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Lichen vidal (Lichen simplex chronicus)

Auch bekannt als: Umschriebene Neurodermitis, Lichen chronicus simplex, Lichen chronicus Vidal, Lichen nuchae, Neurodermitis circumscripta, Vidalsche Krankheit, Prätibiale pruritische papulöse Dermatose, Verruköser Lichen simplex chronicus

ICD-Code: L28.0

Als Lichen vidal bezeichnet man eine chronische entzündliche Hauterkrankung, die sich durch eine meist stark juckende Verdickung der Haut auszeichnet. In unserer digitalen Hautarztpraxis bei dermanostic behandeln unsere Hautärzt*innen täglich viele Patient*innen mit einem Lichen vidal per App.

5 Fakten über Lichen vidal

  • Die Erkrankung bleibt lebenslang bestehen
  • Oft kann eine Ursache der Entstehung eine hohe psychische Belastung sein
  • Frauen sind häufiger betroffen als Männer
  • Kratzen verstärkt den Juckreiz im Falle dieser Erkrankung nur noch mehr
  • Es entstehen streifenhafte Veränderungen und Knötchen

Sie haben eine Hautveränderung?

Von unsere Hautärzten erhältst Du über unsere App eine Diagnose, Therapie und ein Privatrezept

Definition

Was ist Lichen vidal?

Als Lichen vidal bezeichnet man eine chronische entzündliche Hauterkrankung, die sich durch eine meist stark juckende Verdickung der Haut auszeichnet. Im Randbereich können knotige Veränderungen auftreten. Am häufigsten sind Erwachsene im Alter von 20 bis 60 Jahren betroffen, wobei Frauen anfälliger sind als Männer. Die Erkrankung zählt zu den chronisch ekzematösen Hautkrankheiten. Solltest Du Lichen vidal bei Dir festgestellt haben, nutze die Beratung per dermanostic App. Hier erhältst Du innerhalb von 24 Stunden eine Diagnose und einen Therapieplan von erfahrenen Hautfachärzt*innen.

Ursache

Welche Ursachen gibt es für den Lichen vidal?

Die genauen Ursachen sind derzeit noch nicht bekannt. Besprochen wird eine "Minusvariante" der Neurodermitis (atopisches Ekzem). Untersuchungen stellen auch einen Zusammenhang zwischen folgenden Krankheiten dar: Diabetes Mellitus (Zuckerkrankheit), Lebererkrankungen, Magen-Darm-Störungen und Nierenversagen. Umweltfaktoren wie Kälte, Hitze, Luftverschmutzung oder unspezifische Reizstoffe spielen bei der Entstehung von Lichen vidal auch eine Rolle. Zudem sind Menschen, die psychischen Belastungen und Stress ausgesetzt sind, besonders anfällig.

Diagnose

Wie wird die Diagnose gestellt?

Um ein Lichen vidal diagnostizieren zu können, werden andere in Frage kommende und ähnliche Hautkrankheiten ausgeschlossen. Dazu zählen beispielsweise: allergische Kontaktekzeme, Neurodermitis, Lichen ruber planus, Pilzinfektionen und Schuppenflechte. Die Krankengeschichte wird zunächst erfasst. Neben dem klinischen Befund kann auch eine Gewebe- oder Pilzprobe mit anschließender Untersuchung durchgeführt werden.

Symptome

Welche Symptome äußern sich bei einem Lichen vidal?

Lichen vidal äußert sich vor allem durch unentwegten starken Juckreiz (dadurch chronisches Kratzen), der auch durch Kratzen nicht gelindert werden kann. Stattdessen entsteht nach den Kratzattacken ein noch stärkerer Juckreiz. Die Erkrankung kann überall am Körper auftreten.

Häufig betroffen sind:

  • Nackenbereich
  • Kinnbereich
  • Arme, Beine
  • Kreuzbeinregion
  • Genitalbereich (Skrotum: Hoden, Vulva: äußere Geschlechtsorgane)

Zu Beginn hat die Haut noch ein normales Aussehen. Im weiteren Verlauf beginnt sie zu jucken sowie trocken und schuppig zu werden. Durch das Kratzen entwickeln sich auf der Haut streifenförmige Veränderungen. Außerdem bilden sich erbsengroße, rötlichbraun bis graubraune Knötchen (Papeln) besonders im Randbereich, die sich auf der flächenhaft verdickten Haut vermehren können.

Wende Dich gerne an unsere Hautärzt*innen in unserer dermanostic App, falls Du an einem der oben genannten Symptome leidest, hier erhältst Du einen individuellen Pflegeplan mit Empfehlungen für Deine Haut.

Komplikationen

Ist Lichen vidal gefährlich?

Abgesehen davon, dass der Lichen vidal teils sehr langwierige, chronische Verläufe haben kann, entstehen keine weiteren Komplikationen bei dieser Krankheit.

"Von Salben bis hin zu Licht- und Klimatherapien gibt es viele Ansätze, mit denen man gegen den Juckreiz vorgehen kann. Finde zusammen mit unseren Hautärzten die für Dich ansprechendste Therapiemöglichkeit."

Dr. med. Estefanía Lang

Dr. med. Estefanía Lang

Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten

Anzahl behandelter dermanostic-Patienten: 26.000

Therapie

Was kann man gegen Lichen vidal tun?

Hier kommen lokal angewandte Feuchtigkeitscremes und Kortikosteroide (= Kortisonpräparate) zum Einsatz. Eventuell kann eine psychologische Betreuung empfohlen werden. Juckreiz kann auch mit Antihistaminika (= anti-allergischen Tabletten) gelindert werden. Um speziell den Juckreiz im Genitalbereich zu lindern, sind Sitzbäder sowie Pasten mit Zinkoxid hilfreich. Außerdem kann eine PUVA-Therapie (= eine Lichttherapie) angewandt werden. Positive Ergebnisse sind zudem mit Klimatherapien zu erzielen. Demzufolge ist der Aufenthalt im Hochgebirge oder an der Nordsee besonders empfehlenswert, da dort das ultraviolette Licht besonders intensiv ist.

Unsere Hautärzt*innen können über die dermanostic App eine sichere Diagnose stellen und eine geeignete Therapie erstellen.

Therapie erhalten

Du erhältst hier von unseren Hautfachärzten eine Diagnose und Deine Therapie mit Privatrezept.

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Smartphone und Rezept
Marie Fuchs

Verfasst von Marie Fuchs

Marie Fuchs ist Ärztin in Weiterbildung und verantwortlich für die fachliche Redaktion bei dermanostic. Sie ist die Leiterin des Patientensupports (öffentliche Patientenkommunikation) und schreibt medizinische Artikel.

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Literatur und Einzelnachweise

  1. Verein Lichen Sclerosus: Lichen simplex chronicus (2013) | Abgerufen 03. September 2021 von www.lichensclerosus.ch

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