
Die richtige Pflege von Tattoos
Erfahre die besten Tipps zur Tattoopflege und halte dein Tattoo in Topform. Entdecke, wie du die Heilung förderst und die Farben lange strahlend erhältst. Schütze dein Tattoo vo...
Author: Gina Wintrich
lifestyle


25+ Erfahrene Dermatologen
Tattoos sind heute bei vielen Menschen beliebt und dienen als Ausdruck der Persönlichkeit oder als ästhetisches Statement. Doch so schön Tattoos auch sein mögen, sie bergen gesundheitliche Risiken – insbesondere Tattoo-Allergien. Während leichte Schwellungen und Rötungen direkt nach dem Stechen normal sind, können allergische Reaktionen auf Tattoos Tage, Monate oder sogar Jahre später auftreten.
Tattoo-Allergien entstehen meist durch die Farbpigmente in der Haut.
Besonders rote Farbtöne oder rötliche Nuancen gelten als problematisch, da sie lichenoide Reaktionen (Hautstellen, die wie kleine rote Erhebungen aussehen), oder Pseudolymphome (gutartige Ansammlungen von Immunzellen) auslösen können.
Schwarze oder blaue Tattoos lösen zwar seltener Allergien aus, können aber kleine Knoten oder Knötchen in der Haut verursachen, wenn der Körper versucht, die Farbpigmente einzuschließen (Granulomatöse Reaktionen).
Die Symptome einer Tattoo-Allergie sind vielfältig. Typische Anzeichen sind:
Neben Allergien treten auch bakterielle Infektionen oder nicht-allergische entzündliche Reaktionen wie Fremdkörpergranulome auf.
Egal, ob die Hautreaktionen direkt nach dem Tattoo, erst Monate oder sogar Jahre später auftreten – Du solltest in jedem Fall eine dermatologische Praxis aufsuchen. Alternativ kannst Du Dich auch bequem über unsere App an unsere Hautfachärzt:innen wenden: Einfach drei Fotos machen und einen kurzen Fragebogen zu Deinen Symptomen ausfüllen.

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Die Wundheilung dauert im Regelfall nach einem Tattoo zwei bis vier Wochen. Ausschläge oder Erhebungen während oder nach dieser Zeit können auf eine allergische Reaktion hinweisen.
Tattoos können besonders problematisch sein, wenn Du bereits Haut- oder Autoimmunerkrankungen wie Schuppenflechte oder Sarkoidose hast. An der Tattoo-Stelle kann die Haut dann stärker reagieren oder neue Probleme entstehen – das nennt man Köbner-Phänomen. Auch während Schwangerschaft und Stillzeit solltest Du auf Tattoos verzichten, da sich Pigmente im Körper, unter anderem in den Lymphknoten, ablagern können.
Wer bereits Allergien gegen Metalle, Farbstoffe oder Konservierungsmittel hat, sollte dies unbedingt vor dem Tätowieren mitteilen. Farben mit Eisenoxid-Pigmenten enthielten früher oft mehr Nickel und können schwere Reaktionen auslösen. Selbst wenn frühere Tattoos problemlos waren, schützt das nicht vor zukünftigen Allergien.

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Um Tattoo-Allergien vorzubeugen, solltest Du ein professionelles und sauberes Tattoo-Studio wählen und Dich vorher über die verwendeten Farben informieren. Tattoos sollten nicht auf Muttermalen oder Narben gestochen werden, und frisch gestochenes Tattoo sollte vor Sonne, Solarium, Chlor- und Salzwasser geschützt werden. Halte die Haut gut gepflegt und feucht, damit sie richtig heilt. Wer sich informiert, bekannte Allergien berücksichtigt und bei Auffälligkeiten frühzeitig ärztlichen Rat einholt, kann das Risiko von Hautreaktionen deutlich senken.
Bemerkst Du nach dem Tattoo-Stechen Hautausschlag, Rötungen, Schwellungen, Juckreiz oder Schmerzen, wende Dich an unsere Hautfachärzt:innen per App. Sende drei Fotos und fülle einen Fragebogen aus – innerhalb von 24 Stunden erhältst Du Diagnose und Therapieempfehlung, um direkt mit der Behandlung zu starten.
