Das Ekzem entsteht durch Feuchtigkeitsmangel. Mit der richtigen Pflege kann es gut behandelt werden. Jetzt informierenđź’¦
Author: Marie Fuchs


25+ Erfahrene Dermatologen

Trockene Haut ist mehr als nur ein kosmetisches Problem. Sie kann unangenehme Symptome wie Juckreiz und Brennen verursachen. Besonders ältere Menschen leiden häufig darunter. Typisch sind Schuppung, Reizungen und Rötungen. Im Verlauf können zusätzlich ein Spannungsgefühl und verstärkter Juckreiz auftreten.
Der Begriff Xerosis cutis leitet sich aus dem Griechischen ab und kennzeichnet medizinisch die trockene Haut. Der Ausgleich zwischen Wasserspeicherung und Feuchtigkeitsverlust über die Haut ist hierbei gestört. So ist auch die Schutzfunktion der Haut beeinträchtigt.
Die Haut spielt als größtes Organ des menschlichen Körpers eine wichtige Rolle beim Schutz vor äußeren Reizen und dient dem Körper somit als Schutzbarriere. Durch ihre unterschiedlichen Drüsen (Schweiß- und Talgdrüsen) reguliert sie sich selbst, um ihrer Schutzfunktion nachgehen zu können. Es gibt dabei unterschiedliche Faktoren, die die Haut beeinflussen und austrocknen lassen.
Äußere Faktoren:
Faktoren, die von auĂźen kommen, begĂĽnstigen eine trockene Haut:
Innere Faktoren:
Faktoren, die vom Körper selbst ausgehen, bezeichnet man als innere Faktoren. Hierzu zählen die erbliche Veranlagung mit einer geringen Talgproduktion und hormonelle Umstellungen (Pubertät, Schwangerschaft und die Wechseljahre).
Auch gewisse Krankheitsbilder sind begünstigend für eine trockene Haut. Hierzu zählen z.B. die Neurodermitis, Schuppenflechte (= Psoriasis) oder der Diabetes mellitus. Das sind nur einige Beispiele, viele weitere Erkrankungen können Einfluss auf die Haut nehmen und zu einer Austrocknung führen.
Am häufigsten betroffen von der Xerosis cutis sind ältere Menschen, da physiologisch die Talg- bzw. Schweißproduktion im Alter abnimmt und die Haut sich selbst weniger rückfetten kann. Außerdem verliert die oberste Hautschicht (= Epidermis), ihre Fähigkeit Feuchtigkeit zu binden.

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Extrem trockene Haut zeigt sich klinisch durch eine deutlich verminderte Hydratation mit rauer Hautoberfläche und meist ausgeprägter Schuppung. Häufig besteht ein Spannungsgefühl. Die Haut zeigt ein raues und schuppiges Erscheinungsbild. Die Elastizität ist vermindert.
Die gestörte Hautbarriere führt zu einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber äußeren Faktoren wie Temperaturschwankungen, UV-Strahlung, Allergenen oder irritativen Substanzen (z. B. Reinigungsmittel). Dadurch steigt das Risiko für Irritationen, Ekzeme und sekundäre Hautinfektionen.
Wichtig für einen guten Hautzustand ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von etwa 1,5–2 Litern pro Tag sowie eine ausgewogene Ernährung. Eine stark salzreiche Ernährung kann die Flüssigkeitsbalance des Körpers ungünstig beeinflussen.
Zur Hautreinigung sollten pH-hautneutrale (pH ca. 5,5) Waschlotionen verwendet werden. Diese reinigen die Haut, ohne den natürlichen Säureschutzmantel übermäßig zu beeinträchtigen.
Nach dem Duschen ist die Haut weiterhin von einem dünnen Lipidfilm bedeckt, der nicht durch starkes Trockenreiben entfernt werden sollte. Empfehlenswert ist ein sanftes Abtupfen der Haut. Grundsätzlich sollte nicht häufiger als zwei- bis dreimal pro Woche geduscht werden. Ausgenommen davon ist die tägliche Reinigung von Händen, Füßen, Achseln und Intimbereich.
Für die Hautpflege eignen sich rückfettende und feuchtigkeitsbindende Cremes oder Salben. Bei stark gereizter oder fissurierter Haut sollte nach dermatologischer Rücksprache eine individuell angepasste Therapie erfolgen. Häufig werden dabei Präparate mit Harnstoff eingesetzt, da dieser die Wasserbindung in der Hornschicht verbessert. Bei entzündlichen Veränderungen können zusätzlich kortikosteroidhaltige Wirkstoffe notwendig sein.
Längere Aufenthalte in der Sonne sowie der Besuch von Solarien sollten vermieden werden. Es wird die Anwendung eines Sonnenschutzmittels mit ausreichendem Lichtschutzfaktor empfohlen.
Xerosis cutis verursacht neben Juckreiz und Brennen in der Regel keine schwerwiegenden Beschwerden. Komplikationen sind selten, können jedoch auftreten, wenn durch Kratzen verursachte Mikroverletzungen als Eintrittspforten für bakterielle Infektionen dienen.
Wende Dich bei Unsicherheiten oder wenn die Beschwerden stärker werden gerne an unsere Hautfachärzt:innen per App. Innerhalb von 24 Stunden erhältst Du eine ärztliche Einschätzung sowie eine Therapieempfehlung – einfach Fotos der betroffenen Hautstelle hochladen und einen Fragebogen beantworten.

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