Rhinitis allergica (allergische Rhinitis)

Auch bekannt als: Heuschnupfen; Allergic rhinitis; AR; Heufieber; Allergische Rhinitis; Rhinosinusitis allergica

ICD-Code: Rhinitis allergica (allergische Rhinitis)

Die Nase juckt, läuft und das obwohl keine Erkältung vorliegt. Es handelt sich um klassische Symptome einer Rhinitis allergica, auch allergischer Schnupfen bzw. allergische Rhinitis genannt. Wir erklären Dir, was die Erkrankung bedeutet, wie sie entsteht und was man dagegen tun kann. In unserer digitalen Hautarztpraxis bei dermanostic behandeln unsere Hautärzt*innen täglich viele Patient*innen mit einer allergischen Rhinitis per App.

5 Fakten über Rhinitis allergica

  • Tritt vor allem im Frühling auf
  • Eine der häufigsten allergischen Erkrankungen
  • Die Nase ist immer betroffen, oft können auch die Augen noch dabei tränen und jucken
  • Auslöser können Pollen, Milben, Haare oder Nahrungsmittel sein
  • Wenn die Symptome mehrere Wochen bestehenbleiben, wird von einer chronischen Rhinitis gesprochen

Definition

Was ist eine allergische Rhinitis?

Die allergische Rhinitis bezeichnet eine allergisch bedingte Entzündung der Nasenschleimhaut. Ist nicht nur die Nase, sondern sind auch die Augen betroffen, spricht man dann von einer Rhinokonjunktivitis.

Die Rhinitis allergica ist eine der häufigsten allergischen Erkrankungen (mehr dazu findest du auf unserem Blog zum Thema Allergien) und tritt insbesondere im Frühjahr auf.

Die allergische kannst Du auch in unserer digitalen Hautarztpraxis dermanostic behandeln lassen. Hier erhältst Du innerhalb von 24 Stunden eine Diagnose und einen Therapieplan von erfahrenen Hautfachärzt*innen.

Ursache

Wie kommt es zu einer Rhinitis allergica?

Je nach Ursache unterscheidet man 3 Formen der allergischen Rhinitis:

  1. Saisonale allergische Rhinitis: durch Pollen verursacht (auch bekannt als „Heuschnupfen“)
  2. Perenniale allergische Rhinitis: verursacht durch Nahrungsmittel (wie z.B. Erdbeeren, Nüsse, Eier, Fisch), Hausstaub, Tierhaare oder Bettfedern
  3. Berufsbedingte allergische Rhinitis: verursacht durch spezielle Allergenkontakte (z.B. Bäcker, Friseur)

Symptome

Wie äußert sich Rhinitis allergica?

Die Hauptsymptome sind eine behinderte Nasenatmung, Niesattacken und eine wässrige Nasensekretion. Auch Juckreiz an den Augen, die zudem tränen und gerötet sein können, sowie Kopfschmerzen sind häufige Symptome.

Wird die allergische Rhinitis durch Pollen verursacht, kommt es zu Niesattacken, der Bildung einer wässrigen Nasensekretion und einer Konjunktivitis (Bindehautentzündung). Die Konjunktivitis verursacht die vorhin beschriebenen Rötungen mit Juckreiz an den Augen.

Auch Milben können Auslöser einer Rhinitis allergica sein. In diesem Fall treten die Beschwerden während und nach dem Schlaf auf. Während des Tages bessern sich die Beschwerden.

Ganz gleich welcher Ursache - bei dermanostic - der online Hautarztpraxis erhältst Du innerhalb von 24 Stunden die Diagnose der Rhinitis allergica und eine von Hautfachärzt*innen für Dich herausgesuchte Therapie.

Komplikationen

Ist die allergische Rhinitis gefährlich?

Wenn auch sehr störend, ist die allergische Rhinitis nicht gefährlich und neigt nicht dazu, schwere Komplikationen auszulösen.

Es kann lediglich in einigen Fällen zu Paukenergüssen, Nasennebenhöhlenentzündungen oder Tubenventilationsstörungen kommen. Außerdem liegt bei Betroffenen meist eine verstärkte Anfälligkeit für Infekte vor.

Therapie

Was tun gegen allergische Rhinitis?

Die effektivste Therapie liegt darin, die Reizfaktoren zu vermeiden, was aber nicht immer möglich ist. Bei einer berufsbedingten Ursache sollte mit dem Arzt besprochen werden, ob sich daraus eine Berufserkrankung entwickeln kann. In solchen Fällen sollte über einen Arbeitsplatzwechsel nachgedacht werden.

Symptomatische Therapie:

Die medikamentösen Therapieoptionen sind zahlreich, sie wirken jedoch gegen die Symptome und nicht gegen die Ursache. Trotzdem kommt der symptomatischen Therapie eine wichtige Bedeutung zu, da die Rhinitis allergica stark belastend sein kann. Dies liegt vor allem an den nasalen Symptomen und der damit einhergehenden erschwerten Nasenatmung.

So kommen Histaminblocker, intranasale Kortisonpräparate, die direkt in die Nase als Spray verabreicht werden oder sogenannte Cromone (= Mastzellstabilisatoren) zum Einsatz.

Als Ursachentherapie kann eine sog. spezifische Immuntherapie zur Desensibilisierung durchgeführt werden. Wie bereits erklärt, besteht das Hauptproblem darin, dass der Körper auf Allergene reagiert, die im Normalfall zu keiner Reaktion des Körpers führen. Aus diesem Grund kann eine sogenannte Desensibilisierung bzw. Hyposensibilisierung durchgeführt werden. Dabei soll der Körper eine Toleranz gegenüber dem Allergen entwickeln. Eine allergenspezifische Immuntherapie kann dabei auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen:

1. Hyposensibilisierung:

Bei der spezifischen Immuntherapie wird durch die Gabe steigender Dosen des Allergens eine Allergentoleranz gefördert. So wird der Körper langsam an das Allergen „gewöhnt“, sodass beim erneuten Kontakt die Reaktion immer geringer ausfällt. Im Verlauf verlernt der Körper die allergische Reaktion. Man unterscheidet zwischen einer Spritzen- bzw. Tablettentherapie.

2. Subkutane Desensibilisierung:

Die Allergene werden unter die Haut (subkutan) gespritzt, wobei sich die Therapieschemata je nach Präparat unterscheiden. Die Therapie wird über 3 Jahre geführt und der Patient bzw. die Patientin erscheint hierfür alle 4-6 Wochen beim behandelnden Arzt / Ärztin.

3. Sublingual:

Die Allergenextrakte werden als Tropfen, Tablette oder Spray unter die Zunge (sublingual) appliziert. Im Unterschied zur subkutanen Desensibilisierung, wird die sublinguale Therapie täglich durchgeführt. Die Therapiedauer beträgt ebenfalls 3 Jahre. Nebenwirkungen treten bei der sublingualen Therapie deutlich seltener auf.

Jede Therapie ist individuell, unsere Hautärzt*innen erstellen Dir als Patient*in eine entsprechende Therapie. Hier erfährst Du, wie das geht.

Wirkstoffe

Was hilft gegen Heuschnupfen?

Gegen die Rhinitis allergica werden unter anderem folgende Wirkstoffe eingesetzt:

Dr. med. Alice Martin

Verfasst von Dr. med. Alice Martin

Dr. med. Alice Martin ist Hautärztin in Weiterbildung und Mitgründerin der Online-Hautarztpraxis dermanostic. Sie ist leidenschaftliche Vermittlerin für dermatologische Themen und deshalb bei dermanostic für die Patientenkommunikation zuständig. 

Literatur und Einzelnachweise

  1. Altmeyer, P:
    Rhinitis allergica (25. November 2019) | Abgerufen am 30. März 2021 von www.altmeyers.org