Leukoplakie (Weißschwielenkrankheit)

Online-Hautarzt: Ursache, Symptome und Behandlung

Ein weißlicher Belag an der Schleimhaut, der sich nicht wegwischen lässt – das klassische Zeichen für eine Leukoplakie. Wir erklären Ihnen, was diese Erkrankung bedeutet, wie sie entsteht und was man dagegen tun kann.

Dermanostic Hautlexikon | Leukoplakie (Weißschwielenkrankheit)

Definition

Bei der Leukoplakie handelt es sich um eine Verdickung der Schleimhaut in Form von weißlichen Flecken, die nicht abwischbar sind. Diese Schleimhautveränderungen sind besonders im Mundraum vorzufinden, können aber auch im Genitalbereich entstehen.

Ursachen

Bei der Leukoplakie verhornt die oberste Gewebsschicht der Schleimhäute, was meist durch eine andauernde mechanische Reizung hervorgerufen werden kann. Die verhornten Zellen quellen in der feuchten Umgebung auf, wodurch die weiße Farbe entsteht.

Besonders an der Zunge und Wangenschleimhaut kommt es häufig durch eine ständige mechanische Reibung zu einer Leukoplakie. Dies passiert zum Beispiel aufgrund von Zahnspangen, Karies, vorstehende Zähnen oder Zahnprothesen. Ebenso fördern übermäßiges Rauchen, der Konsum von viel Alkohol oder eine schlechte Mundhygiene die Entstehung einer Leukoplakie.

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Symptome

Typisch sind weiße, nicht abwischbare Flecken auf der Schleimhaut im Mundraum. Die Hautveränderung ist schmerzlos und nicht juckend.
Es werden zwei Formen unterschieden, die homogene und inhomogene Leukoplakie.

Die homogene (gleichmäßige) Leukoplakie, zeigt eine regelmäßige weiße Färbung und eine glatte Oberfläche. Die weißen Flecken sind überwiegend harmlos.

Zusätzlich wird die inhomogene(ungleichmäßig) Leukoplakie nochmal in zwei Unterformen kategorisiert. Die verruköse und erosive Leukoplakie. Bei einer verrukösen Leukoplakie besitzen die Flecken eine warzenartige Oberfläche und bei der erosiven Leukoplakie sind die weißen Flecken unregelmäßig begrenzt und haben zwischendurch rote Bereiche, die durch eine Zerstörung der Mundschleimhaut entstehen. Diese roten Bereiche nehmen im Verlauf der Krankheit zu, sodass die verdickte Hornschicht kaum noch auffällt. Die inhomogene Leukoplakie geht mit einem erhöhten Krebsrisiko einher.

Eine Leukoplakie wird meist durch eine Blickdiagnose erkannt. Es wird getestet, ob die weißen Flecken abwischbar sind, um andere Ursachen, wie eine Pilzinfektion, ausschließen zu können. Um das Entartungsrisiko abzuklären, kann eine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen werden.

Therapie

Da eine Leukoplakie meist eine Reaktion auf eine ständige Schleimhautreizung ist, muss der äußere Reizfaktor entfernt werden. Die Leukoplakie geht meist von allein zurück, nachdem der Reizfaktor entfernt wurde. Lässt sich dagegen kein Reizfaktor feststellen oder wenn es Probleme bei der Abheilung gibt, entfernt der Arzt die betroffene Schleimhaut durch einem kleinen operativen Eingriff. Es gibt noch weitere Behandlungsmöglichkeiten, wie z.B. eine Entfernung durch Hitze (elektroakustische Abtragung), durch eine Vereisung (Kryochirurgie) oder mittels eines Lasers.

Leukoplakien tendieren häufig dazu wiederzukehren, daher ist eine regelmäßige Kontrolle zu empfehlen. Zudem sollte der Mundraum vor unnötigen Reizfaktoren geschützt werden.

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Autor: Dr. med. Alice Martin