Granuloma anulare

Online-Hautarzt: Ursache, Symptome und Behandlung

Das Granuloma anulare ist eine Hauterkrankung, die sich durch ringförmige, rot und scharf begrenzte Erhabenheiten oder Knoten der Haut präsentiert.

Definition

Was ist ein Granuloma anulare?

Das Granuloma anulare ist eine granulomatöse Hauterkrankung, die sich durch ringförmige, rot und scharf begrenzte Erhabenheiten oder Knoten der Haut präsentiert. Die rötlichen Stellen können größer werden, dabei blasst das Zentrum etwas ab. Häufig betroffen sind Streckseiten der Gelenke, Unterschenkel, Hand- und Fußrücken sowie Fingerrücken. Juckreiz kann zusätzlich auftreten. Die Erkrankung ist nicht ansteckend. Das Granuloma anulare tritt besonders häufig bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf. Frauen sind generell häufiger betroffen.

Ursache

Warum entsteht ein Granuloma anulare?

Die genaue Ursache für das Granuloma anulare ist nicht vollständig geklärt, es gibt verschiedene Vermutungen:

  • eine Immunreaktion (z.B. auf Insektenstiche)
  • Entstehung nach Verletzungen
  • Zusammenhang mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Medikamente

Symptome

Wie sieht das Hautbild aus?

Vom Erscheinungsbild kann das Granuloma anulare ähnlich wie eine Hautveränderung im Rahmen der Sarkoidose erscheinen. Zunächst bilden sich an einer Hautstelle gruppiert wenige Millimeter große Knötchen (Papeln). Diese sind deutlich begrenzt, hautfarben oder rötlich und haben eine glatte Oberfläche. Nach einiger Zeit breiten sich die Knötchen weiter aus und bilden typischerweise einen Ring, unterschiedliche Größen sind möglich. Aber noch während sich der Ring aus Knötchen weiter vergrößert, heilt die Entzündung im Inneren wieder ab. Die Hauterscheinung eines Granuloma anulares wächst langsam und es kann sich über Monate entwickeln.

Häufig betroffene Regionen:

  • Streckseiten der Gelenke
  • Unterschenkel
  • Fuß- und Handrücken
  • Streckseiten von Fingern

—> 85% der Personen mit einem Granuloma anulare weisen weniger als 10 betroffene Hautstellen vor!

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Diagnose

Wie wird die Diagnose gestellt?

Aufgrund der charakteristischen ringförmigen Anordnung der Knötchen, kann meistens nach der Inspektion eine klinische Diagnose gestellt werden. Sollten die Hautveränderungen dagegen weniger charakteristisch ausgeprägt sein, kann nach einer Gewebeprobeentnahme (Biopsie) eine histologische Untersuchung unter dem Mikroskop Aufschluss liefern. Dabei können Entzündungsherde vom Typ des sogenannten Granuloms zugrunde liegen.

Therapie

Welche Therapie ist möglich?

Da es sich bei dem Granuloma anulare um eine harmlose Erkrankung handelt und in der Regel von allein ausheilt (selbstlimitierend), ist eine Therapie daher nicht dringend erforderlich. Insbesondere bei Kindern können die Knötchen nach einigen Monaten spontan und narbenfrei abheilen.

Möglich ist eine Therapie mit Kortison-Präparaten oder anderen entzündungshemmenden Wirkstoffen in Form von Cremes oder Salben. Häufig werden diese unter speziellen Folienverbänden angewendet, um den Effekt zu verstärken.

Positiv kann bei Erwachsenen außerdem eine Creme-PUVA-Therapie sein. Bei dieser Form der Lichttherapie wird in speziellen Kabinen für einige Minuten eine kontrollierte Bestrahlung mit UVA-Licht durchgeführt. Zuvor wird eine spezielle Salbe auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen, um die entzündungshemmende Wirksamkeit des UVA-Lichts zu verstärken.

Auch Therapien durch Vereisungen (Kryotherapie - flüssigem Stickstoff) oder das Einspritzen von Kortison-Präparaten kann durchgeführt werden. Jedoch sind auch diese Behandlungsmöglichkeiten häufig nicht ausreichend, um die Knötchen dauerhaft abheilen zu lassen.

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Verfasst von Marie Fuchs

Marie Fuchs ist Ärztin in Weiterbildung und verantwortlich für die fachliche Redaktion bei dermanostic. Sie ist die Leiterin des Patientensupports (öffentliche Patientenkommunikation) und schreibt medizinische Artikel.

Literatur und Einzelnachweise