Tinea corporis

Online-Hautarzt: Ursache, Symptome und Behandlung

In diesem Artikel
  • Definition: Was ist eine Tinea corporis?
  • Ursachen: Wodurch wird eine Tinea corporis ausgelöst?
  • Symptome: Wie zeigt sich eine Tinea corporis auf der Haut?
  • Diagnose: Woran erkennt der Hautarzt die Tinea corporis?
  • Therapie: Wie wird eine Tinea corporis behandelt?
  • Beispiel-Bilder: Tinea corporis

Pilzerkrankungen sind eine unangenehme Angelegenheit. Rötungen, Juckreiz und Schuppung sind häufige Symptome, die durch eine Tinea corporis (Pilzerkrankung) verursacht werden. Wir erklären Ihnen, was diese Pilzerkrankung bedeutet, wie sie entsteht und was man gegen eine Tinea corporis tun kann.  

Tinea corporis

Definition

Was ist eine Tinea corporis?

Die Tinea corporis ist eine Pilzinfektion der Haut, die am gesamten Körper auftreten kann. Erreger der Tinea sind die sogenannten Fadenpilze (Dermatophyten). Der Pilzbefall äußert sich durch runde und schuppige Rötungen der Haut, die meist jucken. In der Regel ist die Infektion nur oberflächlich, kann aber auch tiefere Hautschichten befallen. Die Zeit zwischen einer Ansteckung und dem Auftritt der ersten Symptome einer Tinea beträgt wenige Wochen. 

Ursache

Wodurch wird eine Tinea corporis ausgelöst?

Ausgelöst wird die Tinea corporis durch verschiedene Arten des Fadenpilzes. Es gibt bestimmte Erreger, die so genannten Dermatophyten, die nur bei Menschen, Tieren oder Pflanzen auftreten. Diese können direkt von Mensch zu Mensch, vor allem bei engem Körperkontakt und indirekt durch kontaminierte Gegenstände sowie durch Tiere übertragen werden.  Fadenpilze werden als „hornliebend“ beschrieben. Sie befallen deshalb bevorzugt die Hornschicht der Haut, Haare und Nägel. Pilzinfektionen werden durch ein feuchtes Milieu sowie ein geschwächtes Immunsystem gefördert. Zu den besonders gefährdeten Lokalisationen, die also eher feucht und warm sind, zählen die Achseln, der Leistenbereich sowie die Haut unter der Brust bzw. allgemeine Haufalten. Daher bildet sich an diesen Stellen besonders gerne eine Tinea aus. 

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Tinea corporis

Symptome

Wie zeigt sich eine Tinea corporis auf der Haut?

Die Pilzinfektion kann prinzipiell überall auf der Haut auftreten. Unterschieden wird zwischen einer oberflächlichen und einer tiefen Tinea corporis. 

Sind vorwiegend die oberflächlichen Hautschichten betroffen, so bilden sich entzündlich gerötete, schuppende und rundliche Hautflecken um die vom Pilz befallenen Haarfollikel. Ist die Infektion schon fortgeschritten, können mehrere dieser Hautflecken ineinander verschmelzen. Am Rand können sich Pusteln, also mit einer klaren Flüssigkeit oder ggf. Eiter gefüllte Pickel, bilden. 

Sollte der Pilz in tiefere Hautschichten eindringen, kann eine schwerwiegende Form der Infektion entstehen. Solche tiefen Entzündungen können sich durch schmerzhafte und flüssigkeitsgefüllte Knoten äußern, häufig begleitet von Fieber.

Diagnose

Woran erkennt der Hautarzt die Tinea corporis?

Die Diagnose wird anhand eines Gespräches, einer körperlichen Untersuchung und einer Gewebeprobe (Biopsie) gestellt. Hierzu werden von der betroffenen Stelle entweder Hautschuppen, Nagelspäne oder Haare entnommen und daraufhin eine Kultur angelegt. Das bedeutet, dass der Pilz auf einem Nährmedium gezüchtet wird, sodass man anhand des Aussehens auf die Gattung der Pilzart Rückschlüsse ziehen kann. Im Einzelfall kommt eine UV-Licht Lampe (Wood-Licht-Lampe) zum Einsatz, denn unter diesem Licht lassen sich bestimmte Fadenpilze besser erkennen. 

Therapie

Wie wird eine Tinea corporis behandelt?

Die Behandlung wird an das Ausmaß der Infektion angepasst. Ist diese nur oberflächlich, reicht eine äußerliche Behandlung aus. Hierbei genügt die Anwendung einer topischen Therapie in Form von Cremes, Lösungen oder Puder mit antimykotischen Wirkstoffen, die gegen Pilze wirken. Die Anwendung erfolgt über mehrere Wochen, je nach Ausmaß. 

Sollte die Infektion dagegen tiefer sein, müssen die Betroffenen ein Antipilzmittel in Tablettenform einnehmen, was in der Medizin dann als systemische Therapie bezeichnet wird. Meist wird diese systemische Therapie mit der lokalen Therapie kombiniert. Die Behandlung erfordert viel Geduld, denn Pilze sind hartnäckig. Bricht man die Therapie zu früh ab, kehrt die Tinea corporis in vielen Fällen zurück.  

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Die Bilder in der unten ausgeführten Slideshow wurden von der Hautklinik der Universitätsmedizin Göttingen zur Verfügung gestellt.

Klicken Sie hier, um die Bilder zu sehen.

Verfasst von Dr. med. Alice Martin

Dr. med. Alice Martin ist Hautärztin in Weiterbildung und verantwortlich für die fachliche Redaktion bei dermanostic. Sie übernimmt die öffentliche Patientenkommunikation und schreibt medizinische Artikel.

Literatur und Einzelnachweise