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Leukoplakie (Weißschwielenkrankheit)

Auch bekannt als: Leukokeratose; Leukoplakia

ICD-Code: K13.2

Ein weißlicher Belag an der Schleimhaut, der sich nicht wegwischen lässt – das klassische Zeichen für Leukoplakien. Wir erklären hier, was diese Erkrankung bedeutet, wie sie entsteht und was man dagegen tun kann. In unserer digitalen Hautarztpraxis bei dermanostic behandeln unsere Hautärzt*innen täglich viele Patient*innen mit einer Leukoplakie per App.

5 Fakten über Leukoplakie

  • Beschreibt Schleimhautveränderungen sowohl im Mundraum als auch im Genitalbereich
  • Männer sind häufiger betroffen als Frauen
  • Entsteht vor allem durch ständige mechanische Reibung im Mundraum
  • Kann sich oft zurückbilden, wenn Triggerfaktoren beseitigt werden - nicht nur Reibung, sondern auch Nikotin und Alkohol
  • Leukoplakien tendieren dazu, wiederzukehren

Sie haben eine Hautveränderung?

Von unsere Hautärzten erhältst Du über unsere App eine Diagnose, Therapie und ein Privatrezept

Definition

Was ist Leukoplakie?

Bei der Leukoplakie handelt es sich um eine weißliche Verdickung der Schleimhaut in Form von weißlichen Flecken, die nicht abwischbar und primär erst einmal keiner spezifischen Erkrankung zuzuordnen sind. Diese Schleimhautveränderungen sind besonders im Mundraum vorzufinden, können aber auch im Genitalbereich entstehen.

Weltweit sind zwischen 1 und 5% betroffen, wobei sich extreme geografische und geschlechtsabhängige Unterschiede bezüglich Leukoplakien zeigen. In Deutschland beträgt die Prävalenz für Männer 2,3% und für Frauen 0,9%. In den Ländern der ersten Welt sind Leukoplakien eher Krankheiten des höheren Lebensalters mit einem Gipfel zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

Wo kann Leukoplakie auftreten?

Leukoplakien können prinzipiell an allen Stellen der Mundhöhle auftreten. Seltener sind sie auch noch im Genitalbereich zu finden. Prädilektionsstellen sind:

  • Wangenschleimhaut
  • Zunge
  • Mundboden

Bei dermanostic - der online Hautarztpraxis erhältst Du innerhalb von 24 Stunden eine Diagnose und eine von Hautfachärzt*innen für Dich herausgesuchte Therapie.

Ursache

Wie entsteht die Leukoplakie?

Bei der Leukoplakie verhornt die oberste Gewebsschicht der Schleimhäute, was meist durch eine andauernde mechanische Reizung hervorgerufen werden kann. Sie können aber auch als unspezifische Reaktion auf unterschiedlichste Reize entstehen. Die verhornten Zellen quellen in der feuchten Umgebung auf, wodurch die weiße Farbe entsteht.

Besonders an der Zunge und Wangenschleimhaut kommt es häufig durch eine ständige mechanische Reibung zu einer Leukoplakie. Dies passiert zum Beispiel aufgrund von

  • Zahnspangen
  • Karies
  • vorstehenden Zähnen
  • Zahnprothesen

Ebenso fördern übermäßiges Rauchen, der Konsum von viel Alkohol oder eine schlechte Mundhygiene die Entstehung einer Leukoplakie.

Ganz gleich welcher Ursache - bei dermanostic - der online Hautarztpraxis erhältst Du innerhalb von 24 Stunden die Diagnose der Leukoplakie und eine von Hautfachärzt*innen für Dich herausgesuchte Therapie.

Diagnose

Wie wird die Diagnose gestellt?

Eine Leukoplakie wird meist durch eine Blickdiagnose erkannt. Es wird getestet, ob die weißen Flecken abwischbar sind, um andere Ursachen, wie eine Pilzinfektion in Form einer Candida-Infektion in der Mundhöhle (Mundsoor), ausschließen zu können. Diese ist nämlich abwischbar.

Um das Entartungsrisiko abzuklären, kann eine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen werden.

Symptome

Wie sieht eine Leukoplakie aus?

Typisch sind weiße, nicht abwischbare Flecken auf der Schleimhaut im Mundraum. Die Hautveränderung ist schmerzlos und nicht juckend.

Es werden zwei Formen unterschieden, die homogene und inhomogene Leukoplakie.

Die homogene (gleichmäßige) Leukoplakie, zeigt eine regelmäßige weiße Färbung und eine glatte Oberfläche. Die weißen Flecken sind überwiegend harmlos.

Zusätzlich wird die inhomogene (ungleichmäßig) Leukoplakie nochmal in zwei Unterformen kategorisiert:

Die verruköse und erosive Leukoplakie.

Bei einer verrukösen Leukoplakie besitzen die Flecken eine warzenartige Oberfläche. Bei der erosiven Leukoplakie sind die weißen Flecken eher unregelmäßig begrenzt und haben zwischendurch rote Bereiche (Erythroleukoplakie). Diese entstehen durch eine Zerstörung der Mundschleimhaut. Diese roten Bereiche nehmen im Verlauf der Krankheit zu, sodass die verdickte Hornschicht kaum noch auffällt. Dann spricht man von einer sogenannten Erythroplakie.

Komplikationen

Ist Leukoplakie gefährlich?

Die homogene Leukoplakie ist im Regelfall harmlos und ruft keine weiteren Komplikationen hervor.

Die inhomogene Leukoplakie geht mit einem erhöhten Krebsrisiko für das Plattenepithelkarzinom der Mundhöhle einher.

Gerne können unsere Hautärzt*innen Dir weiterhelfen, ohne Termin per App.

"Die Leukoplakie ist meistens harmlos und trotz der Neigung, wiederzukehren, gut zu kontrollieren. Über unsere App von dermanostic kannst Du Dir den Rat von Fachärzten einholen."

Univ.-Prof. Dr. med. Jorge Frank

Univ.-Prof. Dr. med. Jorge Frank

Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten

Anzahl behandelter dermanostic-Patienten: 3.000

Therapie

Was kann ich tun bei Leukoplakie?

Da eine Leukoplakie meist eine Reaktion auf eine ständige Schleimhautreizung ist, muss als initiale Behandlung der äußere Reizfaktor entfernt werden. Die Leukoplakie geht meist von allein zurück, nachdem der Reizfaktor entfernt wurde. Lässt sich dagegen kein Reizfaktor feststellen oder wenn es Probleme bei der Abheilung gibt, entfernt der Arzt bzw. die Ärztin die betroffene Schleimhaut durch einen kleinen operativen Eingriff. Es gibt noch weitere Behandlungsmöglichkeiten, wie z.B. eine Entfernung durch Hitze (elektroakustische Abtragung), durch eine Vereisung (Kryochirurgie) oder mittels eines Lasers.

Leukoplakien tendieren häufig dazu wiederzukehren, daher ist eine regelmäßige Kontrolle zu empfehlen. Zudem sollte der Mundraum vor unnötigen Reizfaktoren geschützt werden. Hierbei kann Dir die Telemedizin behilflich sein. Du fragst Dich wie? Schauen Dir dafür doch mal unser YouTube-Video an.

Mithilfe der richtigen Therapie, die unsere Hautärzt*innen 24/7 erstellen, kann die Erkrankung gut behandelt werden.

Therapie erhalten

Du erhältst hier von unseren Hautfachärzten eine Diagnose und Deine Therapie mit Privatrezept.

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Dr. med. Alice Martin

Verfasst von Dr. med. Alice Martin

Dr. med. Alice Martin ist Hautärztin in Weiterbildung und verantwortlich für die fachliche Redaktion bei dermanostic. Sie übernimmt die öffentliche Patientenkommunikation und schreibt medizinische Artikel.

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Literatur und Einzelnachweise

  1. Altmeyer, P: Laukoplakie (15. Februar 2021) | Abgerufen 06. April 2021 von www.altmeyers.org

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