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Phimose (Vorhautverengung)

Auch bekannt als: Vorhautverengung, Phimosis

ICD-Code: N47.x0

Bei der Phimose handelt es sich um eine angeborene oder erworbene Vorhautverengung im Penisbereich. In unserer digitalen Hautarztpraxis bei dermanostic behandeln unsere Hautärzt*innen täglich viele Patienten mit einer Phimose per App.

5 Fakten über Phimose

  • Kann angeboren oder erworben sein
  • Eine angeborene Phimose bildet sich in der Regel während der Pubertät zurück
  • Geht häufig mit Entzündungen der Eichel einher (Balanitis)
  • Operiert werden muss nur, wenn auch Beschwerden wie Schmerzen beim Wasserlassen oder bei der Erektion vorliegen
  • Oft helfen schon Cremes und Salben, die helfen, die Vorhaut zu dehnen

Sie haben eine Hautveränderung?

Von unsere Hautärzten erhältst Du über unsere App eine Diagnose, Therapie und ein Privatrezept

Definition

Was ist eine Phimose?

Phimose Illustration

Bei der Phimose handelt es sich um eine angeborene oder erworbene Vorhautverengung im Penisbereich. Hierdurch kann es zum Stau von Smegma (= Vorhauttalg) oder sogar kleinen Smegmasteinchen kommen. Dadurch ist die Entwicklung von wiederkehrenden Entzündungen des Penis, bekannt als Balanitis, begünstigt.

Bei dermanostic - der online Hautarztpraxis erhältst Du innerhalb von 24 Stunden eine Diagnose und eine von Hautfachärzt*innen für Dich herausgesuchte Therapie.

Ursache

Wieso entsteht eine Phimose?

Eine Phimose kann angeboren oder auch erworben sein.

Angeborene Phimose:

  • Bei der Geburt wird die Eichel durch die Vorhaut geschützt - es besteht eine natürliche Verklebung zwischen Vorhaut und Eichel (Schutzfunktion)
  • In den nächsten Lebensjahren löst sich diese Verklebung spontan auf und die Vorhaut lässt sich zurückziehen.
  • Bei Säuglingen und Kindern normal
  • Phimose besteht auch nach der Pubertät: 0,6%–1,5% der Jugendlichen -> Primäre Phimose

Erworbene Phimose:

Diagnose

Wie wird die Diagnose einer Phimose gestellt?

Die Diagnose kann mittels Blickdiagnose gestellt werden, wenn die Vorhaut nicht oder unvollständig reponierbar ist (= zurückschiebbar).

Zusätzlich wird die Anamnese erhoben. Zu typischen Beschwerden zählen Störungen bei der Miktion (= Harnentleerung), häufige Entzündungen des Penis und der Vorhaut (= Balanitis) sowie Schmerzen bei der Erektion oder beim Geschlechtsverkehr.

Symptome

Wie sieht eine Phimose aus?

  • Die Vorhaut lässt sich gar nicht oder nicht ausreichend über die Glans penis (Eichel) zurückziehen - enge Vorhaut

  • Weißlicher Ring kann entstehen, wenn versucht wird, die Vorhaut zurückzuziehen

  • Aufblähen der Vorhaut beim Wasserlassen (ballonartige Schwellung)

  • Schmerzen bei einer Erektion oder beim Geschlechtsverkehr (siehe dazu: Geschlechtskrankheiten), sowie bei der Ejakulation (Samenerguss)

  • Ursache Lichen sclerosus et atrophicus: Zusätzlich weißliche Plaques in der Genitalregion

    Begleitend kann vorliegen:

  • Rötung / Entzündung

  • Smegma (Vorhauttalg)

  • Balanitis (siehe dazu: Typische Hautkrankheiten bei Männern )

Wende Dich gerne an unsere Hautärzt*innen in unserer dermanostic App, falls Du an einem der oben genannten Symptome leidest, hier erhältst Du einen individuellen Pflegeplan mit Empfehlungen für Deine Haut.

Komplikationen

Ist eine Phimose gefährlich?

In der Regel verursacht eine Phimose keine schlimmeren Komplikationen. Sie kann jedoch Ursache für eine Entzündung sein, wodurch es dann zur Balanitis kommen kann.

"Die Möglichkeiten der operativen Behandlung einer Phimose sollten immer gründlich mit dem Patienten durchgesprochen werden."

Dr. med. Barbara Meyer-Lehmann

Dr. med. Barbara Meyer-Lehmann

Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten

Anzahl behandelter dermanostic-Patienten: 2.000

Therapie

Was kann man gegen eine Phimose tun?

Bis zum Ende der Pubertät ist eine verengte Vorhaut, die nicht zurückgezogen werden kann, normal (= physiologische Phimose). Wenn die Phimose jedoch länger vorliegt und auch Symptome wie Schmerzen oder wiederkehrende Entzündungen vorhanden sind, handelt es sich um einen Befund, der behandelt werden sollte (= pathologische Phimose).

Es gibt mehrere Therapieoptionen, je nach Ausprägung der Phimose.

Liegt eine angeborene Phimose vor, kann eine konservative Behandlung mit Hilfe einer Creme oder Salbe versucht werden. Die Vorhaut wird dabei vorsichtig zurückgeschoben und dadurch gedehnt. Dies sollte allerdings nur erfolgen, wenn Beschwerden vorliegen. Bei einer leicht entzündlichen Komponente kann eine kortisonhaltige Salbe oder Creme verwendet werden. Ebenso ist es möglich die Verklebung in örtlicher Betäubung zu lösen.

Wann muss eine Phimose operiert werden?

Wenn die oben genannte Therapie nicht ausreicht, die Phimose auch noch nach der Pubertät besteht oder weitere Beschwerden vorhanden sind, kann eine operative Behandlung erfolgen. Dabei sind verschiedene OP-Techniken möglich: Sollte die komplette Vorhaut entfernt werden, wird dies Zirkumzision oder Beschneidung genannt. Es gibt allerdings auch eine operative Methode, „Triple Incision“ oder Welsch-Plastik genannt, bei der die enge Vorhaut erweitert wird und dabei ein großer Anteil der Vorhaut erhalten bleibt. Bei dieser OP kann es theoretisch zu einem Rezidiv (also Wiederauftreten) kommen. Für das passende operative Verfahren ist eine Vorstellung und Beratung in einer urologischen Praxis notwendig und von uns empfohlen.

Die Phimose kannst Du auch in unserer digitalen Hautarztpraxis dermanostic behandeln lassen.

Therapie erhalten

Du erhältst hier von unseren Hautfachärzten eine Diagnose und Deine Therapie mit Privatrezept.

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Marie Fuchs

Verfasst von Marie Fuchs

Marie Fuchs ist Ärztin in Weiterbildung und verantwortlich für die fachliche Redaktion bei dermanostic. Sie ist die Leiterin des Patientensupports (öffentliche Patientenkommunikation) und schreibt medizinische Artikel.

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Mehr zum Thema

Literatur und Einzelnachweise

  1. Stehr, M.: Leitlinie „Phimose und Paraphimose" (15. September 2017) | Abgerufen 07. Oktober 2021 von www.awmf.org

  2. Oster, J.: Further fate of the foreskin. Incidence of preputial adhesions, phimosis, and smegma among Danish schoolboys (April 1968) | Abgerufen 07. Oktober 2021 von pubmed.ncbi.nlm.nih.gov

  3. Springer Medizin: „Eine Beschneidung ist keine Bagatelle“ (2018) | Abgerufen 07. Oktober 2021 von link.springer.com

FAQ

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