
Lerne die Auslöser der Hyperpigmentierung kennen: Wie und wo entstehen Pigmentflecken? Und muss man sie behandeln?
Author: Dr. Alice Martin
medicare


25+ Erfahrene Dermatologen

Lerne die Auslöser der Hyperpigmentierung kennen: Wie und wo entstehen Pigmentflecken? Und muss man sie behandeln?
Vor allem im Gesicht sind sie auffĂ€llig: dunkle Flecken, die sich vom eigentlichen Hautton unterscheiden. Hierbei handelt es sich um Hyperpigmentierungen. Was versteht man unter dem Begriff âHyperpigmentierungâ? Wie, wann und wo treten sie auf? Was kann gegen Hyperpigmentierungen helfen und was haben Melanine damit zu tun? Erfahre es hier.
Die Hyperpigmentierung Ă€uĂert sich in Form einer vermehrten Pigmentbildung auf der Haut, sodass diese Areale dunkler erscheinen als die Umgebung. Kurz gesagt, es handelt sich um Pigmentflecken auf der Haut, die dunkler sind als der eigentliche Hautton.
Die Farbe der Pigmentflecke variiert dabei von rötlich ĂŒber brĂ€unlich bis gelblich. Diese Flecken sind meist sichtbar, nicht erhaben und oftmals verschwinden diese nach einem bestimmten Zeitraum wieder. In seltenen FĂ€llen können sie jedoch auch bestehen bleiben.
Besonders in der Schwangerschaft kann es durch die vermehrte hormonelle AktivitĂ€t zu einer starken Pigmentierung (z.B. im Gesicht) kommen. Solche Hyperpigmentierungen werden dann als âMelasmaâ bezeichnet. Nach der Schwangerschaft können sie sich zurĂŒckbilden, dies ist aber nicht immer der Fall.
Ausgelöst werden Pigmentflecke durch das Pigment Melanin, das an bestimmten Hautstellen in erhöhter Konzentration auftritt. Melanin ist in der Tier- und Menschenwelt zu finden und ist verantwortlich fĂŒr die FĂ€rbung der Haare, Haut, Federn und Augen.
WĂ€hrend braune Flecken im Gesicht oder am Körper aufgrund von Hyperpigmentierung in der Regel ungefĂ€hrlich sind, mĂŒssen sich die Menschen, die mit der ausgeprĂ€gten Form des Gegenteils â der Hypopigmentierung â leben, besonders vor Sonnenstrahlen schĂŒtzen. Sie bilden nur vermindert oder gar nicht das Pigment Melanin.
Da Melanin unter anderem auch fĂŒr den Hautton zustĂ€ndig ist, Ă€uĂert sich die Abwesenheit von Melanin im âAlbinismusâ. Den Betroffenen fehlt in allen Bereichen eine Pigmentierung, sodass die Haare, Augen und Haut sehr hell bleiben.
Auch bei der WeiĂfleckenkrankheit (medizinisch: Vitiligo) fehlt im betroffenen Areal das Pigment. Solche Körperstellen sind deutlich anfĂ€lliger fĂŒr einen Sonnenbrand, da der natĂŒrliche Hautschutz fehlt.
Der erhöhte Melaninspiegel bei der Hyperpigmentierung kann durch Ă€uĂere Einwirkungen ausgelöst werden. Dazu zĂ€hlen z.B.
Ein bekanntes Beispiel fĂŒr Hyperpigmentierungen sind Sommersprossen. Sie treten oft bei Menschen mit einem hellen Hautton (Hauttyp 1-2), nach einem lĂ€ngeren Aufenthalt in der Sonne auf. Wenn keine Sonneneinstrahlung mehr stattfindet, verschwinden sie in der Regel nach einer gewissen Zeit wieder. Das Sonnenlicht kann auĂerdem bereits bestehende Pigmentflecke verdunkeln.
Ein weiterer Faktor fĂŒr die vermehrte Pigmentierung sind die Hormone. Diese werden z.B. wĂ€hrend der Schwangerschaft ausgeschĂŒttet und können Pigmentflecke an der Brust, am Bauch und am Intimbereich auslösen, welche nach der Entbindung meistens wieder verschwinden.
Du hast braune Flecken im Gesicht oder am Körper und willst Klarheit ĂŒber die Ursache? Unsere Ărzte stehen Dir innerhalb von 24 Stunden mit einer Diagnose zur Seite.
Auch Krankheiten und EntzĂŒndungen können zu Hyperpigmentierung fĂŒhren.
Zudem spielt die Genetik eine Rolle. Wenn in der Familie bereits vermehrt Pigmentstörungen bekannt sind, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, selbst davon betroffen zu sein.
Prinzipiell werden zwei Arten der Hyperpigmentierungen unterschieden: die lokalisierte und die generalisierte Hyperpigmentierung. Die lokalisierte Hyperpigmentierung ist durch begrenzt auftretende Pigmentflecke an bestimmten Körperstellen gekennzeichnet. Die generalisierte Hyperpigmentierung beschreibt das Auftreten von Pigmentflecken an diversen Körperstellen.
GrundsĂ€tzlich können Pigmentflecken an jeder Körperpartie auftreten. Neben dunklen, unterschiedlich groĂen Flecken, gibt es meistens keine weiteren Symptome. Gesundheitlich ist eine Hyperpigmentierung unbedenklich, teilweise wird sie jedoch als optisch störend empfunden.
Falls Unsicherheit besteht oder die Flecken als grober Schönheitsmakel wahrgenommen werden, kann ein Hautarzt oder eine HautĂ€rztin zur Behandlung hinzugezogen werden. Diese haben die Möglichkeit, Cremes oder Salben zu verschreiben, oder bezĂŒglich einer Laserbehandlung zu beraten.
Die Art der Flecken bestimmt, inwieweit die Pigmentflecken behandelt, entfernt oder in ihrer Dauer beeinflusst werden können. Bei durch Sonnenlicht verursachten Pigmentflecken kann eine Meidung der Sonnenstrahlung zu einer Verminderung der Pigmentierung fĂŒhren. Krankheitsbedingte braune oder weiĂe Flecke lassen sich hingegen schwieriger therapieren. Auch durch Medikamente oder Kosmetik ausgelöste Flecken können durch den Verzicht auf diese Produkte verringert werden â hier sollte jedoch stets eine RĂŒcksprache mit HautĂ€rzt*innen und behandelndem Arzt oder Ărztin erfolgen.
GrundsÀtzlich ist ein Arztbesuch rein aufgrund der Pigmentflecken nicht zwingend notwendig. Solltest Du Dir unsicher sein, ob es sich um eine Hyperpigmentierung oder ein Muttermal handelt, welches man beobachten sollte, lies gerne unseren Artikel zum Thema Muttermale.
