexikon | Pityriasis rosea (Röschenflechte)

Definition

Die Pityriasis rosea, im Volksmund auch bekannt als Röschenflechte oder Schuppenröschen bekannt, ist eine gutartige entzündliche Hauterkrankung mit einem typischen zweiphasigen Verlauf. Der Name der Erkrankung basiert auf das typische Aussehen des Hautausschlages, bei dem die rötlich ovalen Flecken einem Röschen gleichen.

Ursache

Die genaue Ursache für die Erkrankung ist noch nicht vollständig geklärt Vermutet wird eine vorausgehende Virusinfektion, die die Erkrankung fördert. Auch Stress und die Einnahme bestimmter Medikamente werden als mögliche Ursache diskutiert.

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Symptome

Die Röschenflechte äußert sich in Form von hellroten, leicht schuppenden ovalen Flecken, die zwischen 0,5 bis zwei Zentimeter groß sein können. Charakteristisch beginnt die Erkrankung mit einem „Primärmedaillon“, das aussieht wie ein einzelner, münzgroßer Ausschlag. Im Verlauf der Erkrankung, nach etwa ein bis zwei Wochen, breitet sich der Ausschlag in Form vieler rundlicher kleiner Flecken auf dem Körper aus. Am häufigsten davon betroffen ist der Oberkörper, entstehen Flecken an den Armen oder Beinen. In der Regel verläuft die Erkrankung beschwerdefrei, kann allerdings in der ersten Woche auch Juckreiz verursachen.

Vor allem junge Frauen zwischen dem zehnten und fünfunddreißigsten Lebensjahr entwickeln eine Röschenflechte. Äußerst selten erkrankt dieselbe Person im Laufe des Lebens zweimal an einer Röschenflechte. Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer. Insbesondere in der Zeit von Frühjahr bis zum Herbst tritt die Erkrankung häufiger auf. Bis zur kompletten Abheilung kann es zwischen sechs und acht Wochen dauern.

Die Pityriasis rosea hat ein sehr typisches Aussehen und einen typischen Verlauf. Zuerst das sogenannte Primärmedaillon und im Verlauf die vielen kleinen rötlichen Flecken am Körper. Wenn Unklarheit besteht, kann der Hautarzt eine Hautprobe entnehmen, um andere Erkrankungen auszuschließen. Dies ist aber nur selten der Fall.

Therapie

Die Erkrankung ist harmlos und heilt von selbst ab. Um allerdings den Juckreiz zu milden, bestehen folgende Möglichkeiten, um die Haut nicht weiter zu reizen und die Haut zu schonen:

● Vermeidung eng sitzender Kleidung und Wollmaterialien

● Vermeidung von Sonnenlicht und übermäßigem Schwitzen

● Verzicht auf übermäßige Nutzung von Pflegeprodukten, wie intensive Seifen, Feuchtigkeitscremes und stark fettende Salben

● Bei starken Juckreiz können Sie eine leichte Kortisonsalbe auftragen oder Antihistaminika einnehmen, dies allerdings nach Absprache mit ihrem Hautarzt

Schwangere bis zur 15. Schwangerschaftswoche sollten den Kontakt zu Patienten mit Röschenflechte vermeiden, da die Erkrankung zu einem erhöhten Risiko für Fehl- und Frühgeburten führen kann.

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Autor: Dr. med. Alice Martin