Nävus (Muttermal)

Auch bekannt als: Melanozytennaevus; Mal; Hamartom der Haut; Muttermal
ICD-Code: D22.L
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Ein Nävus ist ein gutartiges Muttermal, welches im Alltag auch als “Leberfleck” bezeichnet wird. Leberflecken sind meistens ungefährlich, können jedoch auch schwarzen Hautkrebs (ein malignes Melanom) verursachen. In unserer digitalen Hautarztpraxis bei dermanostic behandeln unsere Hautärzt*innen täglich viele Patient*innen mit einem Nävus per App.

5 Fakten ĂĽber Muttermale

  • Die braune Farbe entsteht durch den Farbstoff Melanin
  • Sind an sich nicht gefährlich, können sich aber zu bösartigem Hautkrebs entwickeln
  • Die ABCDE-Regel dient der Beurteilung, ob Muttermale gefährlich sein könnten
  • Viele Muttermale sind nicht von Geburt an da, sondern entwickeln sich erst im Laufe des Lebens
  • Harmlose Muttermale mĂĽssen nicht therapiert werden

Definition

Was ist ein Nävus (Muttermal)?

Bei einem Nävus handelt es sich um ein gutartiges Muttermal, welches im Volksmund auch „Leberfleck“ genannt wird. Muttermale bestehen aus einer scharf abgegrenzten Ansammlung von Nävizellen, auch Melanozyten genannt. Das sind die Zellen, die den Farbstoff Melanin bilden, der für die Bräunung der Haut verantwortlich ist und damit zu den pigmentbildenden Zellen zählen.

Nävi entwickeln sich meist nach der Geburt und sind in der Regel unbedenklich, können aber auch entarten und schwarzen Hautkrebs (Malignes Melanom) verursachen. Falls auch Du einen unklaren Hautbefund hast, kannst Du Dich gern an unsere Hautfachärzt*innen aus der digitalen Hautarztpraxis dermanostic per App wenden. Unser Team aus Expert*innen kann Dir mit einer Diagnosestellung helfen und erstellt Dir einen ausführlichen Arztbrief.

Schau Dir auch unseren Beitrag zu Muttermalen auf Instagram an.

Ursache

Wodurch entsteht ein Nävus?

Muttermale werden nicht vererbt, sondern bilden sich durch bestimmte noch nicht genau bekannte genetische Veränderungen während des Embryonalstadiums. Die wenigen Muttermale, die bereits von Geburt an vorhanden sind, sind meistens großflächig und wachsen im Laufe der Wachstumsphase im Kindesalter mit. Man bezeichnet angeborene Muttermale auch als kongenitale Nävi. Insbesondere die Sonne ist ein wichtiger Trigger für die Entwicklung und Veränderung von Muttermalen.

Solltest Du ein auffälliges Muttermal bei Dir festgestellt haben, nutze die Beratung per dermanostic App. Hier erhältst Du innerhalb von 24 Stunden eine Diagnose und einen Therapieplan von erfahrenen Hautfachärzt*innen.

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Symptome

Woran erkennt man einen harmlosen Nävus?

Es gibt unterschiedliche Arten von Muttermalen, die prinzipiell an der gesamten Haut, also auch im Bereich der Schleimhaut auftreten können. Muttermale sind in der Regel harmlos und verursachen keine Beschwerden. Allerdings können Sie durch eine ungünstige Lokalisation (z.B. im Brustbereich) stören, wenn der BH zu einer Reibung führt. Gereizte Muttermale können zu Juckreiz führen. Auch kleine Blutungen und Veränderungen sind die Folge. In dem Fall sollte über eine Entfernung des Muttermals nachgedacht werden. Viele Muttermale besitzen zentral wachsende, etwas stärker pigmentierte und dickere Haare. Das ist ein Zeichen von Gutartigkeit. Durch die vermehrte Ansammlung von den pigmentbildenden Melanozyten wird auch das Haar stärker pigmentiert. Man sollte das Haar nicht herauszupfen, sondern besser schneiden, wenn es kosmetisch stört. Durch das Zupfen des Haares, kann das Muttermal gereizt werden.

So sieht die Hauterkrankung aus: Beispielbilder: Nävus (Muttermal)

Diagnose

Wie wird die Diagnose „Nävus“ gesichert?

Die Diagnose eines Nävus ist einfach zu stellen. Er zeigt sich charakteristisch als brauner kleiner Knoten oder Fleck auf der Haut. Gutartige Muttermale sind meistens regelmäßig pigmentiert (braun bis dunkelbraun), um die 5mm groß, scharf abgrenzbar zur restlichen Haut und verursachen keine weiteren Beschwerden. Wichtig ist beim Muttermal die Abgrenzung zum schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom). Dabei greift die sogenannte ABCDE-Regel. Wenn eines dieser Begriffe auf das Muttermal zutrifft, sollte ein Hautarzt oder eine Hautärztin eine Untersuchung durchführen.

A: Asymmetrie (das Muttermal zeigt sich nicht symmetrisch)

B: Begrenzung (die Begrenzung ist nicht mehr überall gleichmäßig und scharf)

C: Colorit (es gibt mehrere Farben, meistens ungleichmäßig)

D: Durchmesser (das Muttermal misst mehr als 5mm)

E: Erhabenheit (das Muttermal wächst über das Hautniveau)

Für eine weitere Einordnung kann zusätzlich eine Untersuchung mit dem Dermatoskop erfolgen (spezielle Lupe). Dadurch schaut sich der Hautarzt / die Hautärztin die Struktur des Muttermals vergrößert an und kann bereits einen ersten Eindruck darüber erhalten, ob es sich um gefährliche Muttermale (dysplastische Naevi) oder eher um gutartige Hautveränderungen handelt.

Wichtig ist auch, dass verdächtige Muttermale beobachtet und dokumentiert werden mit einem Foto. Somit kann erkannt werden, ob es sich zum Beispiel bereits um ein atypisches Muttermal handelt, bei dem dann unter Umständen weitere Untersuchungen (z.B. Gewebeproben) erfolgen würden.

Die mögliche Entwicklung eines Muttermals zu einem Melanom (schwarzer Hautkrebs) ist anhand der optischen Veränderungen zu erkennen. In der Regel bildet sich ein ausgefranster Rand und die Färbung wird bläulich bis schwarz. Unbehandelt kann sich das Melanom durch die Bildung von Tochtergeschwüren ausbreiten. Daher ist eine regelmäßige Kontrolle wichtig, auch bereits im jungen Erwachsenenalter, um eine Entartung frühzeitig zu diagnostizieren.

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Komplikationen

Ist ein Nävus gefährlich?

Muttermale sind an sich gutartig und somit besteht kein Grund zur Sorge. Sie können sich allerdings zum bösartigen schwarzen Hautkrebs weiterentwickeln, weshalb man ein verändertes Muttermal nie unterschätzen sollte. Mithilfe der ABCDE-Regel lässt sich gut einschätzen, ob ein Muttermal harmlos ist, oder ob man damit besser zu einem Facharzt gehen sollte. Auffällige Muttermale kannst Du auch in unserer digitalen Hautarztpraxis dermanostic untersuchen und behandeln lassen.

Therapie

Was kann man tun?

Ein unauffälliges Muttermal bzw. Nävus benötigt keine spezielle Therapie. Bei Nävi, die eine funktionelle Beeinträchtigung mit sich bringen, zum Beispiel durch die Lage an ungünstigen Körperstellen, wodurch das Muttermal permanent gereizt ist, kann auf Wunsch von Patient*in eine operative Entfernung erfolgen. Wichtiger ist jedoch die regelmäßige Kontrolle aller Muttermale. Auch ein konsequenter Sonnenschutz ist zu empfehlen, um die Bildung weiterer, dann erworbener Nävi einzudämmen und die bereits bestehenden Muttermale vor UV-Strahlung zu schützen. Wenn sich ein Nävus entweder in Form, Farbe oder Größe auffällig verändert, sollte unverzüglich ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden. Die auffälligen Veränderungen können mit Hilfe der ABCDE-Regel untersucht werden. Im Zweifelsfall muss eine Gewebeprobe der auffälligen Muttermale entnommen und mikroskopisch untersucht werden.

Bei dermanostic – der online Hautarztpraxis erhältst Du innerhalb von 24 Stunden eine Diagnose und eine von Hautfachärzt*innen für Dich herausgesuchte Therapie.

Erklärvideo

Quellen:

  1. Altmeyer, P. (26. Juni 2018) | Naevus melanozytäer (Übersicht) | Abgerufen am 17. Juni 2021
  2. Dermaostschweiz (16. Februar 2005) | Melanozytäre Nävi | Abgerufen am 17. Juni 2021

Inhalt

Verfasst von
Christian Paffhausen
Porträt Christian
Christian Paffhausen ist der ehemalige Marketing Leiter bei dermanostic. In Zusammenarbeit mit unserem Medical Team hat er sich dabei unter anderem um den Aufbau unserer Ratgeber Artikel gekĂĽmmert.

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