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Erythema nodosum

Online-Hautarzt: Ursache, Symptome und Behandlung

Auch bekannt als: Knotenerythem, Dermatitis contusiformis, Knotenrose, Erythema contusiforme, Tuberkulid nodöses.

Das Erythema nodosum ist eine knotige Entzündung des Unterhautfettgewebes.

Definition

Was ist ein Erythema nodosum?

Das Erythema nodosum ist eine entzündliche Erkrankung des Unterhautfettgewebes (subkutanen Fettgewebes) aufgrund von Infektionen. Die oft schmerzhaften Knoten treten insbesondere am Unterschenkel (ähnlich wie bei der chronisch venösen Insuffizienz) auf und sind gerötet, oft schmerzhaft. Frauen sind deutlich häufiger betroffen.

Ist Erythema nodosum eine Autoimmunerkrankung?

Das Erythema nodosum an sich ist keine Autoimmunerkrankung. Es kommt aber häufig durch eine Autoimmunerkrankung (wie z.B. die Sarkoidose, Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa) Zustande.

Ursache

Woher kommt ein Erythema nodosum?

Nicht immer ist eine genaue Ursache herauszufinden (idiopathisch: 30-50%). Häufig entsteht das Erythema nodosum jedoch aufgrund von:

  • Infektionen (oft durch Streptokokken-Bakterien) (ähnlich wie bei der infektiösen Mononukleose)
  • Autoimmunerkrankungen (rheumatische Erkrankungen wie Sarkoidose; chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa)
  • Medikamente

Symptome

Wie sieht ein Erythema nodosum aus?

Typisches Bild / häufige Symptome:

  • rote bis blaurote Knoten (ähnlich Blutergüsse)
  • Druckschmerz (berührungsempfindlich)
  • Glatte Oberfläche
  • Allgemeinsymptome wie Fieber, Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Gelenkschmerzen möglich

Wo kann das Erythema nodosum auftreten?

  • Meist Streckseiten der Unterschenkel (vorne)
  • Arme
  • Oberschenkel

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Diagnose

Wie wird die Diagnose eines Erythema nodosums gestellt?

Die Diagnosestellung des Erythema nodosum erfolgt durch eine klinische Untersuchung. Als Teil der Anamnese werden Vorerkrankungen und eingenommene Medikamente, die als mögliche Auslöser (siehe dazu unser Blog zum Thema Allergien) in Frage kommen, dokumentiert.

In unklaren Fällen ist eine histologische Untersuchung durch eine Hautprobe möglich. Ein Blutbild kann auf das Vorliegen einer Infektion oder einer autoimmunologischen Erkrankung hinweisen.

Therapie

Was tun bei Erythema nodosum?

Wichtig ist eine Behandlung der Grunderkrankung, sofern diese vorliegt. Auslösende Faktoren oder Medikamente sollten – wenn möglich – behandelt oder abgesetzt werden.

Beschwerden können verschiedene Maßnahmen zur Linderung der Symptome sinnvoll sein. Empfehlenswert ist die Hochlagerung der betroffenen Körperstelle und in schweren Fällen eine Bettruhe. Des Weiteren helfen auch Bandagen oder Kompressionsstrümpfe sowie das Kühlen (feuchte Umschläge) der entzündeten Hautbereiche.

Wie lange dauert Erythema nodosum?

In der Regel heilt die Hauterkrankung nach einigen Wochen spontan ab. Ein Wiederauftreten (Rezidiv) ist jedoch häufig.

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Die Bilder in der unten ausgeführten Slideshow wurden von der Hautklinik der Universitätsmedizin Göttingen zur Verfügung gestellt.

So sieht die Hauterkrankung aus: Beispielbilder Erythema nodosum

Verfasst von Marie Fuchs

Marie Fuchs ist Ärztin in Weiterbildung und verantwortlich für die fachliche Redaktion bei dermanostic. Sie ist die Leiterin des Patientensupports (öffentliche Patientenkommunikation) und schreibt medizinische Artikel.

Literatur und Einzelnachweise

  • Handrick, W. Nenoff, P. Paasch, U. Mügge, C. Berthold, F. (2005). Erythema nodosum - A Review. Abgerufen 02. November 2021, von https://www.thieme-connect.de