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Behandlungsleitfaden: Schritt für Schritt gegen Schuppenflechte

1,5 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Schuppenflechte.

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Medizinische Fachredaktion 06.01.2026

Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine chronische Hauterkrankung, unter der in Deutschland schätzungsweise 1,5 Millionen Menschen leiden [1]. Die weit verbreitete Autoimmunerkrankung kann den Alltag erheblich beeinflussen. Die Symptome belasten nicht nur körperlich, sondern wirken sich auch stark auf das psychische Wohlbefinden sowie auf das berufliche und private Leben aus.

Dutzende Wirkstoffe, Präparate und Therapieansätze machen es Betroffenen oft schwer, den Überblick zu behalten. Viele fühlen sich überfordert und ratlos. In diesem Artikel erklären wir Dir Schritt für Schritt, wie eine Schuppenflechte Behandlung erfolgreich umgesetzt werden kann – von Hautpflege über Medikamente bis hin zu Biologika.

Was ist Schuppenflechte (Psoriasis)?

Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine weit verbreitete, chronisch-entzündliche Hauterkrankung, bei der sich die Haut deutlich schneller erneuert als normal. Dadurch entstehen rote, verdickte, oft juckende und schuppende Hautstellen, sogenannte Plaques, die meist klar abgegrenzt sind.

Psoriasis kann in verschiedenen Varianten, Schweregraden und Verlaufsformen auftreten. In schweren Fällen sind nicht nur Haut, sondern auch Gelenke, Organe und das Herz-Kreislauf-System betroffen. Die Erkrankung bricht meist bei jungen Erwachsenen oder zwischen 50 und 60 Jahren erstmals aus. Eine Heilung ist derzeit nicht möglich, aber die Schuppenflechte Behandlung kann die Symptome effektiv lindern.

Die Hauptursachen der Psoriasis liegen zum einen in der genetischen Veranlagung, zum anderen spielen äußere Einflüsse, sogenannte Triggerfaktoren, eine große Rolle: Stress, Infektionen, bestimmte Medikamente, Hautreizungen oder Kälte können Schuppenflechte Symptome auslösen oder verstärken.

Typen der Psoriasis

Die Schuppenflechte kann sehr unterschiedlich verlaufen. Es lassen sich verschiedene Typen unterscheiden, die sich in Alter beim Auftreten, Schweregrad und Ursachen unterscheiden:

  • Typ I (früh): Tritt meist zwischen 20 und 30 Jahren auf, stärker ausgeprägt, häufig genetisch bedingt.
  • Typ II (spät): Tritt nach 40 Jahren auf, meist ohne familiäre Häufung, durch äußere Faktoren ausgelöst, verläuft oft milder. [2]

Schuppenflechte erkennen - Symptome

Typische Psoriasis Symptome sind scharf abgegrenzte, rosa- bis graufarbene Plaques, die häufig jucken, schuppen und sich verdicken. Besonders betroffen sind sichtbare und mechanisch belastete Stellen:

  • Kopfhaut, Haaransatz, hinter und in den Ohren
  • Ellbogen, Knie, Schienbeine
  • Handrücken, Füße, Fingernägel
  • Achselhöhlen, Gesicht, Intimbereich oder der Nabel (selten)

Psoriasis-Formen im Überblick – So zeigt sich Schuppenflechte auf unterschiedliche Weise

  • Plaque-Psoriasis (Psoriasis vulgaris): Häufigste Form (~80 %), rötliche, leicht erhabene Hautstellen, oft mit silbrig-weißen Schuppen. Typische Stellen: Gelenkstreckseiten, Kopfhaut, unterer Rücken.
  • Psoriasis guttata: Tropfenförmige Läsionen, meist bei Kindern oder jungen Erwachsenen, kann später in Plaque-Psoriasis übergehen.
  • Intertriginöse Psoriasis (Psoriasis inversa): Betrifft Hautfalten wie Achseln, Leisten, Brust, Genitalbereich, Gesäßfalte, Kniekehlen; hochrot, nässend, stark juckend, oft ohne typische Schuppen.
  • Psoriasis capitis: Kopfhaut betroffen, starker Juckreiz, selten Haarausfall oder Bläschenbildung.
  • Psoriatische Erythrodermie: Stark entzündliche Form, großflächige Rötungen und Schuppen, meist Krankenhausaufenthalt nötig.
  • Gelenk- und Organbeteiligung: Schwere Psoriasis kann auch Gelenke, Herz, Nieren oder Darm betreffen. Psychische Belastungen wie Ängste oder Depressionen sind häufig.

Unter Berücksichtigung der verschiedenen Varianten, Schweregrade und Verlaufsformen der Schuppenflechte als auch von Alter oder Begleiterkrankungen ist jede Behandlung so individuell wie der Patient oder die Patientin selbst.

Wenn Du an Psoriasis leidest und Dir unsicher bist, welche Therapie für Dich geeignet ist, wende Dich per App an unsere Hautfachärzt:innen bei dermanostic. Innerhalb von 24 Stunden erhältst Du einen individuellen Therapieplan und ein Rezept. Unsere Expert:innen haben jahrelange Erfahrung mit der Psoriasis Therapie und können Dir schnell helfen.

Drei Säulen der Schuppenflechte Behandlung

Eine Heilung gibt es bislang nicht, aber eine konsequente Schuppenflechte Behandlung kann die Beschwerden deutlich lindern.

Die Behandlung orientiert sich an drei Säulen:

  1. Topische Therapie – Cremes, Salben & Co.
  2. Bestrahlung & Balneotherapie
  3. Systemische Therapie – Tabletten & Biologika

Fast 80 % der Betroffenen haben eine leichte Form, die mit Cremes oder Salben oft ausreicht. Für andere ist eine Kombination aus topischen Mitteln, Tabletten, Biologika oder Lichttherapie notwendig.

1. Schritt: Topische Therapie – Cremes, Salben & Co.

Salicylsäure und Urea gibt es in verschiedenen Konzentrationen; niedrig dosierte Varianten eignen sich für die tägliche Pflege, hochdosierte Präparate nur unter ärztlicher Anleitung.

2. Schritt: Bestrahlung & Balneotherapie
UV-Licht und Salzwasser wirken entzündungshemmend und können ergänzend zu Cremes, Tabletten oder Biologika eingesetzt werden.Methoden wie SUP-Phototherapie, UVB- oder PUVA-Therapie wirken über verschiedene Arten der UV-Strahlung, die Balneophototherapie kombiniert UV-Licht mit Solebädern.

3. Schritt: Systemische Therapie – Tabletten
Wenn Cremes nicht ausreichen, kommen Tabletten zum Einsatz. Sie wirken stärker, bergen aber auch mehr Nebenwirkungen, weshalb Fachärzt:innen und Patient:innen die Therapie gemeinsam abwägen.

Wichtige Wirkstoffe:

Biologika – Mittel der 1. Wahl
Biologika sind maßgeschneiderte Antikörper, die gezielt Entzündungsprozesse hemmen. Sie werden bei Patient:innen eingesetzt, bei denen Tabletten nicht helfen oder nicht vertragen werden. Die Verabreichung erfolgt als Spritze oder Infusion im Abstand mehrerer Wochen.

Biologika – Mittel der 2. Wahl
Diese kommen unter besonderen Bedingungen zum Einsatz, z. B. bei gleichzeitiger chronisch entzündlicher Darmerkrankung.
Beispiele:

Besondere Situationen erfordern besondere Therapien: Für Patient:innengruppen mit Erkrankungen, Begleiterkrankungen oder besonderen Lebensumständen muss die Behandlung individuell abgestimmt werden. Dazu zählen u. a.:

  • Kinderwunsch oder Schwangerschaft
  • Psoriasis-Arthritis
  • Depressionen
  • Nierenerkrankungen
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
  • Diabetes mellitus
  • Herzerkrankungen (z. B. Herzinsuffizienz)
  • Tuberkulose
  • Dyslipidämie

Mit der richtigen Therapie, die unsere Hautfachärzt:innen über die App für Dich erstellen, lassen sich Schuppenflechte Symptome effektiv in den Griff bekommen. Du schickst einfach drei Fotos und füllst einen Fragebogen aus. Innerhalb von 24 Stunden erhältst Du Diagnose, Therapieempfehlung und ein Privatrezept – so kannst Du direkt mit der Behandlung starten.

Literatur und Einzelnachweise

  1. Gesundheitsinformation des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Schuppenflechte (Psoriasis) (10. März 2021). Abgerufen am 17.09.2022 von https://www.gesundheitsinformation.de/schuppenflechte-psoriasis.html
  2. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.: S3-Leitlinie Therapie der Psoriasis vulgaris (2021). Abgerufen am 17.09.2022 von https://www.awmf.org
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Verfasst von Medizinische Fachredaktion

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