Sweet-Syndrom

Online-Hautarzt: Ursache, Symptome und Behandlung

Das Sweet-Syndrom ist eine eher seltene Erkrankung, die typischerweise mit Fieber, sowie zarten, roten und violetten Knötchen oder Flecken auf der Haut, auftritt.

Definition

Was versteht man unter einem Sweet-Syndrom?

Das Sweet-Syndrom zählt zu der Gruppe der entzündlichen Erkrankungen, die mit einem Anstieg der sogenannten neutrophilen Granulozyten (Gruppe der weißen Blutkörperchen) einhergeht. Oftmals wird sie daher fachsprachlich auch als „akute febrile neutrophile Dermatose“ bezeichnet. Das Sweet-Syndrom ist dabei eine eher seltene Erkrankung, die typischerweise mit Fieber, sowie zarten, roten und violetten Knötchen oder Flecken auf der Haut, auftritt. 

Die schmerzhaften Hautveränderungen, die im Extremfall Geschwürbildungen (Ulzerationen) hervorrufen können, treten meistens an folgenden Körperstellen auf;

  • Armen
  • Hals und Kopfbereich
  • Stamm / Rumpf 

 Das Sweet-Syndrom ist nicht ansteckend und kann mit fieberhaften Schüben auftreten. 

Symptome

Wie zeigt sich ein Sweet-Syndrom?

Das Sweet-Syndrom ist mehr als ein klassischer Hautausschlag mit roten Flecken. Die Betroffenen klagen häufig zusätzlich über Unwohlsein, Müdigkeit und haben einen Energiemangel. Beim Sweet-Syndrom tritt das Ganze in Verbindung mit hohem Fieber auf. Außerdem schmerzen die Gelenke und Muskeln. Im Gesicht kann sich ein Mundgeschwür entwickeln und die Augen schimmern rötlich. Letztere Symptome werden als sogenannte extrakutane Manifestationen bezeichnet, also zu Begleiterscheinungen des Sweet-Syndroms, die neben den Hautveränderungen zusätzlich in Erscheinung treten.  

Diagnose

Wie lässt sich das Sweet-Syndrom diagnostizieren?

Die Diagnose kann in Zusammenhang mit der Anamnese (den Informationen vom Patienten) gestellt werden. Das Aussehen der Flecken ist recht charakteristisch. Oft wird die Erkrankung durch eine Entnahme einer Hautprobe mikroskopisch bestätigt. Allgemein kann man zusätzlich mit einem Bluttest herausfinden, inwieweit das Sweet-Syndrom fortgeschritten ist und welche Auswirkungen das auf den Körper überträgt. 

Des Weiteren kann das Sweet-Syndrom auch noch mit verschiedenen chronischen Erkrankungen, wie zum Beispiel rheumatischen oder hämatologischen Erkrankungen (das Blut betreffende Störungen) assoziiert sein. 

Brauchen Sie eine Hautarztbehandlung?

Diagnose, Therapie und Rezept hier 24/7 möglich.

Appstore Badge Playstore Badge Webapp Badge

Therapie

Wie sieht die Therapie aus?

Die Erkrankung äußert sich mit ausgeprägten Fieberschüben, die nichtinfektiös bedingt sind. Man vermutet eine Art Autoimmunreaktion, sodass die Therapie der Wahl eine Unterdrückung des Immunsystems ist. Die Standarttherapie für die meisten Patienten ist eine systematische Kortikosteroide. Zusätzlich kann die Haut äußerlich mit einem Kortison-haltigen Präparat behandelt werden. Während der Kortisontherapie sollte regelmäßig darauf geachtet werden, ob eine Infektion sich entwickelt, da durch die Kortisontherapie der Körper die Erreger nicht mehr so effizient bekämpfen kann. Zusätzlich werden fiebersenkende Mittel eingenommen, z.B. Ibuprofen oder Paracetamol. Wenn das Kortison zum Einsatz kommt, werden häufig höhere Dosierungen verwendet und die Therapie sollte unter ärztlicher Aufsicht langsam reduziert werden. Auch ist wichtig, dass beim Sweet-Syndrom eine umfangreiche Durchuntersuchung erfolgt, da auch andere Erkrankungen das Sweet-Syndrom bedingen können.  

Sie haben eine Hautveränderung? Mit dermanostic können Sie sofort einen Hautarzt per App kontaktieren – Ihnen wird innerhalb von 24 Stunden geholfen.

Verfasst von Dr. med. Alice Martin

Dr. med. Alice Martin ist Hautärztin in Weiterbildung und verantwortlich für die fachliche Redaktion bei dermanostic. Sie übernimmt die öffentliche Patientenkommunikation und schreibt medizinische Artikel.