
Akne, Hormone und Ernährung
Vielen Mädchen und jungen Frauen wird die Pille zur Behandlung von Akne verschrieben. Doch warum ist das so und was hat das hormonelle Verhütungsmittel mit Akne zutun? Außerdem...
Author: Gina Wintrich
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25+ Erfahrene Dermatologen

Hautveränderungen in der Schwangerschaft sind sehr häufig und betreffen viele Frauen. Während sich einige über einen sogenannten Schwangerschafts-Glow freuen, kommt es bei anderen zu Hautproblemen wie trockener Haut, Unreinheiten oder Irritationen.
Auch weitere Hautveränderungen wie eine verstärkte Pigmentierung, Schwangerschaftsstreifen oder Gefäßveränderungen gehören in dieser Zeit dazu.
Wir zeigen Dir typische Hautveränderungen in der Schwangerschaft und erklären Dir, wann man genauer hinschauen sollte.
In der Schwangerschaft verändern sich viele Prozesse im Körper. Die Hauptursache für Hautveränderungen sind die hormonellen Umstellungen, insbesondere durch Östrogen und Progesteron.
Diese Hormone beeinflussen die Talgproduktion, die Durchblutung sowie den Feuchtigkeitshaushalt der Haut deutlich. Zusätzlich spielen auch Wassereinlagerungen und allgemeine Stoffwechselveränderungen eine Rolle.
Durch die verstärkte Durchblutung und vermehrte Wassereinlagerungen wirkt die Haut bei vielen Schwangeren glatter, praller und insgesamt frischer. Dieser Effekt ist auch unter dem sogenannten „Schwangerschafts-Glow“ bekannt.
Gleichzeitig kann die hormonell gesteigerte Talgproduktion auch zu Hautveränderungen führen, zum Beispiel zu fettiger Haut, Unreinheiten oder Mitessern.
Die wohl häufigste Hautveränderung in der Schwangerschaft sind Schwangerschaftsstreifen (Striae gravidarum). Sie entstehen, wenn sich die Haut durch das Wachstum des Kindes innerhalb kurzer Zeit stark dehnt. Dabei kann das Bindegewebe überlastet werden, sodass feine Risse in den tieferen Hautschichten entstehen, die später als Streifen sichtbar werden.
Durch das Heranwachsen des Kindes treten Schwangerschaftsstreifen vor allem am Bauch, aber auch an Brust und Po auf. Anfangs erscheinen diese als rötlich bis violette Linien, die mit der Zeit heller werden. Medizinisch sind sie unbedenklich, auch wenn sie kosmetisch als störend empfunden werden können. In einigen Fällen bleiben feine, narbenartige Linien zurück.
In der Schwangerschaft kommt es in vielen Fällen zu einer verstärkten Pigmentbildung der Haut. Diese Hyperpigmentierung entsteht durch eine erhöhte Melaninproduktion, meist im letzten Schwangerschaftsdrittel.
Typische Stellen, an denen Pigmentstörungen auftreten, sind Brustwarzen, Achseln, Intimbereich oder die Bauchmitte. Auch die senkrechte Linie am Bauch (Linea nigra) kann sich deutlich dunkler färben. Besonders von den Pigmentstörungen betroffen sind Frauen mit dunklerem Hauttyp.
Pigmentflecken, die im Gesicht, durch Sonneneinstrahlung entstehen, werden als Schwangerschaftsmaske oder Mutterflecken (Melasma) bezeichnet.
Ein konsequenter Sonnenschutz kann hier helfen, die Ausprägung zu reduzieren.
Pigmentveränderungen während der Schwangerschaft sind eine normale Erscheinung. Auch wenn dunkle Flecken aus kosmetischen Gründen als störend empfunden werden können, bieten sie aus medizinischer Sicht keinen Grund zur Sorge. In der Regel bilden sich Pigmentflecken ganz oder zumindest größtenteils zurück.
Viele Frauen haben während der Schwangerschaft mit Krampfadern oder Besenreisern zu kämpfen. Häufig wird eine bereits bestehende Neigung zur Venenschwäche erst in der Schwangerschaft erkannt.
Durch die hormonellen Veränderungen und den zunehmenden Druck im Bauchraum werden die Venen stärker belastet. Es kann sich eine Venenschwäche entwickeln, bei der die Venenklappen nicht mehr optimal schließen. Dadurch entsteht ein Blutstau, der sich als kleine rot-bläuliche Verfärbungen unter der Haut zeigt – die sogenannten Besenreiser.
In den meisten Fällen handelt es sich hier lediglich um ein kosmetisches Problem und die Adern bilden sich nach der Schwangerschaft von selbst zurück. Dennoch sollten Besenreiser beobachtet werden, da sich in seltenen Fällen ernstere Erkrankungen wie Thrombosen oder Durchblutungsstörungen entwickeln können. Treten zusätzlich Beschwerden wie Schmerzen, ein starkes Spannungsgefühl in den Beinen oder Kreislaufprobleme auf, sollte unbedingt eine ärztliche Abklärung erfolgen. Meist wird dann im nächsten Schritt eine sonographische Untersuhung vor Ort empfohlen.
Juckreiz in der Schwangerschaft ist ein weit verbreitetes Symptom und kann sowohl harmlose als auch behandlungsbedürftige Ursachen haben. In vielen Fällen entsteht er durch hormonelle Veränderungen oder trockene Haut, die in der Schwangerschaft häufiger auftritt.
Ein hormonell bedingter Juckreiz ist bei vielen Schwangeren zu beobachten und in der Regel ungefährlich. Dennoch kann er sehr unangenehm sein und die Haut zusätzlich reizen.
In manchen Fällen steckt jedoch eine ernstere Ursache dahinter, zum Beispiel ein Gallenstau (intrahepatische Schwangerschaftscholestase). Typisch ist ein starker Juckreiz, der meistens an den Handflächen und Fußsohlen beginnt und sich im Verlauf über den gesamten Körper ausbreiten kann.
Bei Juckreiz kann eine dermatologische Abklärung über die dermanostic-App erfolgen. Die Hautveränderung wird anhand von Fotos und einem kurzen Fragebogen ärztlich eingeschätzt. Innerhalb von 24 Stunden erhältst Du eine Handlungsempfehlung und, falls erforderlich, ein Rezept.

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Eine Hauterkrankung, die bei vielen Frauen in der Schwangerschaft auftritt, ist die atopische Schwangerschaftsdermatose. Besonders häufig betroffen sind Frauen in der ersten Schwangerschaft oder bei Mehrlingsschwangerschaften.
Typisch sind rote Flecken auf der Haut, die mit starkem Juckreiz verbunden sind. Der Ausschlag tritt meist zunächst am Bauch auf, kann sich aber auch auf Arme und Beine ausbreiten. Auch wenn die Beschwerden unangenehm sein können, besteht keine Gefahr für das ungeborene Kind.
Solltest Du Dich mit diesen Symptomen unwohl fühlen, kannst Du Dich jederzeit an unsere Hautfachärzt:innen per App wenden. Mit drei Fotos und einem Fragebogen erhältst Du innerhalb von 24 Stunden eine Rückmeldung mit Diagnose und Therapieempfehlung.
Etwa eine von 300 Frauen ist von einer polymorphen Schwangerschaftsdermatose betroffen. Dabei entstehen stark juckende Punkte und Knötchen, vor allem an den Streckseiten von Armen und Beinen.
Der Juckreiz kann sehr störend sein, ist jedoch ungefährlich. Mit dem Ende der Schwangerschaft verschwindet er in der Regel vollständig.

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Bis zu etwa 1 % der schwangeren Frauen in Mitteleuropa entwickeln einen Gallenstau (intrahepatische Schwangerschaftscholestase). Dabei kommt es zu einer Störung des Gallenflusses innerhalb der Leber, sodass die Gallenflüssigkeit nicht mehr richtig abtransportiert wird und sich staut.
Typisch für eine intrahepatische Schwangerschaftscholestase (Gallenstau in der Schwangerschaft) ist vor allem ein sehr ausgeprägter Juckreiz – oft ohne sichtbaren Hautausschlag.
Der Juckreiz beginnt häufig an den Handflächen und Fußsohlen und kann sich dann über den ganzen Körper ausbreiten. Besonders unangenehm ist, dass er oft nachts stärker wird und den Schlaf deutlich stören kann.
In manchen Fällen kommen weitere Symptome wie dunkler Urin, heller Stuhl oder ein allgemeines Druck- oder Unwohlsein im rechten Oberbauch hinzu.
Wichtig ist: Wenn in der Schwangerschaft starker, anhaltender Juckreiz auftritt – besonders ohne Hautveränderungen – sollte das unbedingt ärztlich abgeklärt werden.
Am stärksten verändert sich in dieser Zeit der Hormonspiegel der Frau. Der weibliche Körper bildet deutlich mehr Östrogen als zuvor, was zu weiteren körperlichen Veränderungen führt. Dazu zählen zum Beispiel auch ein verstärktes Haarwachstum, Haarverlust oder eine Verschlechterung oder Verbesserung des Hautbildes.
Die meisten dieser Veränderungen sind harmlos, es ist völlig normal, dass sich der Körper während einer Schwangerschaft verändert. In den meisten Fällen bilden sich alle genannten Veränderungen nach der Schwangerschaft wieder zurück und der Körper geht wieder in den Normalzustand über.
Da sich die Hautbedürfnisse während der Schwangerschaft ändern können, ist eine Anpassung der Pflegeroutine oft sinnvoll.
Bei sehr trockener Haut sollte auf häufiges oder langes Baden verzichtet werden, da dies die Haut zusätzlich austrocknen kann. Stattdessen können feuchtigkeitsbindende Körperlotionen helfen, den Feuchtigkeitsverlust auszugleichen und die Hautbarriere zu unterstützen.
Zu heißes Wasser sollte ebenfalls vermieden werden, da es sowohl die Haut als auch den Kreislauf belasten kann.
Besonders in den Sommermonaten ist ein ausreichender UV-Schutz wichtig, da die Haut während der Schwangerschaft oft empfindlicher auf Sonnenstrahlung reagiert.
Wenn Du unsicher bist, welche Pflegeprodukte für Deine Haut geeignet sind, kannst Du Dich jederzeit in der Apotheke, bei einer Hebamme oder über unsere Online-Hautarztpraxis beraten lassen.

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