Winterekzem: Ursachen, Symptome und Tipps

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Wenn die Temperaturen sinken, zeigt sich das oft zuerst auf der Haut – trockene Stellen, Rötungen und Juckreiz sind typische Anzeichen eines Winterekzems. Im Gegensatz zu allergischen Ekzemen entsteht das Winterekzem nicht durch eine Immunreaktion, sondern durch äußere Einflüsse wie Kälte, trockene Luft und Heizungsluft. Die Haut verliert ihre natürliche Fett- und Feuchtigkeitsschicht, der Verdunstungsschutz sinkt – und sie wird empfindlicher gegenüber Reizungen.

Was ist ein Winterekzem?

Ein Winterekzem ist eine entzündliche Hautreaktion, die vor allem in der kalten Jahreszeit auftritt. Besonders betroffen sind Hände, Ellenbogen, Gesicht und Schienbeine – also Hautstellen, die der Witterung besonders ausgesetzt sind.

Typische Symptome:

  • Spannungsgefühl auf der Haut
  • Rötungen
  • Trockene oder schuppende Stellen
  • Juckreiz
  • Nässen oder kleine Bläschen in stärkeren Fällen

Tipps zur Hautpflege bei Winterekzem

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Jetzt heißt es: bloß nicht kratzen – das schädigt die Haut nur noch mehr! Stattdessen hilft die richtige Pflege:

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1. Rückfettende Pflege

Verwende pH-neutrale, rückfettende Cremes oder Lotionen, die die Hautbarriere wiederherstellen. Inhaltsstoffe wie Urea, Glycerin oder Ceramide binden Feuchtigkeit und stärken die Haut. Auch milde, pH-neutrale Seifen sind im Winter die bessere Wahl.

2. Hand- und Fußpflege

  • Hände mindestens zweimal täglich eincremen und bei Kälte Handschuhe tragen.
  • Füße mit Urea-haltigen Cremes pflegen, um Rissen und Hornhaut vorzubeugen.

3. Lippenpflege

Die Lippen trocknen im Winter besonders schnell aus. Fettstifte oder etwas Honig helfen, spröde Lippen geschmeidig zu halten.

4. Richtig duschen

Nicht zu heiß (max. 35 °C) und nicht zu lange (ca. 5–10 Minuten) duschen – so bleibt die Hautfeuchtigkeit erhalten und die Hautbarriere intakt.

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Ernährung und Lebensstil

Auch von innen kann man viel für eine gesunde Haut tun – und das nicht nur bei Winterekzem. Ausreichend trinken, am besten Wasser oder ungesüßten Tee, versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und unterstützt ihre natürliche Barriere. Eine ausgewogene Ernährung hilft zusätzlich: Omega-3-Fettsäuren aus Lachs, Nüssen oder Avocados stärken die Haut, während Vitamin E aus grünem Gemüse antioxidativ wirkt und sie vor schädlichen Einflüssen schützt.

Auch der Lebensstil hat großen Einfluss auf die Hautgesundheit. Stress kann Hautprobleme verschlimmern, daher lohnt es sich, regelmäßig zu entspannen. Und ganz wichtig: die Hautpflege an die Jahreszeiten anpassen – im Sommer feuchtigkeitsspendend, im Winter lieber reichhaltiger. Sonnenschutz ist übrigens selbst im Winter wichtig – besonders beim Wintersport, da Schnee bis zu 90 % der UV-Strahlen reflektiert. [1]

Wenn die Haut trotz Pflege stark juckt, entzündet ist oder sich das Winterekzem verschlimmert, solltest Du eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen – besonders, wenn bereits Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte bestehen, die ähnliche Symptome verursachen können. Alternativ kannst Du auch unsere Hautfachärzt:innen bequem per App kontaktieren und innerhalb von 24 Stunden eine Rückmeldung inklusive Diagnose und Therapieempfehlung erhalten.

Literatur und Einzelnachweise

1. Bundesamt für Strahlenschutz: Sonnenschutz im Winter? (2025) | www.bfs.de

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