Alle Akne Formen im Überblick

Die verschiedenen Erscheinungsformen der Hauterkrankung – Symptome verstehen und richtig behandeln.
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Von lästigen Mitessern über Pickel bis hin zu schweren Verlaufsformen – Akne zeigt sich in unterschiedlichen Ausprägungen und kennt keine Altersgrenze. Selbst nach der Pubertät können Hautunreinheiten auftreten, häufig hormonbedingt. Für eine wirksame Behandlung ist die korrekte Einordnung der jeweiligen Akneform entscheidend. Eine genaue Diagnose hilft dabei, die passende Therapie zu wählen und Hautveränderungen besser zu verstehen.

Was ist Akne?

Akne entsteht durch ein Zusammenspiel aus hormonellen Veränderungen, genetischer Veranlagung, Erkrankungen und äußeren Einflüssen. Sie kann in jedem Lebensalter auftreten – besonders häufig jedoch während der Pubertät und im Erwachsenenalter.

Akne zählt zu den häufigsten Hauterkrankungen weltweit: Etwa 96 % der 14- bis 29-Jährigen waren bereits von Hautunreinheiten betroffen, rund ein Drittel davon stärker ausgeprägt. Jeder fünfte Jugendliche hatte zudem schon mit Akne zu kämpfen.

Die Behandlung richtet sich nach Alter, Ursache und Schweregrad der Akne. Während leichte Formen oft von selbst abheilen, sollten mittlere bis schwere Verläufe sowie spezielle Akneformen dermatologisch behandelt werden.

Wir haben Dir eine Übersicht der wichtigsten Akneformen zusammengestellt.

Pubertätsakne (Acne vulgaris / gewöhnliche Akne)

Die Pubertätsakne, auch Acne vulgaris oder gewöhnliche Akne genannt, ist die häufigste Akneform. Sie entsteht durch hormonelle Veränderungen während der Pubertät und betrifft vor allem Gesicht, Schultern, Brust und Rücken.

Etwa 70 bis 80 % aller Jugendlichen entwickeln typische Akne-Hautveränderungen. Die Hochphase liegt meist zwischen dem 12. und 24. Lebensjahr. In vielen Fällen bildet sich die Akne nach der Pubertät wieder zurück.

Typische Symptome sind Mitesser, Papeln, Pusteln und gelegentlich entzündliche Knoten. Die Erkrankung lässt sich meist gut behandeln – insbesondere bei frühzeitiger Therapie.

Acne comedonica (Mitesser-Akne)

Acne comedonica ist eine nicht entzündliche Form der Akne und tritt häufig als milde Variante der Acne vulgaris auf. Betroffen sind vor allem Stirn, Nase und Wangen.

Charakteristisch sind Mitesser (Komedonen) und nur wenige entzündliche Hautveränderungen. Tiefere Entzündungen treten kaum auf.

In den meisten Fällen heilt die Acne comedonica nach der Pubertät folgenlos ab. Das Risiko für Narbenbildung ist gering.

Acne papulo-pustulosa (entzündliche Akne)

Die Acne papulo-pustulosa ist eine mäßig starke bis schwere entzündliche Akneform. Sie tritt überwiegend im Gesicht auf – besonders an Stirn, Nase und Wangen.

Typisch sind Mitesser, entzündliche Papeln und eitrige Pusteln. Im Gegensatz zur Acne comedonica sind die Entzündungen deutlich ausgeprägter.

Bleibt die Erkrankung unbehandelt, kann es zu Narbenbildung kommen.

Acne tarda (Erwachsenenakne / Spätakne)

Acne tarda, auch Erwachsenenakne oder Spätakne genannt, tritt meist ab dem 25. Lebensjahr auf und betrifft überwiegend Frauen.

Die Pickel zeigen sich häufig am Kinn, entlang der Kieferlinie sowie am Hals oder oberen Rücken. Ursache sind oft hormonelle Veränderungen – etwa durch das Absetzen der Pille, Schwangerschaft, Menstruationszyklus oder Wechseljahre.

Auch Stress kann Erwachsenenakne begünstigen.

Mit einer individuell abgestimmten Behandlung lässt sich Acne tarda meist gut kontrollieren.

Acne inversa

Acne inversa, auch als Hidradenitis suppurativa bekannt, betrifft vor allem Achselhöhlen, Leistenregion und Gesäßfalte.

Typisch sind schmerzhafte entzündliche Knoten, Abszesse und Fistelgänge. Die Erkrankung verläuft chronisch und kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen.

Die genaue Ursache ist noch nicht vollständig geklärt. Vermutet wird eine fehlgesteuerte Immunreaktion.

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Schwere Akneformen

  • Acne conglobata: Die schwerste klassische Akneform mit großen entzündlichen Knoten, Abszessen und teils Fistelbildung. Häufig bleiben ausgeprägte Narben zurück.
  • Acne fulminans: Eine seltene, sehr schwere entzündliche Akneform mit zusätzlichen Symptomen wie Fieber, Gelenkschmerzen und Entzündungswerten im Blut. Sie gilt als dermatologischer Notfall und muss schnell behandelt werden.

Sonderformen der Akne

  • Exogene Akne: Wird durch äußere Faktoren wie Medikamente, Kosmetika, mechanische Reize oder Umweltfaktoren ausgelöst.
  • Acne excoriée: Entsteht durch ständiges Drücken oder Kratzen an Pickeln und Mitessern. Dadurch können Entzündungen und Narben entstehen.
  • Mallorca-Akne: Hautreaktion nach UV-Strahlung, meist an sonnenexponierten Stellen wie Schultern, Dekolleté oder Rücken.
  • Acne cosmetica: Wird durch komedogene Kosmetikprodukte ausgelöst, die Poren verstopfen.
  • Medikamenten-Akne: Kann durch Kortison, Lithium, Anabolika oder bestimmte Vitamine entstehen.
  • Acne venenata: Kontaktakne durch Schadstoffe oder Chemikalien wie Öle, Teer oder chlorhaltige Stoffe.

Behandlung der Akne

Akne kann sehr unterschiedlich ausgeprägt sein und erfordert je nach Form eine individuelle Behandlung.

Bei der medikamentösen Aknetherapie kommen unterschiedliche Wirkstoffe zum Einsatz – beispielsweise Azelainsäure, Benzoylperoxid, Antibiotika oder hormonelle Therapien.

In schweren Fällen kann Isotretinoin eingesetzt werden. Diese Therapie darf jedoch nur unter engmaschiger dermatologischer Kontrolle erfolgen.

Unterstützend helfen:

  • milde, pH-neutrale Hautpflege
  • nicht-komedogene Pflegeprodukte
  • chemische Peelings
  • Mikrodermabrasion
  • Lichttherapie
  • professionelle Ausreinigungen

Wichtig bleibt eine konsequente, aber schonende Hautpflege – und Pickel nicht auszudrücken.

Digitale Akne-Behandlung

Per App kannst Du eine dermatologische Einschätzung und Behandlung unkompliziert von zu Hause aus erhalten. Die Kommunikation erfolgt asynchron – also ohne direkten Live-Termin mit einer Hautärztin oder einem Hautarzt.

Für die Einschätzung reichen in der Regel drei aussagekräftige Fotos sowie ein kurzer Fragebogen zu Beschwerden, Medikamenten, Vorerkrankungen und möglichen Auslösern.

Auf Basis dieser Informationen erhältst Du meist innerhalb von 24 Stunden eine fachärztliche Rückmeldung inklusive Therapieempfehlung und – falls medizinisch notwendig – einem Rezept.

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Quellen

  1. Altmeyer, P. (2026) | Akne
  2. Gelbe Liste (2018) | Akne
  3. Universitätsspital Zürich (2025) | Krankheiten & Therapien: Akne
  4. AOK-Bundesverband (2024) | AOK-Umfrage zu Hautunreinheiten

Inhalt

Verfasst von
Medizinische Fachredaktion
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