Imiquimod

Auch bekannt als: Aldara®, Aksunim®, Zyclara®
Stoffklasse: Immunmodulator
Deine Haut braucht schnelle Hilfe?
In 5 Minuten online zur Hautarzt-Diagnose.
Porträt von Dr. med. Vasiliki Herold-VlantiPorträt von Dr. med. Thorsten Hromatke

25+ Erfahrene Dermatologen

Diagnose erhalten
Das dermanostic Maskottchen mit Lupe in der Hand

Definition

Was ist Imiquimod?

Imiquimod ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Immunmodulatoren, also Medikamenten, die das Immunsystem beeinflussen können. Durch Imiquimod wird eine erwünschte Immunantwort ausgelöst und somit das Immunsystem aktiviert. Imiquimod ist als Creme in Päckchen erhältlich und wird zur Behandlung von Feigwarzen (Condylomata acuminata), weißem Hautkrebs (Basaliom bzw. Basalzellkarzinom) und dessen Vorstufe (aktinische Keratose) eingesetzt. Als Off-Label-Use ist jedoch auch der Einsatz bei weiteren Hauterkrankungen möglich.

Imiquimod ist verschreibungspflichtig und auf Rezept in Apotheken erhältlich.

Indikation/Einsatz

Wann wird Imiquimod verschrieben?

Imiquimod wird bei verschiedenen Hauterkrankungen eingesetzt, genauer:

Deine Haut braucht schnelle Hilfe?
In 5 Minuten online zur Hautarzt-Diagnose.
Porträt von Dr. med. Vasiliki Herold-VlantiPorträt von Dr. med. Thorsten Hromatke

25+ Erfahrene Dermatologen

Diagnose erhalten

Struktur und Stoffklasse

Zu welcher Stoffklasse gehört Imiquimod?

Imiquimod wird zu den Immunmodulatoren gezählt.

Wirkungsweise

Wie wirkt Imiquimod?

Imiquimod wirkt immunmodulierend, das heißt, es beeinflusst das Immunsystem. Dies geschieht, indem Imiquimod die Bildung und Freisetzung von Immunzellen und Signalstoffen fördert und so das Immunsystem aktiviert. Dadurch wird eine gewollte Immunantwort ausgelöst bzw. gefördert, sodass der Körper Infektionen (antivirale Wirkung) und Hautwucherungen oder –geschwülste (antitumorale Wirkung) besser bekämpfen kann.

Nebenwirkungen

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

Die Anwendung von Imiquimod führt typischerweise zu Hautreaktionen an der Auftragsstelle, darunter Rötungen, Brennen, Nässen oder Juckreiz. Diese sind Zeichen der (erwünschten) Immunantwort und klingen nach einiger Zeit wieder ab.

Selten können auch Kopfschmerzen oder Fieber auftreten.

Kontraindikationen

Für wen ist Imiquimod nicht geeignet?

In der Schwangerschaft darf Imiquimod nur nach ärztlicher Anweisung verwendet werden. In der Stillzeit ist die Anwendung von Imiquimod ausgeschlossen, da der Wirkstoff in die Muttermilch übertritt.

Deine Haut braucht schnelle Hilfe?
In 5 Minuten online zur Hautarzt-Diagnose.
Porträt von Dr. med. Vasiliki Herold-VlantiPorträt von Dr. med. Thorsten Hromatke

25+ Erfahrene Dermatologen

Diagnose erhalten

Anwendung und Dosierung

Wie wird Imiquimod angewendet?

Imiquimod ist als Creme in einer Konzentration von 3,75 und 5 % erhältlich. Es sollte 3-5x wöchentlich, bevorzugt abends, dünn auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen und nach ca. 6-10 h abgewaschen werden. Die Therapiedauer ist abhängig von der zugrunde liegenden Erkrankung und kann zwischen wenigen Wochen und mehreren Monaten liegen.

Wichtige Hinweise & Gut zu wissen

Das gilt es zu beachten

Imiquimod sollte nicht mit offenen Wunden, verletzter Haut oder Schleimhäuten in Kontakt kommen.

Ähnliche Wirkstoffe

Quellen:

  1. Altmeyer, P. (2021) | Imiquimod | Abgerufen am 05. Januar 2022
  2. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (Juni 2019) | Leitlinie Aktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut | Abgerufen am 05. Januar 2022
  3. Gelbe Liste (September 2016) | Imiquimod | Abgerufen am 05. Januar 2022
  4. Leiter-Stöppke, U. (August 2020) | Hautkrebsvorstufe Aktinische Keratose | Abgerufen am 05. Januar 2022

Inhalt

Verfasst von
Lisa Henkel
Lisa Henkel
Gemeinsam mit unserem Medical Team hat Lisa sich um die Recherche und Ausarbeitung von Ratgeber Artikeln gekümmert.

Lust auf mehr?

Jetzt exklusiv in unserem Newsletter:
Expertentipps
Hilfreiches Hautwissen
Exklusive Angebote
Wilkommens-Gutschein