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Stauungsdermatitis

Auch bekannt als: Variköses Ekzem, Stauungsekzem, Eczema cruris varicosum

ICD-Code: I83.1

Bei der Stauungsdermatitis handelt es sich um einen Hautausschlag, der an den Unterschenkeln auftritt. Grund dafür ist eine Entzündung, die dort durch die Stauung von Blut und Flüssigkeit entsteht. Hier im Artikel findest du, was diese Erkrankung bedeutet, wie sie entsteht und was man gegen die Stauungsdermatitis tun kann.

5 Fakten über Stauungsdermatitis

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Definition

Was ist eine Stauungsdermatitis?

Bei der Stauungsdermatitis handelt es sich um eine besondere Form des Ekzems. Die Erkrankung stellt eine Entzündung der Unterschenkel dar, bedingt durch die Stauung von Blut und Flüssigkeit (siehe dazu auch: Chronisch venöse Insuffizienz). Das bedeutet, dass die Venen beschädigt sind und so der normale Blutfluss behindert wird. Die Haut ist gerötet, schuppig und trocken (ähnlich wie bei dem Seborrhoischen Ekzem).

Ursache

Was ist die Ursache einer Stauungsdermatitis?

Die Hauptursache einer Stauungsdermatitis ist die schlechte Durchblutung des Gewebes. Dies kommt vor allem bei Menschen vor, die eine chronische Veneninsuffizienz (CVI = chronisch venöse Insuffizienz) haben. Dabei handelt es sich um eine Venenschwäche, die sich durch eine gestörte Funktion der Venenklappen äußert und so den Blutabfluss behindert. Die Venenklappen verhindern, ähnlich wie ein Ventil, dass das Blut zurückfließt.  Ist diese Funktion behindert, staut sich das Blut vor allem an den Unterschenkeln. Durch die verschlechterte Durchblutung des Gewebes treten Entzündungen auf, die nur noch schlecht abheilen. Ohne Behandlung kann es zu chronisch offenen Wunden kommen. Die Ursache der Venenschwäche ist meist erblich bedingt. Auch mit zunehmendem Alter steigt das Risiko an, zudem sind häufiger Frauen als Männer betroffen. Außerdem erhöhen Übergewicht und vorangegangene Blutgerinnsel (Thrombosen) das Risiko für Venenerkrankungen.

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Symptome

Wie sieht eine Stauungsdermatitis aus?

  • Zu Beginn ist die Haut gerötet, schuppt (lies dazu: Welche Schuppenarten gibt es?) leicht und nach mehreren Wochen kann sie sich dunkelbraun verfärben.
  • Manchmal bilden sich offene Geschwüre, meist in der Nähe des Knöchels (Ulcus cruris). Diese Geschwüre bilden eine Eintrittspforte für Bakterien und können diese infizieren.
  • Bei der Stauungsdermatitis kommt es zudem zu Schwellungen (Ödemen), weshalb die Beine sich geschwollen anfühlen.
  • Krampfandern (Varikosen) können auftreten, die als vorgewölbte, verdickte und geschlängelte bläuliche Venen gut zu erkennen sind.

Die Haut ist gerötet, schuppig und juckt, allerdings verursacht sie selten Schmerzen. Die Geschwüre dagegen können sehr schmerzhaft sein (wie beim Herpes Zoster).

Komplikationen

Ist eine Stauungsdermatitis gefährlich?

Wenn eine Stauungsdermatitis mit Bakterien infiziert wird, kann daraus eine offene Wunde (Ulcus cruris) entstehen. Meistens geschieht das, wenn die Stauungsdermatitis nicht rechtzeitig behandelt wurde.

Auch kann in seltenen Fällen eine Dermatoliposklerose als Komplikation auftreten. Dabei handelt es sich um eine schmerzhafte Entzündung der Haut, sowie des Unterhautfettgewebes und der Muskelhäute.

"Bei einer Stauungsdermatitis ist es wichtig, möglichst früh zu behandeln, um mögliche Komplikationen zu vermeiden. Bei dermanostic erhältst du schnell eine Diagnose und eine Therapie zu deinem Hautproblem."

Dr. med. Barbara Meyer-Lehmann

Dr. med. Barbara Meyer-Lehmann

Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten

Anzahl behandelter dermanostic-Patienten: 2.000

Therapie

Wie sieht die Therapie einer Stauungsdermatitis aus?

Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Ein wichtiger Schritt besteht darin, den Blutfluss mit Hilfe von Kompressionsstrümpfen zu unterstützen (=Kompressionstherapie). Auch ein Hochlagern der beine kann unterstützend wirken. Bei ausgeprägten Symptomen, wie starken Wassereinlagerungen, werden Medikamente verschrieben. Die Hautekzeme werden mit feuchtigkeitsspendenden, entzündungshemmenden Cremes behandelt. Bei größeren Krampfandern kann eine Entfernung des betroffenen Venenabschnittes erforderlich sein. Bei Geschwüren sind häufig feuchtigkeitsabsorbierende Hydrogel-Verbände erforderlich. Sollte die Haut infiziert sein, können Antibiotika notwendig sein.

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Verfasst von Marie Fuchs

Marie Fuchs ist Ärztin in Weiterbildung und verantwortlich für die fachliche Redaktion bei dermanostic. Sie ist die Leiterin des Patientensupports (öffentliche Patientenkommunikation) und schreibt medizinische Artikel.

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Literatur und Einzelnachweise

  1. Deutsche Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung e.V.: Lokaltherapie chronischer Wunden bei Patienten mit den Risiken periphere arterielle Verschlusskrankheit, Diabetes mellitus, chronische venöse Insuffizienz (Juni 2012) | Abgerufen 20. März 2022 von www.awmf.org

  2. Phlebology: Venenkrankheiten (2020) | Abgerufen 20. März 2022 von www.phlebology.de

FAQ

Illustration von zwei arbeitenden Hautärzten