Melasma (Pigmentierungen)

Auch bekannt als: Chloasma; Chloasma hormonale; Schwangerschaftsflecken; Chloasma climacterium; Chloasma gravidarum; Chloasma medicamentosum; Chloasma traumaticum; Chloasma uterinum; Chloasma cachecticorum

ICD-Code: L81.1

Pigmentierungen an der Haut können kosmetisch stören, insbesondere, wenn sie im Gesicht auftreten. Das Melasma ist eine häufig bei Frauen vorkommende Pigmentstörung. Dabei kommt es zur vermehrten Anreicherung des dunklen Hautfarbstoffes, das sog. Melanin, die besonders durch hormonelle Veränderungen hervorgerufen wird. Wir erklären im Weiteren, was diese Hautveränderung bedeutet, wie sie entsteht und wie die Behandlung von Melasma aussehen kann. In unserer digitalen Hautarztpraxis bei dermanostic behandeln unsere Hautärzt*innen täglich viele Patient*innen mit einem Melasma per App.

5 Fakten über Melasma

  • Besonders betroffen ist das Gesicht, da es die höchste Melanozytendichte hat
  • Hormonelle Veränderungen, zum Beispiel in der Schwangerschaft, können ein Melasma hervorrufen
  • Kann sich innerhalb von Jahren zurückbilden oder aber auch zunehmen
  • Abgesehen davon, dass es kosmetisch als störend gesehen werden kann, ist das Melasma nicht mit Symptomen verbunden
  • Man kann unter anderem mit Lasertherapie gegen Melasma vorgehen

Definition

Was ist ein Melasma?

Malasma Illustration - Symptome und Lokalisation

Das Melasma ist eine Pigmentstörung der Haut, wobei entweder die oberste Hautschicht (das epidermale Melasma) oder die tieferen Hautschichten, die sog. Dermis oder Lederhaut (dann spricht man von dermalem Melasma) betroffen sind. Das Melasma geht mit einer vermehrten Braunfärbung der Haut einher und entsteht besonders häufig in verschiedenen Gesichtsregionen. Bei dermanostic - der online Hautarztpraxis erhältst Du innerhalb von 24 Stunden eine Diagnose zu deiner Hautveränderung im Gesicht und eine von Hautfachärzt*innen für Dich herausgesuchte Therapie.

Ursache

Wie entsteht ein Melasma?

Gerade bei Frauen entsteht die sogenannte Hyperpigmentierung, also vermehrte Pigmentbildung, in Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen, z.B. durch eine Schwangerschaft (bei 40 % der Betroffenen ging eine Schwangerschaft voraus). Ein weiterer Einflussfaktor für die Ausbildung eines Melasmas ist das UV-Licht. Es stimuliert die Melanozyten (pigmentbildente Zellen) dazu, noch mehr Melanin zu bilden. Zum Verständnis: Das Pigment Melanin bestimmt die Augen-, Haar- und Hautfarbe eines Menschen. Bestimmte innere und äußere Faktoren, wie zum Beispiel: Sonnenstrahlungen, Genetik, hormonelle Veränderungen, Entzündungen und das Alter können die Melaninproduktion beeinflussen. Bei einer Hyperpigmentierung liegt die gesteigerte Produktion des Pigments Melanin den Melanozyten zugrunde, wodurch dunkle Flecken und eine Tönung der Haut auftreten. Das Gesicht weist im Allgemeinen die höchste Melanozytendichte auf, daher äußern sich hier die Pigmentierungen am häufigsten.

Symptome

Wie sieht ein Melasma aus?

Hyperpigmentierungen verursachen, bis auf das äußere Erscheinungsbild, keine weiteren Symptome.  Die vermehrt pigmentierten Areale sind in der Regel scharf, aber unregelmäßig bzw. asymmetrisch begrenzt. Viele Betroffene empfinden die Pigmentierungen als störend. Im zeitlichen Verlauf von mehreren Jahren kann sich das Melasma etwas zurückbilden. Aber auch eine intensivierte weitere Pigmentierung ist möglich.

Solltest Du ein Melasma bei Dir festgestellt haben, nutze die Beratung per dermanostic App. Hier erhältst Du innerhalb von 24 Stunden eine Diagnose und einen Therapieplan von erfahrenen Hautfachärzt*innen.

Komplikationen

Ist ein Melasma gefährlich?

In der Regel bieten Melasmen keinen Grund zur Sorge, außer dass sie nach gewünschter Entfernung in manchen Fällen zurückkehren können (Rezidiv).

Therapie

Was tun gegen Melasma?

Die Therapie des Melasmas stellt eine Herausforderung dar. Grundsätzlich stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die in ärztlichen Praxen kombiniert werden können.

Zu den allgemeinen Therapiemaßnahmen zählen:

  1. Lichtschutz, z. B. in Form von Sonnencreme oder schützenden Textilien (siehe unser Blog zum Sonnenschutz)
  2. Absetzen auslösender Medikamente (nur in Absprache mit dem behandelndem Arzt / Ärztin!)
  3. Überschminken der Pigmentstörung mittels Camouflage

So können z.B. Cremes verwendet werden, die die Haut bleichen. Auch ein chemisches Peeling mit Glykolsäure oder eine Lasertherapie sind möglich. Es gibt zudem Therapieoptionen, die off-label (außerhalb der Zulassung) in Studien zu guten Ergebnissen geführt haben. Hierzu empfiehlt sich ein ausführliches Gespräch mit dem Hautarzt oder der Hautärztin vor Ort.

Zu dem chirurgischen Therapiemöglichkeiten zählen:

  1. die sog. „Kryochirurgie“, bei der die Hautveränderungen vereist werden
  2. die Lasertherapie oder
  3. das sog. „Chemical Peeling

Jede Therapie ist individuell, unsere Hautärzt*innen erstellen Dir als Patient*in eine entsprechende Therapie. Hier erfährst Du, wie das geht.

Wirkstoffe

Was hilft gegen Pigmentierungen?

Gegen Melasmen werden unter anderem folgende Wirkstoffe eingesetzt:

Dr. med. Alice Martin

Verfasst von Dr. med. Alice Martin

Dr. med. Alice Martin ist Hautärztin in Weiterbildung und Mitgründerin der Online-Hautarztpraxis dermanostic. Sie ist leidenschaftliche Vermittlerin für dermatologische Themen und deshalb bei dermanostic für die Patientenkommunikation zuständig. 

Literatur und Einzelnachweise

  1. Altmeyer, P.:
    Melasma (29. Juli 2020) | Abgerufen am 25. März 2021 von www.altmeyers.org
  2. Bilharz, C. (Deutsche Apotheker Zeitung):
    Gestörte Pigmentierung. Immer noch kein Patentrezept gegen Melasmen (23. Januar 2014) | Abgerufen am 25. März 2021 von www.deutsche-apotheker-zeitung.de