Fluconazol

Auch bekannt als: Diflucan®, Flucoderm®

Einsatz bei: Onychomykose (Nagelpilz)

Stoffklasse: Fluconazol gehört zur Gruppe der Triazole und ist ein Antimykotikum.

Definition

Was ist Fluconazol?

Fluconazol gehört zur Gruppe der Triazole und ist ein Antimykotikum, das gezielt Pilzinfektionen bekämpft. Es kann lokal, als Tablette oder intravenöse Infusion angewendet werden.  

Der Wirkstoff verhindert die Bildung eines wichtigen Bausteins der Pilzzellwand. Ohne diesen Schutzmantel können sich Pilze nicht mehr vermehren und sterben ab. Fluconazol wird in Deutschland verschreibungspflichtig verkauft. 

In Deutschland ist Fluconazol verschreibungspflichtig. 

Wenn Du Dir unsicher bist, ob der Wirkstoff der richtige für Dich ist, dann wende Dich alternativ an unsere Hautfachärzt:innen per App. Mit drei Fotos der betroffenen Hautstelle und einem kurzen ausgefüllten Fragebogen, erstellen sie Dir einen Arztbrief inkl. Diagnose und Therapieempfehlung. Wenn nötig stellen sie Dir auch ein Rezept aus. 

Anwendung

Wann wird Fluconazol verschrieben?

Fluconazol kann sowohl zur Behandlung akuter Pilzinfektionen als auch zur Prophylaxe bei wiederkehrenden Infektionen eingesetzt werden, darunter:

Wirkmechanismus

Wie wirkt Fluconazol?

Fluconazol wirkt gezielt gegen Pilze, indem es das Enzym 14-alpha-Demethylase blockiert. Dieses Enzym ist wichtig für die Herstellung von Ergosterol, einem entscheidenden Baustein der Pilzzellmembran. Ohne Ergosterol wird die Zellmembran instabil, die Pilze können sich nicht mehr vermehren und sterben ab. So kann Fluconazol zuverlässig Nagelpilz, Fußpilz, Scheidenpilz, Mundsoor und andere Pilzerkrankungen bekämpfen. 

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen von Fluconazol

Wie alle Medikamente kann auch Fluconazol Nebenwirkungen haben. Diese treten nicht bei allen Patient:innen auf und unterscheiden sich in ihrer Häufigkeit: 

Häufig: 

  • Kopfschmerzen 
  • Bauchschmerzen 
  • Durchfall 
  • Übelkeit und Erbrechen 
  • Anstieg der Leberwerte (ALT, AST, alkalische Phosphatase) 
  • Hautausschlag (Exanthem) 

Gelegentlich: 

  • Schwindel 
  • Müdigkeit 
  • Juckreiz oder Hautrötungen 

Selten: 

  • Überempfindlichkeitsreaktionen 
  • Leichte allergische Reaktionen wie Hautausschlag
  • Nesselsucht 

Sehr selten: 

  • Schwere allergische Reaktionen 
  • Leberschäden oder Gelbsucht 

Bei Auftreten starker oder ungewöhnlicher Reaktionen sollte die Behandlung unbedingt unter ärztlicher Kontrolle abgebrochen werden. 

Kontraindikationen

Wer sollte Fluconazol nicht einnehmen?

Fluconazol ist ein wirksames Antimykotikum, das jedoch nicht für jeden geeignet ist. Personen, die allergisch oder überempfindlich auf Fluconazol oder andere Azole reagieren, dürfen das Medikament nicht einnehmen. Ebenso sollten Menschen mit schweren Leber- oder Nierenerkrankungen Fluconazol nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder der Ärztin verwenden. 

Für schwangere oder stillende Frauen ist Fluconazol ebenfalls nur dann geeignet, wenn ein Arzt die Behandlung für unbedingt notwendig hält. Hohe Dosen über längere Zeit können das Risiko für angeborene Fehlbildungen erhöhen. 

Fluconazol darf zudem nicht gleichzeitig mit bestimmten Medikamenten eingenommen werden, die das Herz beeinflussen (z. B. Terfenadin oder andere Arzneien, die das QT-Intervall verlängern) oder die über das CYP3A4-Enzym abgebaut werden, wie z.B. Cisaprid, Astemizol, Pimozid, Chinidin oder Erythromycin). 

Anwendung und Dosierung

So nimmst Du Fluconazol richtig ein.

Fluconazol kann entweder als Tablette eingenommen oder über eine Infusion verabreicht werden. Die Tabletten gibt es in verschiedenen Stärken, meist zwischen 50 und 400 mg, und normalerweise wird einmal täglich eine Tablette eingenommen. 

Für verschiedene Pilzinfektionen unterscheiden sich die Dauer und Dosierung der Behandlung: 

  • Haut-, Kopfhaut- und Fußpilz: Hier ist die Behandlung meist 2 bis 7 Wochen lang. Wichtig ist, dass die Tabletten täglich eingenommen werden, auch wenn die Beschwerden schon nach ein paar Tagen abklingen.
  • Scheidenpilz: In den meisten Fällen reicht eine Einzeldosis aus, um die Infektion zu behandeln. Auch hier ist es wichtig, die Einnahme genau nach Anweisung durchzuführen. 
  • Nagelpilz: Die Behandlung ist oft langwierig, da Nagelpilz sehr hartnäckig ist. In der Regel sind 150 bis 300 mg einmal pro Woche über mindestens 3 Monate sinnvoll, bis der Nagel gesund nachwächst.

Bei Patient:innen mit schwerer Niereninsuffizienz muss die Dosis angepasst werden.  

Wenn Du gerne eine zweite Meinung hättest, kannst Du Dich auch an dermanostic wenden: Bei uns erhältst Du innerhalb von 24 Stunden eine Rückmeldung inklusive Diagnose, Therapieempfehlung, einem Arztbrief und – falls notwendig – einem Rezept

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Welche Medikamente werden alternativ verschrieben?

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Literatur und Einzelnachweise

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