Melasma (Pigmentierungen)

Online-Hautarzt: Ursache, Symptome und Behandlung

Pigmentierungen an der Haut können kosmetisch stören, insbesondere, wenn sie im Gesicht auftreten. Das Melasma ist eine häufig bei Frauen vorkommende Pigmentstörung, also eine vermehrte Anreicherung des dunklen Hautfarbstoffes (das sog. Melanin), die besonders durch hormonelle Veränderungen hervorgerufen wird. Wir erklären Ihnen, was diese Hautveränderung bedeutet, wie sie entsteht und wie die Behandlung von Melasma aussehen kann.

Definition

Ursache

Was verursacht ein Melasma?

Das Melasma ist eine Pigmentstörung der Haut, wobei entweder die oberste Hautschicht (das epidermale Melasma) oder die tieferen Hautschichten, die sog. Dermis oder Lederhaut (dann spricht man von dermalem Melasma) betroffen sind. Das Melasma geht mit einer vermehrten Braunfärbung der Haut einher und entsteht besonders häufig in verschiedenen Gesichtsregionen. Gerade bei Frauen entsteht die sogenannte Hyperpigmentierung, also vermehrte Pigmentbildung, in Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen, z.B. durch eine Schwangerschaft (bei 40 % der Betroffenen ging eine Schwangerschaft voraus). Ein weiterer Einflussfaktor für die Ausbildung eines Melasmas ist das UV-Licht, das die Melanozyten (pigmentbildente Zellen) dazu stimuliert, noch mehr Melanin zu bilden. Zum Verständnis: Das Pigment Melanin bestimmt die Augen-, Haar- und Hautfarbe eines Menschen. Bestimmte innere und äußere Faktoren, wie zum Beispiel Sonnenstrahlungen, Genetik, hormonelle Veränderungen, Entzündungen und das Alter können die Melaninproduktion beeinflussen. Bei einer Hyperpigmentierung liegt die gesteigerte Produktion des Pigments Melanin den Melanozyten zugrunde, wodurch dunkle Flecken und eine Tönung der Haut auftreten. Das Gesicht weist im Allgemeinen die höchste Melanozytendichte auf, daher äußern sich hier die Pigmentierungen am häufigsten.

Wenn Sie sich für weitere Informationen zum Thema Haut und Hautarzt interessieren, schauen Sie gerne in unserem Hautarzt-Lexikon vorbei oder in unserem Youtube-Kanal. Dort können Sie auf weitere, von uns für Sie zusammengestellte Informationen zum Themengebiet der Haut zugreifen. 

Symptome

Wie sieht ein Melasma aus?

Hyperpigmentierungen verursachen, bis auf das äußere Erscheinungsbild, keine weiteren Symptome.  Die vermehrt pigmentierten Areale sind in der Regel scharf, aber unregelmäßig bzw. asymmetrisch begrenzt. Viele Betroffene empfinden die Pigmentierungen als störend. Im zeitlichen Verlauf von mehreren Jahren kann sich das Melasma etwas zurückbilden. Aber auch eine intensivierte weitere Pigmentierung ist möglich.

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Diagnose

Wie erkennt der Arzt ein Melasma?

Der Hautarzt kann ein Melasma auf den ersten Blick erkennen. Mit Hilfe eines Dermatoskopes (Auflichtmikroskop) kann die Diagnose bestätigt werden. Nur in seltenen Fällen sind weitere Untersuchung notwendig.

Therapie

Wie kann man ein Melasma entfernen?

Die Therapie des Melasmas stellt eine Herausforderung dar. Grundsätzlich stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die in ärztlichen Praxen kombiniert werden können.

Zu den allgemeinen Therapiemaßnahmen zählen:

  1. Lichtschutz, z. B. in Form von Sonnencreme oder schützenden Textilien

  2. Absetzen auslösender Medikamente (nur in Absprache mit dem behandelndem Arzt!)

  3. Überschminken der Pigmentstörung mittels Camouflage

So können z.B. Cremes verwendet werden, die die Haut bleichen. Auch ein chemisches Peeling mit Glykolsäure oder eine Lasertherapie sind möglich. Es gibt zudem Therapieoptionen, die off-label (außerhalb der Zulassung) in Studien zu guten Ergebnissen geführt haben. Hierzu empfiehlt sich ein ausführliches Gespräch mit dem Hautarzt vor Ort.

Zu dem chirurgischen Therapiemöglichkeiten zählen:

  1. die sog. „Kryochirurgie“, bei der die Hautveränderungen vereist werden
  2. die Lasertherapie oder
  3. das sog. „Chemical Peeling“

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Die Bilder in der unten ausgeführten Slideshow wurden von der Hautklinik der Universitätsmedizin Göttingen zur Verfügung gestellt.

Verfasst von Dr. med. Alice Martin

Dr. med. Alice Martin ist Hautärztin in Weiterbildung und verantwortlich für die fachliche Redaktion bei dermanostic. Sie übernimmt die öffentliche Patientenkommunikation und schreibt medizinische Artikel.

Literatur und Einzelnachweise