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Welche Allergien gibt es?

Allergien nehmen weltweit zu, vor allem in den Industrieländern.

Allergien

Gina Wintrich   17.03.2021

Heutzutage leiden besonders in Industrieländern sehr viele Menschen an Allergien. Alleine in Deutschland sind rund 20 Millionen Menschen von allergischen Erkrankungen betroffen, im Schnitt also jeder vierte.

Allergien entstehen, wenn das Immunsystem eigentlich harmlose Stoffe missversteht und diese abwehren möchte. Es gibt die verschiedensten Formen von Allergien. Der Körper kann Allergien ein Leben lang entwickeln. Besonders häufig sind hierbei u.A. Allergien gegen:

  • Nahrungsmittel
  • Pollen und Gräser
  • Tierische Substanzen
  • Kleidungsstücke
  • Medikamente
  • Kosmetika

Welche Symptome zeigen sich bei einer Allergie?

Auf bestimmte Allergene (wie beispielsweise Tierhaar, Pollen oder Gräser) reagiert der Körper mit Erkältungssymptomen wie Niesen, tränenden Augen, Husten oder sogar mit allergischem Asthma. Bei Nahrungsmittelallergien kann es zu Verdauungsproblemen kommen. Auch können gewisse Allergene, beispielsweise Insektengifte, lebensbedrohlich werden. Besonders bei sogenannten Kontaktallergien ist die Haut betroffen. Aber auch andere Allergieformen können sich über bestimmte Hautsymptome äußern. Diese äußern sich beispielsweise in Form von juckenden, geröteten Hautstellen, welche eventuell mit Quaddeln oder Pusteln übersät sind.

Wie erkenne ich, dass ich eine Allergie habe?

Festgestellt wird eine Allergie meist von einem Arzt mit bestimmten Tests. Dabei wird die potenziell allergische Person mit kleinen Mengen verschiedener Stoffe in Kontakt gebracht. Danach kann der Arzt überprüfen, auf welche Stoffe der Körper wie reagiert und daraufhin Schlüsse über die Allergie ziehen.

Was kann man gegen eine Allergie tun?

Allergien sofort zu heilen ist leider nicht möglich. Es gibt jedoch die Möglichkeit Allergiker zu hyposensibilisieren. Dabei werden sie regelmäßig mit kleinen Mengen der Stoffe, auf die sie allergisch reagieren, in Kontakt gebracht mit der Hoffnung, dass die allergische Reaktion und die damit verbundenen Beschwerden irgendwann abschwächen. Dies ist jedoch nicht bei allen Allergien möglich. Grundsätzlich wird den meisten Allergikern empfohlen, bestimmte Stoffe, auf welche sie allergisch reagieren, zu meiden.
Es gibt als Deseinsibilisierung oder Hyposensibilisierung zwei gängige Therapiemethoden: SCIT und SLIT

  • SCIT (Subcutane Immuntherapie)
    Hier wird das Allergen in aufsteigender Konzentration vom Arzt in das Fettgewebe gespritzt. Diese Termine dürfen nur beim niedergelassenen Hautarzt erfolgen, da ausgeprägte Nebenwirkungen auftreten können.
  • SLIT (Sublinguale Immuntherapie)
    Bei dieser Behandlung wird das Allergen in Tropfen- oder Tablettenform unter die Zunge aufgetragen. Auch hier kann die Konzentration langsam gesteigert werden. Die Behandlung erfolgt dabei täglich über mehrere Jahre hinweg.

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Was ist die häufigste Allergie?

a)
Nesselsucht
b)
Heuschnupfen
c)
Hausstaub

Welche Medikamente helfen bei einer Allergie?

Bestimmte Medikamente können das Immunsystem herunterfahren, sodass dieses nicht zu stark auf die Allergene reagiert. Auch sind lokale Behandlungen möglich, um die Symptome zu lindern, beispielsweise ist hier die Anwendung von Nasen- oder Abwehrspray zu nennen. Um Hautsymptome wie Juckreiz zu reduzieren, ist es außerdem möglich, bestimmte Salben, wie zum Beispiel Kortisoncremes, auf die allergisch reagierende Haut aufzutragen.

Auch können Antihistaminika eingenommen werden, da der Juckreiz durch die Ausschüttung von dem Botenstoff Histamin erfolgt.

Um einen besseren Überblick über Ihre Beschwerden zu behalten, verwenden Sie gerne unser Allergie-Tagebuch.

Wieso bricht eine Allergie aus?

Dies hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen sind Allergien erblich, zum anderen können werdende Mütter in der Schwangerschaft das Risiko für ihre Kinder, an Allergien zu erkranken, durch z.B. Nikotin erhöhen. Daher (und aus vielen anderen Gründen) wird Schwangeren dringend davon abgeraten!

Allergien können unter einer guten ärztlichen Begleitung und einem bewussten Verhalten reduziert werden.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich gerne über unsere App, oder unsere Social Media Seiten an uns!

Verfasst von Gina Wintrich

Gina Wintrich ist Mitarbeiterin des Marketing- und Redaktionsteams von dermanostic. Sie studiert im Bachelor Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt der Medien und Kommunikation. Bei dermanostic beschäftigt sie sich vor allem mit medizinischen Themen sowie dem Bereich Lifestyle.