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Azelainsäure

Auch bekannt als: Skinoren®, Finacea®

Einsatz bei:
Acne vulgaris (Akne) Rosacea (Rosazea) Periorale Dermatitis Keratosis Pilaris (Reibeisenhaut)

Stoffklasse:
Dicarbonsäure

Definition

Was ist Azelainsäure?

Azelainsäure ist ein Aknemittel, das als Gel oder Creme zur äußerlichen Anwendung erhältlich ist. Azelainsäure wird überwiegend zur Behandlung von Rosacea (Couperose) und verschiedene Formen der Akne eingesetzt. Azelainsäure ist gut verträglich und kann auch in der Schwangerschaft und Stillzeit verwendet werden.

Azelainsäure ist in Konzentration ab 15 % verschreibungspflichtig und auf Rezept in Apotheken erhältlich. Unter 15 % ist Azelainsäure dagegen frei verkäuflich und in kosmetischen Produkten zugelassen.

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Indikation/Einsatz

Wann wird Azelainsäure verschrieben?

Azelainsäure wird überwiegend zur Behandlung leichter bis mittelschwerer Akne und Rosacea eingesetzt, jedoch auch bei anderen Erkrankungen:

Wenn Du mehr darüber erfahren willst, was Du gegen Akne und Hautunreinheiten unternehmen kannst, legen wir Dir das von unseren beiden Ärztinnen und Mitgründerinnen Dr. med Alice Martin und Dr. med Estefanía Lang verfasste Buch "Natürlich frei von Akne" sehr ans Herz. Über diesen Link kannst Du dir ein Exemplar sichern!

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Struktur und Stoffklasse

Zu welcher Stoffklasse gehört Azelainsäure?

Azelainsäure

Azelainsäure ist eine Dicarbonsäure und wird zu den Aknemitteln gezählt.

Wirkungsweise

Wie wirkt Azelainsäure?

Azelainsäure wirkt ähnlich wie ein Peeling, indem es alte verhornte Hautzellen sanft entfernt. Auf diese Weise wirkt Azelainsäure der Entstehung von Mitessern entgegen (komedolytische Wirkung), hemmt das Wachstum von Bakterien (antibakterielle Wirkung) und Entzündungen (antientzündliche Wirkung). Zudem kann Azelainsäure Rötungen reduzieren und Pigmentflecken (Hyperpigmentierungen) verblassen.

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Nebenwirkungen

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

Azelainsäure ist gut verträglich. Selten kommt es zu Hautirritationen wie Trockenheit, Rötungen, Brennen oder Juckreiz. Diese Nebenwirkungen können vor allem zu Beginn der Therapie auftreten und gut kontrolliert werden, indem die Therapie dann für wenige Tage pausiert wird.

Anwendung und Dosierung

Wie wird Azelainsäure angewendet?

Azelainsäure ist in einer Konzentration von 15 % als Gel oder 20% als Creme erhältlich und wird 1-2x täglich dünn auf das betroffene Hautareal aufgetragen.

Die Wirkung tritt in der Regel nach ca. 4-6 Wochen ein. Azelainsäure kann kontinuierlich über mehrere Monate verwendet werden und ist daher gut zur Langzeitbehandlung geeignet.

Gerne schlagen unsere Ärzte Dir alternative Therapien vor, sollte dieses Präparat nicht für Dich geeignet sein.

Kontraindikationen

Für wen ist Azelainsäure nicht geeignet?

Azelainsäure sollte nicht bei bekannter Unverträglichkeit angewendet werden.

Wichtige Hinweise & Gut zu wissen

Das gilt es zu beachten

Azelainsäure sollte nicht im Bereich der Schleimhäute aufgetragen werden. Azelainsäure kann nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin auch im Rahmen der Schwangerschaft und Stillzeit verwendet werden.

Lisa Henkel

Verfasst von Lisa Henkel

Lisa Henkel ist Medizinstudentin im klinischen Abschnitt und unterstützt als Co-Autorin die fachliche Redaktion bei dermanostic. Dabei verantwortet sie das Wirkstofflexikon und kleine Fachartikel zu Hauterkrankungen

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Literatur und Einzelnachweise

  1. Altmeyer, P.: Azelainsäure (2021) | Abgerufen 29. Dezember 2021 von www.altmeyers.org

  2. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.: Leitlinie Rosazea (März 2013) | Abgerufen 29. Dezember 2021 von www.awmf.org

  3. Gelbe Liste: Azelainsäure (Oktober 2016) | Abgerufen 29. Dezember 2021 von www.gelbe-liste.de