Leukoplakie (Weißschwielenkrankheit)

Online-Hautarzt: Ursache, Symptome und Behandlung

Ein weißlicher Belag an der Schleimhaut, der sich nicht wegwischen lässt – das klassische Zeichen für Leukoplakien. Wir erklären Ihnen, was diese Erkrankung bedeutet, wie sie entsteht und was man dagegen tun kann

Definition

Was ist Leukoplakie?

Bei der Leukoplakie handelt es sich um eine weißliche Verdickung der Schleimhaut in Form von weißlichen Flecken, die nicht abwischbar und primär erstmal keiner spezifischen Erkrankung zuzuordnen sind. Diese Schleimhautveränderungen sind besonders im Mundraum vorzufinden, können aber auch im Genitalbereich entstehen.

Weltweit sind zwischen 1 und 5% betroffen, wobei sich extreme geografische und geschlechtsabhängige Unterschiede bezüglich Leukoplakien zeigen. In Deutschland beträgt die Prävalenz für Männer 2,3% und für Frauen 0,9%. In den Ländern der ersten Welt sind Leukoplakien eher Krankheiten des höheren Lebensalters mit einem Gipfel zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Leukoplakien können prinzipiell an allen Stellen der Mundhöhle auftreten. Prädilektionsstellen sind:

  • Wangenschleimhaut
  • Zunge,
  • Mundboden

Ursache

Was begünstigt die Entstehung von Leukoplakien?

Bei der Leukoplakie verhornt die oberste Gewebsschicht der Schleimhäute, was meist durch eine andauernde mechanische Reizung hervorgerufen werden kann. Sie können aber auch als unspezifische Reaktion auf unterschiedlichste Reize entstehen. Die verhornten Zellen quellen in der feuchten Umgebung auf, wodurch die weiße Farbe entsteht.

Besonders an der Zunge und Wangenschleimhaut kommt es häufig durch eine ständige mechanische Reibung zu einer Leukoplakie. Dies passiert zum Beispiel aufgrund von

  • Zahnspangen
  • Karies
  • vorstehende Zähnen
  • Zahnprothesen

Ebenso fördern übermäßiges Rauchen, der Konsum von viel Alkohol oder eine schlechte Mundhygiene die Entstehung einer Leukoplakie.

ausgestreckte Zunge

Symptome

Welche Beschwerden verursachen Leukoplakien?

Typisch sind weiße, nicht abwischbare Flecken auf der Schleimhaut im Mundraum. Die Hautveränderung ist schmerzlos und nicht juckend.

Es werden zwei Formen unterschieden, die homogene und inhomogene Leukoplakie.

Die homogene (gleichmäßige) Leukoplakie, zeigt eine regelmäßige weiße Färbung und eine glatte Oberfläche. Die weißen Flecken sind überwiegend harmlos.

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Therapie

Wie sieht die Behandlung einer Leukoplakie aus?

Da eine Leukoplakie meist eine Reaktion auf eine ständige Schleimhautreizung ist, muss als initiale Behandlung der äußere Reizfaktor entfernt werden. Die Leukoplakie geht meist von allein zurück, nachdem der Reizfaktor entfernt wurde. Lässt sich dagegen kein Reizfaktor feststellen oder wenn es Probleme bei der Abheilung gibt, entfernt der Arzt die betroffene Schleimhaut durch einen kleinen operativen Eingriff. Es gibt noch weitere Behandlungsmöglichkeiten, wie z.B. eine Entfernung durch Hitze (elektroakustische Abtragung), durch eine Vereisung (Kryochirurgie) oder mittels eines Lasers.

Leukoplakien tendieren häufig dazu wiederzukehren, daher ist eine regelmäßige Kontrolle zu empfehlen. Zudem sollte der Mundraum vor unnötigen Reizfaktoren geschützt werden. Hierbei kann Ihnen die Telemedizin behilflich sein. Sie fragen sich wie? Schauen Sie sich dafür doch mal unser YouTube-Video an.

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Die Bilder in der unten ausgeführten Slideshow wurden von der Hautklinik der Universitätsmedizin Göttingen zur Verfügung gestellt.

Verfasst von Dr. med. Alice Martin

Dr. med. Alice Martin ist Hautärztin in Weiterbildung und verantwortlich für die fachliche Redaktion bei dermanostic. Sie übernimmt die öffentliche Patientenkommunikation und schreibt medizinische Artikel.

Literatur und Einzelnachweise