Die seltene blasenbildende Erkrankung tritt vor allem bei Männern auf. So kann die Ernährung den Verlauf beeinflussen.🍏🥦
Author: Marie Fuchs


25+ Erfahrene Dermatologen

Bei der Stauungsdermatitis handelt es sich um einen Hautausschlag, der vor allem an den Unterschenkeln auftritt. Auslöser ist eine gestörte Durchblutung: Blut und Flüssigkeit können nicht ausreichend abfließen, stauen sich im Gewebe und reizen die Haut. In diesem Beitrag erfährst Du, wie diese Prozesse entstehen, woran man die Erkrankung erkennt und welche Maßnahmen helfen können.

Bei der Stauungsdermatitis handelt es sich um eine besondere Form des Ekzems. Die Erkrankung stellt eine Entzündung der Unterschenkel dar, bedingt durch die Stauung von Blut und Flüssigkeit (siehe dazu auch: Chronisch venöse Insuffizienz). Das bedeutet, dass die Venen beschädigt sind und so der normale Blutfluss behindert wird. Die Haut ist gerötet, schuppig und trocken (ähnlich wie bei dem seborrhoischen Ekzem).
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Die Hauptursache einer Stauungsdermatitis ist die schlechte Durchblutung des Gewebes. Dies kommt vor allem bei Menschen vor, die eine chronische Veneninsuffizienz (CVI = chronisch venöse Insuffizienz) haben. Dabei handelt es sich um eine Venenschwäche, die sich durch eine gestörte Funktion der Venenklappen äußert und so den Blutabfluss behindert. Die Venenklappen verhindern, ähnlich wie ein Ventil, dass das Blut zurückfließt. Ist diese Funktion behindert, staut sich das Blut vor allem an den Unterschenkeln. Durch die verschlechterte Durchblutung des Gewebes treten Entzündungen auf, die nur noch schlecht abheilen. Ohne Behandlung kann es zu chronisch offenen Wunden kommen. Die Ursache der Venenschwäche ist meist erblich bedingt. Auch mit zunehmendem Alter steigt das Risiko an, zudem sind häufiger Frauen als Männer betroffen. Außerdem erhöhen Übergewicht und vorangegangene Blutgerinnsel (Thrombosen) das Risiko für Venenerkrankungen.

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Solltest Du den Verdacht auf eine Stauungsdermatitis haben oder ähnliche Symptome bemerken, solltest Du ärztlichen Rat einholen. Kontaktiere einfach unsere Hautfachärzt:innen per App, um eine Diagnose zu erhalten, und Du erhältst direkt eine individuelle Therapieempfehlung und – falls nötig – ein Privatrezept.




Anhand der Krankengeschichte und des charakteristischen klinischen Bildes kann man bereits auf eine Stauungsdermatitis schließen. Um eine Veneninsuffizienz feststellen zu können, wird der Zustand der Venen mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung beurteilt. Durch die sogenannte Doppler-Sonografie kann der Blutstrom innerhalb der Venen sichtbar gemacht werden. Dabei wird gegebenenfalls ein gestörter Blutfluss oder ein Blutgerinnsel erkannt.

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Wenn eine Stauungsdermatitis mit Bakterien infiziert wird, kann daraus eine offene Wunde (Ulcus cruris) entstehen. Meistens geschieht das, wenn die Stauungsdermatitis nicht rechtzeitig behandelt wurde.
Auch kann in seltenen Fällen eine Dermatoliposklerose als Komplikation auftreten. Dabei handelt es sich um eine schmerzhafte Entzündung der Haut, sowie des Unterhautfettgewebes und der Muskelhäute.
Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Ein wichtiger Schritt besteht darin, den Blutfluss mit Hilfe von Kompressionsstrümpfen zu unterstützen (=Kompressionstherapie). Auch ein Hochlagern der Beine kann unterstützend wirken. Bei ausgeprägten Symptomen, wie starken Wassereinlagerungen, werden Medikamente verschrieben. Die Hautekzeme werden mit feuchtigkeitsspendenden, entzündungshemmenden Cremes behandelt. Bei größeren Krampfadern kann eine Entfernung des betroffenen Venenabschnittes erforderlich sein. Bei Geschwüren sind häufig feuchtigkeitsabsorbierende Hydrogel-Verbände erforderlich. Sollte die Haut infiziert sein, können Antibiotika notwendig sein.
Solltest Du den Verdacht auf eine Stauungsdermatitis haben oder ähnliche Symptome bemerken, solltest Du ärztlichen Rat einholen. Kontaktiere einfach unsere Hautfachärzt:innen per App, um eine Diagnose zu erhalten, und Du erhältst direkt eine individuelle Therapieempfehlung und – falls nötig – ein Privatrezept.
