
Das Mikrobiom der Haut bei Kindern
Das Mikrobiom bezeichnet die Gesamtheit aller Mikroorganismen auf und im menschlichen Körper. Was passiert wenn das Hautmikrobiom bzw. die Hautflora nicht im Gleichgewicht ist?...
Author: Dr. Alice Martin
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Wenn Kinder sich ständig an den Füßen kratzen, steckt nicht immer trockene Haut dahinter. Fußpilz wird oft als Erwachsenenproblem wahrgenommen – tatsächlich können aber auch Kinder betroffen sein.
Er gehört zu den häufigsten Hautinfektionen im Kindesalter, wird jedoch oft erst spät erkannt. Typisch sind Juckreiz, Rötungen und schuppige Haut zwischen den Zehen. Auch weißlich aufgeweichte Haut kann ein Hinweis sein.
In diesem Artikel erfährst Du, woran Du Fußpilz bei Kindern erkennst, wie er entsteht und wie Du ihn schnell und wirksam behandeln kannst.
Typische Anzeichen von Fußpilz (Tinea pedis) bei Kindern sind:
Bei Kindern zeigt sich Fußpilz oft weniger deutlich als bei Erwachsenen. Deshalb ist es wichtig, auch auf kleine Anzeichen zu achten. Manchmal wirkt die Haut lediglich trocken, ohne dass sofort eine Rötung auffällt.
Deshalb solltest Du genau hinschauen, wenn Dein Kind Hautveränderungen an den Füßen hat oder es wiederholt über juckende Füße klagt.
Fußpilz wird durch Fadenpilze (Dermatophyten) verursacht, die sich auf feuchter Haut besonders gut vermehren.
Kinder haben ein erhöhtes Risiko, da sie häufig barfuß unterwegs sind und regelmäßig Gemeinschaftsbereiche wie Schwimmbäder, Turnhallen oder Umkleiden nutzen. Dort finden Pilze ideale Bedingungen, insbesondere bei warmem, feuchtem Klima.
Auch das Tragen von schwitzigen Socken, engem Schuhwerk oder Gummistiefeln begünstigt die Entstehung von Fußpilz, da Feuchtigkeit und Wärme nicht entweichen können.
Zusätzlich kann eine Ansteckung über gemeinsam genutzte Gegenstände wie Handtücher, Badeschuhe oder Teppiche erfolgen, da sich Pilzsporen darüber leicht übertragen.
Ein geschwächtes Immunsystem macht Kinder besonders anfällig, und auch Hautverletzungen oder trockene, rissige Stellen erleichtern den Pilzen das Eindringen.
Nachdem der Hautarzt oder die Hautärztin den Fußpilz diagnostiziert hat, wird in der Regel mit antimykotischen Mitteln behandelt, also Medikamenten, die die Pilze gezielt bekämpfen und verhindern, dass sich der Pilz weiter ausbreitet. Meist werden Cremes oder Salben direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen – ein- bis zweimal täglich über 2–4 Wochen.
Bei starkem Schwitzen oder schwer erreichbaren Stellen können zusätzlich Sprays oder Lösungen sinnvoll sein, die das Auftragen erleichtern.
Antimykotische Mittel sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich, aber nicht alle Produkte sind für Kinder geeignet. Gerade bei jüngeren Kindern solltest Du daher immer die Packungsbeilage beachten und im Zweifel Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt halten oder Dich in der Apotheke beraten lassen.
Dazu kontaktiere alternativ unsere Hautfachärzt:innen per App. Innerhalb von 24 Stunden erhältst Du eine Therapieempfehlung und ein Rezept. So kannst Du direkt die Therapie starten – ohne langen Praxisbesuch und Wartezeiten.

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Wichtig ist, dass Dein Kind die betroffenen Stellen nicht kratzt, da dadurch wunde Hautpartien oder Entzündungen entstehen können.
Auch wenn die Symptome schnell abklingen, ist es wichtig, die Therapie konsequent zu Ende zu führen, damit der Fußpilz nicht zurückkommt.
Begleitend können Hausmittel zur Unterstützung angewendet werden, sie sind jedoch kein Ersatz für eine Therapie. Ein warmes Fußbad mit Kamille kann die Haut beruhigen und Juckreiz lindern. Teebaumöl wird eine antimykotische Wirkung zugeschrieben, sollte bei Kindern jedoch nur stark verdünnt eingesetzt werden, da es die Haut reizen kann. Auch ein Fußbad mit Wasser und einem Schuss Essig kann das Hautmilieu für Pilze weniger attraktiv machen.
Die Haut von Kindern ist empfindlicher und damit es nicht zu allergischen Reaktionen kommt, sollten Hausmittel vorsichtig eingesetzt werden. Daher ist es sinnvoll, sie zunächst an einer kleinen Hautstelle zu testen, um mögliche Reizungen zu vermeiden.
Vor allem der Juckreiz an den Füßen kann für Dein Kind sehr unangenehm sein. Häufig kratzt es dann reflexartig, was eine Infektion verschlimmern kann. Gegen den Juckreiz können beruhigende Cremes helfen. Auch das Kühlen der Füße mit einem kalten, feuchten Tuch kann Linderung verschaffen.

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Um das Risiko von Fußpilz zu reduzieren, ist es wichtig, warme und feuchte Umgebungen an den Füßen zu vermeiden und den Kontakt mit Pilzerregern so gering wie möglich zu halten.

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