Verruca vulgaris (Dornwarzen)

Online-Hautarzt: Ursache, Aussehen und Behandlung

In diesem Artikel
  • Definition: Was sind Dornwarzen (gewöhnliche Warzen)?
  • Ursachen: Warum bekommt man Warzen?
  • Symptome: Woran erkenne ich, dass es sich um Warzen handelt?
  • Therapie: Was hilft gegen Dornwarzen?

Dornwarzen können schmerzhaft und kosmetisch störend sein. Besonders im Kindergarten- und Grundschulalter treten sie vermehrt als gutartige Virusinfektion an der Haut auf. Wir erklären Ihnen, was diese Hautveränderungen bedeuten, wie sie entstehen und was man gegen die Dornwarzen tun kann. 

Verruca vulgaris (Dornwarzen)

Definition

Was sind Dornwarzen (gewöhnliche Warzen)?

Als Verrucae vulgaris (Stachel- oder Dornwarzen) sind im Volksmund die „gewöhnlichen Warzen“ und damit die häufigste Warzenart gemeint. Sie ist bei Kindern und Jugendlichen am häufigsten anzutreffen.   

Ursache

Warum bekommt man Warzen?

Durch kleine Verletzungen an der Hautoberfläche dringen die Viren in die oberen Zellen der Haut ein und verursachen dort eine Infektion. Humane Papillomaviren sind die Auslöser der Warzen (HPV 1, 2, 4, 7). Es kommt durch die Infektion zu einer Verdickung bzw. Verhornung der obersten Hautschicht (Epidermis), sodass der bekannte, hart tastbare Knoten entsteht. 

 

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Verruca vulgaris (Dornwarzen)

Symptome

Woran erkenne ich, dass es sich um Warzen handelt?

Die Warzen sind zuerst stecknadelkopf- bis erbsengroß, besitzen eine harte Konsistenz und wölben sich als Knötchen an der Haut vor. Die Haut verhornt und nimmt im Verlauf eine gräuliche Farbe an. Die Warzen treten vor allem an Händen, Nagelrändern, Fingern und Fußsohlen auf. Häufig sind sie nur einige Millimeter groß, können aber bis zu mehreren Zentimetern wachsen. Besonders schmerzhaft wird es, wenn sich die Warzen an mechanisch belasteten Körperregionen befinden, wie an der Fußsohle. Druck durch Schuhe können dann zu besonders schmerzenden Dornwarzen führen.

Therapie

Was hilft gegen Dornwarzen?

Die Verruca vulgaris ist eine harmlose, gutartige Virusinfektion, die im Verlauf von alleine ausheilen kann. Ein gesundes Immunsystem kann die Viren bekämpfen, sodass sie sich meist zwischen 12 und 24 Monaten zurückbilden. Eine Behandlung wird erst zwingend erforderlich, wenn die Warze tief nach innen wächst und dadurch Schmerzen auslöst oder sich, wie bereits erwähnt, an deutlich durch Druck belasteten Körperregionen befindet.

Ist ein früherer Rückgang der Warzen gewünscht, existieren verschiedene Therapiemöglichkeiten. Durch die Vereisung mit einem Kühlmittel (Kryotherapie) sterben die betroffenen Hautschichten und nach mehreren Behandlungen damit auch die Warze ab. Auch eine Operation kann durchgeführt werden, bei der die gesamte Warze, meistens mit Hilfe eines sog. scharfen Löffels, herausgeschnitten wird. Besonders beliebt ist die langfristige Behandlung der Warze mit einer salicylsäurehaltigen Lösung oder einem Salicylsäure-Pflaster, da diese Methoden wenig Schmerzen verursachen. Sie interessieren sich für weitere Informationen rund um das Thema Haut? Dann schauen Sie gerne in unserem Hautarztlexikon vorbei oder besuchen unseren Youtube-Kanal. Dort haben wir viele interessante Informationen zu weiteren hautärztlichen Themengebieten für Sie zusammengestellt. 

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Verfasst von Dr. med. Alice Martin

Dr. med. Alice Martin ist Hautärztin in Weiterbildung und verantwortlich für die fachliche Redaktion bei dermanostic. Sie übernimmt die öffentliche Patientenkommunikation und schreibt medizinische Artikel.

Literatur und Einzelnachweise