Die Pilzinfektion ist in der Regel harmlos, jedoch ist sie ansteckend. Diagnostiziert kann es gut behandelt werden. Jetzt informieren🔍💊
Author: Christian Paffhausen


25+ Erfahrene Dermatologen

Der Begriff “Candidose” ist eine Sammelbezeichnung für Infektionskrankheiten, die durch Pilze der Gattung Candida hervorgerufen werden. Dabei kann eine Infektion mit Candida-Pilzen an vielen Körperregionen auftreten. In diesem Artikel möchten wir jedoch auf eine besonders häufige Form der Candidose eingehen, nämlich die orale Candidose. In unserer digitalen Hautarztpraxis bei dermanostic behandeln unsere Hautärzt*innen täglich viele Patient*innen mit einer oralen Candidose per App.
Im medizinischen Sprachgebrauch wird eine Infektion mit Candida-Pilzen oftmals als “Soor” bezeichnet. Deshalb nennt sich die orale Candidose auch Mundsoor. Bei der oralen Candidose kommt es zu einer Überbesiedelung der Mundhöhle mit Hefepilzen. Der häufigste Erreger dieser Infektion ist der Pilz Candida albicans.
Durch die Infektion entstehen die typischen konfluierenden weißen Beläge auf der Mundschleimhaut. Die Erkrankung ist nicht immer eindeutig auf den ersten Blick sicher zu diagnostizieren, da auch andere Erkrankungen für die Ausbildung weißlicher Beläge im Mund in Frage kommen. Wird jedoch eine orale Candidose diagnostiziert, verläuft diese meist harmlos.
Bei dermanostic – der online Hautarztpraxis erhältst Du innerhalb von 24 Stunden eine Diagnose und eine von Hautfachärzt*innen für Dich herausgesuchte Therapie.
Eine orale Candidose bzw. ein Mundsoor wird häufig durch bestimmte Grunderkrankungen ausgelöst. Die kann aber auch als Nebenwirkung einer medizinischen Behandlung auftreten. Candida-Spezies gehören zu dem normalen und gesunden Spektrum der Mundflora. Daher gilt generell, dass sich diese Erkrankung in der Regel erst bei einer geschwächten Abwehrlage entwickelt.
Eine gestörte Immunabwehr im Mundraum kann dabei jedoch auch durch ganz harmlose Ursachen, wie zum Beispiel eine zu intensive Mundhygiene verursacht werden. Dies führt zu einem Ungleichgewicht der natürlichen Mundflora.
Weitere Ursachen sind unter anderem:
Zu der Gruppe der Medikamente, die eine orale Candidose verursachen können, sind auch noch die Asthma-Sprays zu nennen, da einige dieser Sprays das Immunsystem im Mund herunterregulieren können.
Als häufige Begleiterscheinung entwickeln sich orale Candidosen jedoch im Rahmen von Krebserkrankungen und dann der daraufhin häufig eingeleiteten Chemotherapie. Auch hier kommt es insgesamt wieder zu einer Schwächung des Immunsystems, die dann die Ausbreitung der Candida-Spezies im Mundraum begünstigt.
Ganz gleich welcher Ursache – bei dermanostic – der online Hautarztpraxis erhältst Du innerhalb von 24 Stunden die Diagnose des Mundsoors und eine von Hautfachärzt*innen für Dich herausgesuchte Therapie.

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Die orale Candidose weist ein ziemlich eindeutiges Krankheitsbild auf, bestehend aus weißlichen Belägen (Plaques) in der Mundhöhle. Diese Beläge lassen sich gut mit einem Holzspatel wegstreifen.
Weitere subjektive Symptome, die auftreten können, aber nicht auftreten müssen, sind Zungenbrennen, Geschmacksstörungen oder ein pelziges Gefühl im Mundbereich.



Allgemein erkennt man eine orale Candidose bzw. einen Mundsoor durch das klinische Bild, also vor allem die weißen Beläge. Bei Missempfindungen oder Schmerzen im Mundraum sollten die Betroffenen eine genauere ärztliche Abklärung der Beschwerden veranlassen. Die behandelnde Ärztin bzw. der behandelnde Arzt kann im Rahmen einer gründlichen Untersuchung und vor allem durch das Anlegen einer Pilzkultur beurteilen, ob es sich um eine Pilzinfektion oder eine andere Erkrankung handelt.
Um diagnostische Sicherheit zu gewinnen, sollte bei Verdacht auf eine orale Candidose mit einem sterilen Wattetupfer ein Abstrich des Schleimhaut-Belags genommen und im Labor untersucht werden. Zudem kann auch noch eine Stuhlprobe auf Candida untersucht werden, um einen Befall innerer Organe auszuschließen.
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Candida-Infektionen haben in der Regel eine gute Prognose. Nur selten verharrt der Pilzbefall hartnäckig.
Anders sieht es aus bei Patient*innen mit geschwächtem Immunsystem, die eine systematische, das heißt den ganzen Körper befallende, Pilzinfektion ausbilden können. In diesem Fall haben die Patienten größere Probleme, den Pilz zu bekämpfen und haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, an Komplikationen zu erkranken.
Wenn die Infektion nicht mehr lokal, sondern streuend verläuft, werden auch innere Organe betroffen. Zu den Komplikationen zählen der Befall der Speiseröhre, des Herzens, der Lunge oder auch des zentralen Nervensystems. Die gefährlichste Komplikation ist die Candida-Sepsis, eine lebensbedrohliche (Multi-) Organfehlregulierung.
Die Pilzinfektion lässt sich mit Medikamenten gut therapieren. Dabei lassen sich sogenannte „Antimykotika“ lokal auf die Mundschleimhaut auftragen. Antimykotika sind Medikamente, die gegen Pilze wirken. In manchen Fällen ist eine topische Therapie, also die lokale Behandlung mit einem Antimykotikum, nicht ausreichend, um die orale Candidosis zu beseitigen. Dann besteht die Option einer systemischen Therapie Das bedeutet, dass ein Medikament eingenommen wird und nach Aufnahme im Darm über den Blutkreislauf wirkt.
Welches Antimykotikum geeignet ist, entscheidet die behandelnde Ärztin bzw. der behandelnde Arzt. Die Mittel können jedoch zu Nebenwirkungen führen, wie beispielsweise zu vorübergehenden Kopfschmerzen, Hautausschlägen, Geschmacksstörungen, Übelkeit, Blähungen und Durchfall. Sie zählen daher im Gegensatz zu vielen örtlich anzuwendenden Medikamenten zu den Verschreibungspflichtigen.
Mithilfe der richtigen Therapie, die unsere Hautärzt*innen 24/7 erstellen, kann die Erkrankung gut behandelt werden.

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Gegen die orale Candidose werden unter anderem folgende Wirkstoffe eingesetzt:
