Plattenepithelkarzinom (Heller Hautkrebs)

Auch bekannt als: Carcinoma spinocellulare, Cutaneous Squamous Cell, Carcinoma, Epithelioma spinocellulare, weißer Hautkrebs

ICD-Code: C44.-

Das Plattenepithelkarzinom gehört zu den hellen Hauttumoren und ist nach dem Basaliom der zweithäufigste Hauttumor (22-35/100.000 Einwohner/Jahr). Er tritt meistens bei älteren Patient*innen auf und entsteht vor allem durch zu viel UV-Strahlung.

Wir erklären Dir im Artikel alles zu Entstehung, Ursache und Behandlung des Epithelkarzinoms. In unserer digitalen Hautarztpraxis bei dermanostic behandeln unsere Hautärzt*innen täglich viele Patient*innen mit einem Plattenepithelkarzinom per App.

5 Fakten über das Plattenepithelzellkarzinom

  • Ist die zweithäufigste Art von Hauttumoren
  • Hauptursache für die Entstehung ist zu viel schädigende UV-Strahlung (durch Sonne)
  • Die Vorstufe des Plattenepithelkarzinoms heißt aktinische Keratose
  • Kann sich in seltenen Fällen im gesamten Körper ausbreiten (metastasieren)
  • Zu 80% ist die Kopfhaut oder das Gesicht betroffen

Definition

Was ist ein Plattenepithelkarzinom?

Das Plattenepithelkarzinom entwickelt sich häufig aus einer Art Hautkrebsvorstufe, der sogenannten aktinischen Keratose. Dabei handelt es sich um eine dauerhafte Schädigung der Oberhaut, verursacht durch Sonneneinstrahlung. Das Plattenepithelkarzinom kann, wenn nicht frühzeitig entdeckt und behandelt, in die umgebenden Gewebeschichten hineinwachsen und diese zerstören. Zudem kann es Tochtergeschwüre (Metastasen) in den Lymphknoten oder anderen Organen bilden. Diese Metastasierung ist jedoch insgesamt eher selten.

Ursache

Was ist die Ursache eines Plattenepithelkarzinoms?

Die Hauptursache für ein Plattenepithelkarzinom ist die (UV-)Strahlung des natürlichen Sonnenlichts. Die meisten aller Plattenepithelkarzinome treten im Gesicht auf (an sonnenexponierten Körperstellen), auch die Lippen können betroffen sein. Menschen, die aufgrund von Erkrankungen oder durch bestimmte Medikamente ein geschwächtes Immunsystem aufweisen, haben ein erhöhtes Risiko, an hellem Hautkrebs zu erkranken. Ebenso können große Narben, zum Beispiel nach Strahlentherapien oder nach schweren chronischen Entzündungen, gehäuft Plattenepithelkarzinome entstehen.  Eine besondere Risikogruppe stellen Betroffene der Hautkrankheit Xeroderma pigmentosum (Mondscheinkrankheit) dar. Diese Patient*innen haben, aufgrund eines genetischen Defekts, eine erhöhte Sonnenempfindlichkeit der Haut.

Ganz gleich welcher Ursache - bei dermanostic - der online Hautarztpraxis erhältst Du innerhalb von 24 Stunden die Diagnose des Plattenepithelkarzinoms und eine von Hautfachärzt*innen für Dich herausgesuchte Therapie.

Symptome

Welche sieht ein Plattenepithelkarzinom aus?

Illustration die zeigt wie tief unterschiedliche Krankheiten in die Hautschichten eindringen. Das Plattenzellkarzinom bleibt an der Oberfläche während Spinaliom, Basaliom und Melanom immer weiter in die Tiefe vordringen.

Das Plattenepithelkarzinom entsteht meist aus einer aktinischen Keratose, einer sogenannten Hautkrebsvorstufe. Meist handelt es sich bei diesen um gerötete raue Flecken mit Schuppungen, die nicht abheilen. Die Plattenepithelkarzinome dagegen erscheinen als tastbare Knoten, die eine Schuppenauflagerung besitzen oder wie ein Geschwür aufbrechen können. Die Tumore werden nach ihrer Größe und Ausdehnung in verschiedene Stadien eingeteilt, die anhand von Symptomen allerdings nicht immer einfach zu unterscheiden sind. Daher ist eine Gewebeprobeentnahme entscheidend.

Wo kann ein Plattenepithelkarzinom auftreten?

  • Kopf (etwa 80%): Kopfhaut (insbesondere bei Personen mit wenig/ keiner Behaarung), Lippe, Ohr, Stirn
  • Hände und Unterarme
  • Mundschleimhaut
  • Penis, Vulva

Wende Dich gerne an unsere Hautärzt*innen in unserer dermanostic App, falls Du an einem der oben genannten Symptome leidest, hier erhältst Du einen individuellen Pflegeplan mit Empfehlungen für Deine Haut.

Komplikationen

Ist ein Plattenepithelkarzinom gefährlich?

Wenn Plattenepithelkarzinome unentdeckt bleiben oder nicht behandelt werden, wachsen sie immer weiter in das umgebende Gewebe hinein und zerstören es. In seltenen Fällen können dann sogenannte Tochtergeschwülste (Metastasen) entstehen, die sich im Körper verteilen und somit die Krebserkrankung ausbreiten.

Generell gilt: Je früher das Plattenepithelkarzinom entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Therapie

Wie kann ein Plattenepithelkarzinom behandelt werden?

Für die Behandlung der aktinischen Keratose stehen verschiedene nicht-operative Behandlungsmethoden zu Verfügung. Die Behandlung kann mit verschiedenen äußerlichen Anwendungen (z.B. Creme oder Salbe) erfolgen. Weitere Therapiemöglichkeiten stellen die Lasertherapie oder photodynamische Therapie dar. Bei der photodynamischen Therapie wird die betroffene Hautstelle mit einer Creme vorbehandelt und anschließend mit einer speziellen Lichtquelle bestrahlt, wodurch die Läsionen zerstört werden.

Bei dem Plattenepithelkarzinom stellt die chirurgische Entfernung die Therapie der Wahl dar. Die Strahlentherapie ist bei sehr alten Patient*innen eine gute Alternative zur operativen Therapie. Hat das Plattenepithelkarzinom dagegen bereits Tochtergeschwüre in Lymphknoten oder Organen gestreut, so kann eine Chemotherapie notwendig werden. Eine regelmäßige Nachsorgeuntersuchung über fünf Jahre nach Erstbehandlung wird empfohlen. Zudem sollte die Haut wirksam vor UV-Licht geschützt werden.

Bei einer Hautveränderung kannst Du uns bei dermanostic - Hautarzt per App - jederzeit kontaktieren! Wir stellen innerhalb 24 Stunden eine Diagnose!

Marie Fuchs

Verfasst von Marie Fuchs

Marie Fuchs ist Ärztin in Weiterbildung und verantwortlich für die fachliche Redaktion bei dermanostic. Sie ist die Leiterin des Patientensupports (öffentliche Patientenkommunikation) und schreibt medizinische Artikel.

Literatur und Einzelnachweise

  1. Krebsliga:
    Hautkrebs / Heller Hautkrebs (September 2021) | Abgerufen am 10. März 2022 von www.krebsliga.ch
  2. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.:
    Aktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut (April 2020) | Abgerufen am 10. März 2022 von www.awmf.org
  3. Deutsches Ärzteblatt:
    Aktinische Keratose und kutanes Plattenepithelkarzinom (2019) | Abgerufen am 10. März 2022 von www.aerzteblatt.de