Herpes Genitalis (Genitalherpes)

Online-Hautarzt: Ursache, Symptome und Behandlung

Auch bekannt als: Balanoposthitis herpetica, Genitalherpes, Herpes der glans penis, Herpes der Schamlippen, Herpes simplex genitalis, Herpes der Vulva; Herpes des Penis

Der Genitalherpes (oder auch Herpes genitalis) ist eine Virusinfektion mit dem Herpes-simplex Viren an den Geschlechtsorgangen, also im Genitalbereich.

Definition

Was ist ein Genitalherpes?

Der Genitalherpes (oder auch Herpes genitalis) ist eine Virusinfektion mit den Herpes-simplex Viren (wie auch bei dem Herpes labialis z.B.) an den Geschlechtsorgangen - also im Genitalbereich. Die Herpes-Infektion im Genitalbereich gehört zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen (STD: sexually transmitted diseases) und zählt zu einen der häufigsten Geschlechtskrankheiten.

Die Übertragung erfolgt über einen engen Körperkontakt, insbesondere beim ungeschützten Geschlechtsverkehr!

Ursache

Was ist die Ursache des genitalen Herpes?

Mögliche Auslöser des Genitalherpes ist zu 80-90% das Herpes-simplex-Virus Typ 2. Es werden jedoch auch immer mehr Herpes-simplex Viren Typ 1 nachgewiesen. Dies kommt daher, da beim Oralsex ein Lippenherpes (der durch Herpes-simplex-Viren Typ 1 ausgelöst wird) auf den Genitalbereich übertragen werden kann!

Wenn eine Ansteckung mit den Herpesviren erfolgte, verbleiben diese lebenslang im Körper. Sie werden in den Nervenkörpern (Ganglien) gespeichert und bei geschwächtem Immunsystem (z.B. durch Stress, eine Erkältung, UV-Einstrahlung, körperliche Anstrengung oder auch hormonelle Veränderungen) wieder aktiviert und verursachen das typisch klinische Bild: Schmerzhafte Bläschen und eine Rötung.

Symptome

Wie sieht ein Herpes im Genitalbereich aus?

Klassisches Bild eines Herpes genitalis:

  • Gefüllte Bläschen
  • Rötung
  • Schmerzen
  • Juckreiz möglich

Als weitere Begleitsymptome können bei einem schwereren Verlauf auch Fieber, geschwollene Lymphknoten und Schmerzen beim Wasserlassen vorkommen.

Mögliche Krankheitsbilder im Genitalbereich – ausgelöst durch die Herpesviren:

  • Vaginal- und Vulva Entzündung (Vulvovaginitis herpetica)
  • Eichelentzündung (Balanitis herpetica)
  • Entzündung des Enddarms (Proktitis herpetica)
  • Harnröhrenentzündung (Urethritis herpetica)

Wichtig: Solange die Bläschen nicht vollständig abgeheilt sind, ist die Herpesinfektion ansteckend!

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Therapie

Welche Therapieformen gibt es?

Es sollte, wenn möglich, so früh wie möglich mit einer Therapie begonnen werden. Dies kann einen schweren Verlauf verhindern!

Hauptsächlich erfolgt die Therapie Symptom-reduzierend, eine Beseitigung des Virus ist nicht möglich.

Es können virushemmende Medikamente, sogenannte Virostatika oder antivirale Medikamente, werden kühlende Umschläge, eine Zinksalbe oder auch Sitzbäder empfohlen. Bei starken Beschwerden kann die Einnahme von Virostatika in Tablettenform notwendig sein.

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Verfasst von Marie Fuchs

Marie Fuchs ist Ärztin in Weiterbildung und verantwortlich für die fachliche Redaktion bei dermanostic. Sie ist die Leiterin des Patientensupports (öffentliche Patientenkommunikation) und schreibt medizinische Artikel.

Literatur und Einzelnachweise

  • Robert Koch Institut (15.08.2016). Herpes-Infektionen (Herpes simplex). Abgerufen 30.09.2021, von https://www.rki.de
  • Deutsche STI Gesellschaft. Herpes genitalis. Abgerufen 30.09.2021, von https://dstig.de