Dermatosis praecancerosa (Morbus Bowen

Online-Hautarzt: Ursache, Symptome und Behandlung

Ein Morbus Bowen kennzeichnet eine Vorstufe des weißen Hautkrebses und sollte frühzeitig behandelt werden. Er kann an unterschiedlichen Stellen auftreten und äußert sich häufig als rötlich schuppende Hautveränderung. Wir erklären Ihnen, was die Erkrankung bedeutet, wie sie entsteht und was man dagegen tun kann.

Dermanostic Hautlexikon | Morbus Bowen (Dermatosis praecancerosa)

Definition

Der Morbus Bowen, benannt durch John T. Bowen, der die Erkrankung zuerst beschrieb, ist eine Vorstufe des weißen Hautkrebses, und zwar des sogenannten Plattenepithelkarzinoms. Ein Karzinom ist der medizinische Begriff für einen bösartigen Tumor. Der Begriff Plattenepithelkarzinom beschreibt einen von der obersten Zellschicht (Epithel) der Haut und der Schleimhäute ausgehenden bösartigen Tumor. Als Krebsvorstufe hat der Morbus Bowen ein örtlich begrenztes Wachstum und ist noch nicht über die Basalmembran (wichtige Grenzzone der Hautzellschichten) hinausgewachsen. Ein Morbus Bowen kann aus verschiedenen Gründen entstehen. Prinzipiell kommen hier alle allgemein krebserregenden Ursachen in Frage – UV-Strahlung, krebserregende Chemikalien und vieles mehr.

Symptome

Die Erkrankung lässt sich kennzeichnen durch einzelne scharf aber unregelmäßig begrenzte, rot-schuppige Hautveränderungen. Sie lassen sich leicht erhaben tasten. Häufig werden solche Hautveränderungen erstmals als „Ekzem“ (Ausschlag) diagnostiziert und mit kortisonhaltigen Präparaten therapiert. Erst durch eine ausbleibende Heilung wird dann der Verdacht auf ein M. Bowen gestellt.

In vielen Fällen tritt die Hautveränderung in der zweiten Lebenshälfte (frühestens ab dem 40. Lebensjahr) auf. Statistisch gesehen sind Männer häufiger betroffen als Frauen. Der Befund tritt am ehesten an Stellen wie dem Gesicht, dem Hals, dem Oberkörper, den Händen oder auch den Unterschenkeln auf, auch wenn er prinzipiell an jeder Stelle des Körpers entstehen kann.

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Diagnose

Da die Hautveränderung sich nicht durch Schmerzen äußert, wird sie häufig zu spät beim zuständigen Arzt vorgestellt. Solche Befunde sollten allerdings abgeklärt werden, um einen Übergang in den weißen Hautkrebs zu verhindern. Für die Diagnosestellung kann ein Dermatoskop (Auflichtmikroskop) helfen. Durch eine Gewebeentnahme (Biopsie) unter lokaler Betäubung und der folgenden mikroskopischen Untersuchung im Labor wird die Diagnose eines Morbus Bowen histologisch gesichert und bestätigt.

Therapie

Ein Morbus Bowen sollte zeitnah entfernt werden. Es gibt unterschiedliche therapeutische Möglichkeiten. Unter örtliche Betäubung kann z.B. eine kleine Operation durchgeführt werden, in der die Hautveränderung herausgeschnitten wird.

Als Alternativen können eine Lasertherapie, photodynamische Therapie, Kryotherapie oder lokale Behandlung mit bestimmten Wirkstoffen durchgeführt werden.

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Autor: Dr. med. Alice Martin