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Acne inversa

Alles, was Sie über die Hauterkrankung wissen sollten.

Acne inversa

Gina Wintrich  23.04.2021

In ganz Westeuropa lebt etwa 1% der Bevölkerung mit der Krankheit Acne inversa. In diesem Blogartikel informieren wir Dich über alles rund um diese Hauterkrankung. Was genau ist Acne inversa? Wodurch wird die Krankheit ausgelöst und was kann man dagegen tun?

Was genau ist Acne inversa?

Bei Acne inversa (auch Akne inversa oder Hidradenitis suppurativa) handelt es sich um eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, die vor allem in den Leisten, Achseln und im Genitalbereich auftritt. Die Krankheit äußert sich hauptsächlich durch Entzündungen, Pickel, Abzesse und auffällige Narben an den genannten Körperstellen. Oft gehen mit den Eiteransammlungen auch starke Schmerzen einher, wodurch die Lebensqualität der Betroffenen stark eingeschränkt wird. Die Acne inversa unterscheidet sich von einer "normalen" Akne hauptsächlich in den betroffenen Körperregionen und dem Verlauf.

Wodurch wird die Acne inversa ausgelöst? - Die Ursachen

Die Erkrankung entsteht durch die Entzündung des Haarfolikels, wodurch sich teils sogar tastbare Knoten gebildet bilden können. Die genauen Ursachen dafür sind bis heute leider noch unklar. Da die Krankheit jedoch meist während oder nach der Pubertät auftritt, gehen Mediziner von einer hormonellen Komponente aus. Ebenfalls geht man von einer Störung des Immunsystems aus. Es kommt zu einer übermäßigen Verhornung der Haarwurzel, wodurch die Talgdrüse blockiert wird und das Haar nicht mehr nach außen gelangen kann. Das Haar wächst unter der verschlossenen Hautoberfläche weiter und es bildet sich ein Knoten. Platzen diese entzündlichen Knoten auf, kann es zur Bildung von Narben kommen.

Zusätzliche Auslöser - Triggerfaktoren

Neben den vermuteten körperlich bedingten Ursachen, gibt es auch einige Faktoren, die die Schübe der Krankheit begünstigen oder die Symptome verstärken. Da bisher leider noch keine Methode zu vollständigen Heilung der Krankheit gefunden wurde, wird Patienten empfohlen, die sogenannten "Trigger" zu meiden, um eine Verschlimmerung des Hautzustandes zu vermeiden. Zu diesen Triggern zählen zum Beispiel:

Wer ist betroffen?

Da die Krankheit häufig familiär auftritt, geht man zusätzlich von einer genetischem Ursache aus. Besonders häufig sind also Menschen betroffen, die auf eine familiäre Historie der Acne inversa Erkrankung zurückblicken. Außerdem sind Frauen drei mal öfter betroffen als Männer. Patient*innen entwicklen meist Symptome nach der Pubertät, ca. zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr. Es wird geschätzt, dass weltweit ca. 70 Millionen Menschen an der Acne inversa erkrankt sind.

Symptome und Auswirkungen

Die körperlichen Symptome sind aufgrund der Entzündungen recht eindeutig. Diese chronischen Hautentzündungen sind mit starken Schmerzen der betroffenen Bereiche verbunden und können die Lebensqualität von Patient*innen stark einschränken. Doch darüber hinaus kann die Erkrankung auch noch weitere Auswirkungen haben, diese sind meist Folgen der Symptome. Dazu zählen beispielsweise:

  • Bewegungseinschränkungen durch starke Schmerzen
  • Schlafstörungen
  • Ekel- und Schamgefühl
  • Eingeschränkte Leistungsfähigkeit
  • Beeinträchtigung des Sexuallebens
  • Große Angst vor Folgeerkrankungen

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Welcher Begriff zählt nicht zu den Trägern, die Acne inversa auslösen können?

a)
Rauchen
b)
Stress
c)
Einnahme von Schmerzmitteln

Was kann man gegen Acne inversa tun? - Die Behandlung

Leider ist die Acne inversa nach derzeitigem Wissensstand nicht heilbar. Jedoch gibt es unterschiedliche Formen der Behandlung, die den Verlauf der Krankheit eindämmen und die Beschwerden lindern können. Hier kann man auf medikamentöse Therapien, aber auch auf eine chirurgische Behandlung zurückgreifen.

Auch die Patient*innen selbst können durch eine Umstellung und Anpassung ihres Lebensstils den Verlauf der Krankheit mit beeinflussen. So können sich beispielsweise eine Gewichtsreduktion bei übergewichtigen Menschen oder das Aufhören mit dem Rauchen positiv auf das Krankheitsbild auswirken. Auch eine gesunde Ernährung kann zu einer Verbesserung beitragen.

Bei medikamentösen Therapien werden die betroffenen Areale zunächst desinfiziert und mit anitbiotischen Cremes behandelt. Zusätzlich können Patient*innen auch mit entzündungshemmenden Antibiotika behandelt werden. Seit einiger Zeit werden auch Behandlungen mit einem sogenannten Biologicum durchgeführt, welches einen bestimmten Faktor im Körper blockiert, der an den Entzündungsprozessen beteiligt ist.

Wer sich für eine chirurgische Therapie entscheidet, muss sich auf eine chirurgische Entfernung der betroffenen Hautareale einstellen. Das bedeutet, dass die Haut inklusive des darunterliegenden Unterhautgewebes entfernt wird. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit einzelne Abszesse mit einer Laserbehandlung zu entfernen, da so die Haarfolikel zerstört werden.

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Gina Wintrich

Verfasst von Gina Wintrich