Milien (Grießkörner)
Auch bekannt als: Hautgrieß; Grieskörner der Haut; Hautmilien; Hautgries; Milium; milia; Miliium
ICD-Code: L72.8
Harmlos, aber oft lästig: Milien sind kleine, gutartige Zysten, die auf der Hautoberfläche auftreten und kosmetisch stören können. Wir erklären Dir, was Milien sind, wie sie entstehen und was man dagegen tun kann.
Glaubst Du, dass es sich bei Deiner Hautveränderung um Milien handeln könnte? Dann wende Dich gerne per App an uns – unsere Hautärzt:innen stellen eine Diagnose und geben Dir eine individuelle Therapieempfehlung.
5 Fakten über Milien
- Auch „Hirsekorn“ oder „Grießkorn“ genannt
- Kleine, harmlose Zysten mit Talg und Keratin
- Können von Geburt an bestehen oder sich später bilden
- Entfernung mit Milienmesser oder Laservestrahlung möglich
- Niemals selbst ausdrücken, es handelt sich hierbei nicht um Pickel!
Definition
Was sind Milien?
Milien erscheinen als kleine weiße Pünktchen unter der Hautoberfläche. Dabei handelt es sich medizinisch um Zysten – Ausdehnungen des Bindegewebes, die mit Talg und Keratin (ein Hautprotein aus abgestorbenen Zellen) gefüllt und von der obersten Hautschicht bedeckt sind.
Im Volksmund werden sie auch „Hirsekorn“ oder „Grieskorn“ genannt. Milien können kosmetisch als störend wahrgenommen werden, sind aber medizinisch unbedenklich. Junge Frauen sind besonders häufig betroffen. Grießkörner bei Neugeborenen sind ebenfalls keine Seltenheit.
Über die App können unsere Hautärzt:innen eine Diagnose stellen und eine passende Therapieempfehlung geben.
Ursache
Warum bekommt man Milien?
Die Entstehung der kleinen weißen Erhebungen ist bislang noch nicht vollständig erforscht. Expert:innen vermuten eine erbliche Veranlagung, da häufig mehrere Familienmitglieder betroffen sind. Außerdem wird ein Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen in der Pubertät, insbesondere bei jungen Frauen, vermutet.
Primäre vs. sekundäre Milien – wo liegt der Unterschied?
Man unterscheidet zwei Arten von Milien:
- Primäre Milien
Treten plötzlich und ohne erkennbare Ursache auf. - Sekundäre Milien
Entstehen als Folge verschiedener Hautschädigungen oder Erkrankungen. Ein Sonnenbrand kann zum Beispiel die Ursache für das Auftreten sekundärer Milien sein.
Symptome
Wie sehen Milien aus?
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Da Milien medizinisch keine Erkrankung sind, zeigt sich das einzige Symptom im sichtbaren Auftreten der weißen Hautveränderungen.
Besonders häufig treten Milien am Auge, an den Schläfen oder an den Wangen auf. Die kleinen Knötchen können weiß oder leicht gelblich erscheinen, haben einen Durchmesser von ein bis drei Millimetern und fühlen sich härter an als die uliegende Hautpartie.
Meistens treten Milien gehäuft in Gruppen auf, können aber auch einzeln im Gesicht verteilt sein.
So sieht die Hauterkrankung aus: Beispielbilder: Milien (Grießkörner)
Komplikationen
Sind Milien gefährlich?
Milien bieten keinen Grund zur Sorge und können höchstens kosmetisch störend sein.
Therapie
Wie werden Milien entfernt?
Eine Behandlung ist nur notwendig, wenn die Milien kosmetisch störend sind. Bei gesunder Haut lassen sich Milien relativ einfach entfernen – selbst ausdrücken solltest Du sie aber auf keinen Fall.
Mithilfe von Milienmesser oder Moncorps-Messer wird jedes Knötchen einzeln angeritzt, damit sich das Keratin-Talg-Gemisch einfach herausdrücken lässt. Die dsdurch entstanden kleinen Hautverletzungen verheilen in der Regel problemlos.
Alternativ stehen den Patient:innen die Laser-Therapie zur Verfügung. Dabei wird in einem Bruchteil der Sekunde der betroffenen Hautstelle durch den Laser sämtliche Feuchtigkeit entzogen. Durch den entstandenen rapiden Wasserentzug wird die Haut sowie die gefüllte Zyste abgetragen. Nach der Behandlung entsteht eine dünne Schicht aus verhärtetem Gewebe, die nach einigen Tagen wieder von alleine abfällt.
Besonders vorteilhaft: Die Laserbehandlung hinterlässt praktisch keine Narben, was sie aus kosmetischer Sicht sehr attraktiv macht.
Literatur und Einzelnachweise
- Altmeyer, P:
Milien (Übersicht) (15. Februar 2021) | Abgerufen am 07. April 2021 von www.altmeyers.org

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