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Sonnenschutz

Wie Du Deine Haut am besten vor der Sonne schützt.

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Gina Wintrich 05.05.2021

Der Sommer rückt immer näher und endlich kann man wieder draußen sitzen und die Sonne genießen. Doch genau dann sind die richtige Hautpflege und der entsprechende Sonnenschutz besonders wichtig, um die Haut vor der UV-Strahlung zu schützen. Was muss ich beim Sonnenschutz meiner Haut besonders beachten? Was tun, wenn ich einen Sonnenbrand habe? Und was ist eigentlich ein UV-Index? Die Antworten auf diese Fragen erhältst Du in diesem Blogbeitrag.

Warum braucht man eigentlich UV-Schutz?

Im Sonnenlicht sind Ultraviolette (UV) Strahlen enthalten, die unserer Gesundheit schädigen können, wenn wir unsere Haut nicht entsprechend schützen. Neben den positiven Effekten der Sonne für unsere Gesundheit, wie zum Beispiel durch die Aufnahme von Vitamin D, kann die Sonne unserem Körper leider auch erheblichen Schäden zufügen und schwere Verbrennungen verursachen. Wenn man lange der direkten Sonne ausgesetzt ist, erhöht sich das Risiko für Hautkrebs ungemein. Darum ist es wichtig, die Haut mit einem entsprechenden UV-Schutz in Form von Sonnencreme vor diesen Gefahren zu schützen. Vor allem nach der kalten Jahreszeit ist die Haut nicht mehr an die extreme Sonneneinstrahlung im Sommer gewöhnt und reagiert besonders empfindlich. Daher ist es zwingend notwendig, Sonnencreme aufzutragen und die Haut nicht zu lange der prallen Sonne auszusetzen.

Neben der Haut müssen auch die Augen vor UV-Strahlung geschützt werden. Da kann ganz einfach das Tragen einer Kappe und vor allem einer Sonnenbrille weiterhelfen. Dabei ist es wichtig, darauf zu achten, dass in den Gläsern der Brille ein entsprechender UV-Filter vorhanden ist.

Besonders interessant ist es, dass es neben der UV-Strahlung im Licht auch noch eine Vielzahl weiterer Strahlen gibt. Diese werden in elektromagnetischen Wellen wiedergegeben. Für uns Menschen ist nur ein Bruchteil der vorhandenen Strahlen sichtbar.

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Wie schütze ich meine Haut am besten?

Hier gilt es vor allem zu beachten: Sonnenschutz ist nicht gleich Sonnenschutz! Die Auswahl an unterschiedlichsten Produkten, ob in Apotheken oder der Drogerie, ist riesig. Neben den „klassischen“ Sonnenschutzmitteln, wie der Sonnencreme gibt es noch eine Vielzahl an Alternativen. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Lotionen
  • Gels
  • Sprays
  • Spezieller Sonnenschutz für Kinder
  • Make-Up mit UV-Schutz

Welches Produkt für Dich am besten geeignet ist, ist maßgeblich von Deinem Hauttyp abhängig. Zum Beispiel sind Cremes durch ihren hohen Fettgehalt besonders geeignet für Menschen, die zu trockener Haut neigen. Sonnenschutz-Gels sind gut geeignet für Menschen mit einer Sonnenunverträglichkeit, wie zum Beispiel einer Sonnenallergie oder einer Mallorca-Akne. Auf Sonnen-Sprays setzen vor allem Männer gerne, da sie leicht aufzutragen sind und sich auch auf behaarter Haut einfach verteilen lassen. Sie eignen sich ebenfalls gut, um die Kopfhaut vor intensiver UV-Strahlung zu schützen.

Insgesamt ist jedoch nicht die Art des Produkts entscheidend, sondern der enthaltene Lichtschutzfaktor.

Was ist der Lichtschutzfaktor?

Der Lichtschutzfaktor ist eine der wichtigsten Angaben auf einem Sonnenschutzprodukt. Lichtschutzfaktor wird LSF abgekürzt und ist ein Maß für die Wirksamkeit des entsprechenden Sonnenschutzmittels. Je höher der Lichtschutzfaktor, umso höher der Schutz vor UV-Strahlung.

Wer es ganz genau wissen will, kann mit Hilfe des Lichtschutzfaktors berechnen, wie lange er sich in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Das ist abhängig vom Hauttyp. Dieser ist definiert nach Thomas Fitzpatrick (Klassifikation) und unterteilt in 6 verschiedene Hauttypen, von 1 (sehr hell) bis 6 (sehr dunkel).

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Die Eigenschutzzeit (Zeit in der Sonne bevor man einen Sonnenbrand bekommt) ist je nach Hauttyp unterschiedlich. Hier eine Übersicht (Abweichungen individuell möglich):

  • Hauttyp 1: ca. 10 Minuten
  • Hauttyp 2: ca. 15 Minuten
  • Hauttyp 3: ca. 25 Minuten
  • Hauttyp 4: ca. 40 Minuten
  • Hauttyp 5: ca. 60 Minuten
  • Hauttyp 6: ca. 90 Minuten

Zur Berechnung des Sonnenschutzes nach dem Auftragen des Produktes hier ein einfaches Beispiel: Hierzu multiplizieren wir den Eigenschutzfaktor der Haut (abhängig vom Hauttyp) mit dem Lichtschutzfaktor des Sonnenschutzmittels. Angenommen Du bist Hauttyp 2, hier liegt der Eigenschutz der Haut vor der Sonne bei etwa 15 Minuten. Nutzt Du nun eine Sonnencreme mit LSF 20, so kannst Du Dich theoretisch ca. 300 Minuten (15 Minuten x LSF 20) in der Sonne aufhalten, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Aber Vorsicht: Da nur in wenigen Fällen eine ausreichende Menge an Sonnenschutz verwendet wird, ist in den meisten Fällen dieser Schutzfaktor nur zu ca. 60% gegeben.

Du weißt noch nicht, welchem Hauttyp Du entsprichst? Dann wende Dich sehr gerne - per App - an unsere Hautfachärzt*innen. Wähle dasHaut+ Paket und erhalte neben einer hautärztliche Behandlung auch einen maßgeschneiderten Hautpflegeplan inkl. Hauttyp-bestimmung und personalisierte Produktempfehlungen auf Dich und Deine Haut abgestimmt.

Die verschiedenen Lichtschutzklassen

Auf Sonnenschutzmitteln ist der LSF immer in Zahlen angegeben und reicht dabei von 6 bis 50+. Früher hat man oft auch auf niedrigere Lichtschutzfaktoren zurückgegriffen, doch heute weiß man – je höher der LSF, umso besser! Die verschiedenen Lichtschutzfaktoren sind in Europa in vier Klassen unterteilt.

  • LSF 6 und 10: Niedriger Schutz
  • LSF 15, 20 und 25: Mittlerer Schutz
  • LSF 30 und 50: Hoher Schutz
  • LSF 50+: Sehr hoher Schutz

Von Produkten mit einem Lichtschutzfaktor niedriger als 30 raten Dermatologen allerdings ab. Um die Haut angemessen zu schützen sollte mindestens ein Produkt mit LSF 30 verwendet werden. Vor allem Personen mit sehr heller und empfindlicher Haut wird geraten, Produkte mit LSF 50 oder 50+ zu verwenden.

Was ist der UV-Index?

Der UV-Index ist ein von der WHO international normiertes Maß, welches die sonnenbrandwirksame solare Bestrahlungsstärke angibt. Damit meint es, den für den jeweiligen Tag erwarteten Spitzenwert an sonnenbrandwirksamer UV-Strahlung. Dieser Spitzenwert tritt meist um die Mittagszeit auf. Je höher der UV-Index ist, umso höher ist auch die UV-Bestrahlungsstärke.

Die Skala des UV-Index beginnt bei 0 und ist nach oben hin offen. Die erforderlichen Schutzmaßnahmen nach UV-Index sind wie folgt definiert:

  • 0 - 2: Niedrig - Kein Schutz erforderlich.
  • 3 - 5: Mäßig - Schutz erforderlich (T-Shirt, Sonnenbrille, Sonnencreme, Kopfbedeckung)
  • 6 - 7: Hoch - Schutz erforderlich + die WHO empfiehlt mittags Schatten aufzusuchen
  • 8 - 10: Sehr hoch - Zusätzlicher Schutz erforderlich + zwischen 11 und 15 Uhr sollten Aufenthalte im Freien vermieden werden.
  • 11 und höher: Extrem - Zusätzlicher Schutz erforderlich, auch im Schatten + Aufenthalte im Freien sollten vermiede werden.

Bitte beachte, vor allem bei hohem UV-Index, genau die Empfehlungsmaßnahmen der WHO und schütze Dich und Deine Haut angemessen vor der Sonne. Diese Empfehlungen gelten hauptsächlich für die warmen Monate von April bis September, in denen die pralle Sonne deutlich intensiver ist, als in den Wintermonaten. Trage sonnengerechte Kleidung und nutze effektiven Sonnenschutz, um einen Sonnenbrand oder sogar die Entstehung von Hautkrebs vorzubeugen. Der richtige Sonnenschutz kann Deine Haut ebenfalls vor vorzeitiger Hautalterung schützen.
Noch als weiterer Tipp: Verwende 2mg pro cm² Körperoberfläche. Das entspricht ca. 6 Esslöffeln für den gesamten Körper (ca. 40 Gramm).

Gina Wintrich

Verfasst von Gina Wintrich

Gina Wintrich war Mitarbeiterin des Marketing- und Redaktionsteams von dermanostic. Sie studierte Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Medien und Kommunikation. Für das dermanostic-Hautmagazin fokussierte sie sich als Co-Autorin auf leicht verständliche medizinische Beiträge.