
Akne, Hormone und Ernährung
Vielen Mädchen und jungen Frauen wird die Pille zur Behandlung von Akne verschrieben. Doch warum ist das so und was hat das hormonelle Verhütungsmittel mit Akne zutun? Außerdem...
Author: Gina Wintrich
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25+ Erfahrene Dermatologen

Von lästigen Mitessern über Pickel bis hin zu schweren Verlaufsformen – Akne zeigt sich in unterschiedlichen Ausprägungen und kennt keine Altersgrenze. Selbst nach der Pubertät können Hautunreinheiten auftreten, häufig hormonbedingt. Für eine wirksame Behandlung ist die korrekte Einordnung der jeweiligen Akneform entscheidend. Eine genaue Diagnose hilft dabei, die passende Therapie zu wählen und Hautveränderungen besser zu verstehen.
Akne entsteht durch ein Zusammenspiel aus hormonellen Veränderungen, genetischer Veranlagung, Erkrankungen und äußeren Einflüssen. Sie kann in jedem Lebensalter auftreten – besonders häufig jedoch während der Pubertät und im Erwachsenenalter.
Akne zählt zu den häufigsten Hauterkrankungen weltweit: Etwa 96 % der 14- bis 29-Jährigen waren bereits von Hautunreinheiten betroffen, rund ein Drittel davon stärker ausgeprägt. Jeder fünfte Jugendliche hatte zudem schon mit Akne zu kämpfen.
Die Behandlung richtet sich nach Alter, Ursache und Schweregrad der Akne. Während leichte Formen oft von selbst abheilen, sollten mittlere bis schwere Verläufe sowie spezielle Akneformen dermatologisch behandelt werden.
Wir haben Dir eine Übersicht der wichtigsten Akneformen zusammengestellt.
Die Pubertätsakne, auch Acne vulgaris oder gewöhnliche Akne genannt, ist die häufigste Akneform. Sie entsteht durch hormonelle Veränderungen während der Pubertät und betrifft vor allem Gesicht, Schultern, Brust und Rücken.
Etwa 70 bis 80 % aller Jugendlichen entwickeln typische Akne-Hautveränderungen. Die Hochphase liegt meist zwischen dem 12. und 24. Lebensjahr. In vielen Fällen bildet sich die Akne nach der Pubertät wieder zurück.
Typische Symptome sind Mitesser, Papeln, Pusteln und gelegentlich entzündliche Knoten. Die Erkrankung lässt sich meist gut behandeln – insbesondere bei frühzeitiger Therapie.
Acne comedonica ist eine nicht entzündliche Form der Akne und tritt häufig als milde Variante der Acne vulgaris auf. Betroffen sind vor allem Stirn, Nase und Wangen.
Charakteristisch sind Mitesser (Komedonen) und nur wenige entzündliche Hautveränderungen. Tiefere Entzündungen treten kaum auf.
In den meisten Fällen heilt die Acne comedonica nach der Pubertät folgenlos ab. Das Risiko für Narbenbildung ist gering.
Die Acne papulo-pustulosa ist eine mäßig starke bis schwere entzündliche Akneform. Sie tritt überwiegend im Gesicht auf – besonders an Stirn, Nase und Wangen.
Typisch sind Mitesser, entzündliche Papeln und eitrige Pusteln. Im Gegensatz zur Acne comedonica sind die Entzündungen deutlich ausgeprägter.
Bleibt die Erkrankung unbehandelt, kann es zu Narbenbildung kommen.
Acne tarda, auch Erwachsenenakne oder Spätakne genannt, tritt meist ab dem 25. Lebensjahr auf und betrifft überwiegend Frauen.
Die Pickel zeigen sich häufig am Kinn, entlang der Kieferlinie sowie am Hals oder oberen Rücken. Ursache sind oft hormonelle Veränderungen – etwa durch das Absetzen der Pille, Schwangerschaft, Menstruationszyklus oder Wechseljahre.
Auch Stress kann Erwachsenenakne begünstigen.
Mit einer individuell abgestimmten Behandlung lässt sich Acne tarda meist gut kontrollieren.
Acne inversa, auch als Hidradenitis suppurativa bekannt, betrifft vor allem Achselhöhlen, Leistenregion und Gesäßfalte.
Typisch sind schmerzhafte entzündliche Knoten, Abszesse und Fistelgänge. Die Erkrankung verläuft chronisch und kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen.
Die genaue Ursache ist noch nicht vollständig geklärt. Vermutet wird eine fehlgesteuerte Immunreaktion.

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Akne kann sehr unterschiedlich ausgeprägt sein und erfordert je nach Form eine individuelle Behandlung.
Bei der medikamentösen Aknetherapie kommen unterschiedliche Wirkstoffe zum Einsatz – beispielsweise Azelainsäure, Benzoylperoxid, Antibiotika oder hormonelle Therapien.
In schweren Fällen kann Isotretinoin eingesetzt werden. Diese Therapie darf jedoch nur unter engmaschiger dermatologischer Kontrolle erfolgen.
Unterstützend helfen:
Wichtig bleibt eine konsequente, aber schonende Hautpflege – und Pickel nicht auszudrücken.
Per App kannst Du eine dermatologische Einschätzung und Behandlung unkompliziert von zu Hause aus erhalten. Die Kommunikation erfolgt asynchron – also ohne direkten Live-Termin mit einer Hautärztin oder einem Hautarzt.
Für die Einschätzung reichen in der Regel drei aussagekräftige Fotos sowie ein kurzer Fragebogen zu Beschwerden, Medikamenten, Vorerkrankungen und möglichen Auslösern.
Auf Basis dieser Informationen erhältst Du meist innerhalb von 24 Stunden eine fachärztliche Rückmeldung inklusive Therapieempfehlung und – falls medizinisch notwendig – einem Rezept.

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