Es handelt sich um einen dunkelblauen oder graublauen Fleck auf der Haut ▶️ Ein Nävus bleu ist ungefährlich. Hier informieren🔍
Author: Christian Paffhausen


25+ Erfahrene Dermatologen

Der Nävus flammeus (auch Feuermal genannt) ist eine angeborene, gutartige kapilläre Gefäßfehlbildung der Haut – keine vorübergehende Gefäßerweiterung. Er ist meist isoliert und gutartig, betrifft aber das gesamte Hautareal, auch unterhalb der Hautoberfläche. Nicht zu verwechseln ist er mit dem sogenannten Storchenbiss (Naevus simplex) im Nacken- oder Hinterkopfbereich, der eine eigenständige, meist spontan verblassende Hautveränderung ist. Wir erklären hier, was diese angeborene Fehlbildung bedeutet, wie sie entsteht und wie sie behandelt werden kann.
Ein Feuermal (Nävus flammeus) ist eine angeborene, gutartige kapilläre Gefäßfehlbildung, die sich als hell- bis dunkelroter Fleck unterschiedlicher Größe zeigt und bereits bei der Geburt vorhanden ist. Es wächst in der Regel proportional mit dem Körper mit und bildet sich, anders als das Blutschwämmchen (Hämangiom), normalerweise nicht von selbst zurück. Das Feuermal kann an jeder Körperstelle entstehen.
Solltest Du ein Feuermal bei Dir festgestellt haben, nutze die Beratung per dermanostic App. Hier erhältst Du innerhalb von 24 Stunden eine Diagnose und einen Therapieplan von erfahrenen Hautfachärzt*innen.
Die gutartige angeborene Gefäßfehlbildung entsteht, wenn sich Blutgefäße nicht richtig zusammenziehen können. Sie sind dauerhaft erweitert, weil ihnen wichtige Nervenfasern fehlen. Durch die Ansammlung der roten Blutkörperchen, konzentriert auf einer Stelle, schimmern die Blutgefäße in diesem Hautareal intensiver als an der restlichen Haut durch.
Gerne können unsere Hautärzt*innen Dir weiterhelfen, ohne Termin per App.

25+ Erfahrene Dermatologen
Die Hautveränderung trägt nicht umsonst den Namen „Feuermal“: Ein Nävus flammeus erscheint oftmals so, als wurde mit einem beliebigen Stempel ein Zeichen in die Haut gebrannt. Das Mal ist charakterisiert durch eine unregelmäßige Form und besitzt klar erkennbare Grenzen.
Prädikationsstellen sind:
Ein Feuermal kann sich im Laufe des Lebens verändern: Bei einem Teil der Betroffenen, häufig im Erwachsenenalter, wird es dunkler, verdickt sich oder es bilden sich kleine Knötchen, die gelegentlich bluten können. Bei anderen bleibt das Erscheinungsbild weitgehend stabil. Die Hautveränderung tritt bereits im Säuglingsalter auf. Durch das starke Wachstum der Haut während der ersten Lebenswochen des Neugeborenen nimmt der Durchmesser der erweiterten Blutgefäße dementsprechend zu. Ab diesem Zeitpunkt erkennt man den Verlauf von einem dunkelroten Flecken, der in einen blassroten Klecks übergehen kann.



Das Feuermal lässt sich durch das Erscheinungsbild schnell diagnostizieren. Der Arzt oder die Ärztin kann schnell feststellen, ob es sich um ein harmloses Feuermal handelt. An dieser Stelle kann gesagt werden, dass die meisten Feuermale isoliert auftreten und keiner weiteren Abklärung bedürfen – abhängig von Lokalisation und Ausdehnung kann diese im Einzelfall dennoch sinnvoll sein.
Wenn es sich um großflächige Areale handelt, gibt es ein paar spezielle Testverfahren, die die Diagnose und Ausprägung erfassen: Drucktest, Magnetresonanztomografie und Ultraschall – je nach Lokalisation und Ausdehnung.

25+ Erfahrene Dermatologen
Die meisten Feuermale treten isoliert auf und sind nicht gefährlich. Befindet sich das Feuermal jedoch im Bereich von Stirn, Augenlid, Auge oder Ohr, sollte eine augenärztliche Abklärung erfolgen, da in seltenen Fällen ein Zusammenhang mit dem Sturge-Weber-Syndrom (u. a. mit erhöhtem Glaukomrisiko) bestehen kann. Bei ausgedehnten Feuermalen an Armen oder Beinen, insbesondere mit Umfangsdifferenz der Gliedmaße, sollte ebenfalls eine ärztliche Beurteilung erfolgen, um eine kombinierte vaskuläre Malformation wie das Klippel-Trénaunay-Syndrom auszuschließen. Nicht jedes Feuermal ist Anzeichen eines Syndroms – in den meisten Fällen bleibt es eine isolierte, gutartige Hautveränderung.
Im Bereich des Feuermals, besonders wenn die Lippenregion betroffen ist, kann sich die Haut verdicken (Weichteilhyperplasie). Bei einem Teil der Betroffenen – häufig im Erwachsenenalter und vor allem bei unbehandeltem Verlauf – können sich zudem einzelne dunkelblaue bis schwarze Knoten (vaskuläre Papeln/Noduli) bilden, die gelegentlich platzen und bluten können.
Über dermanostic – die Hautarztpraxis per App kannst Du Fachärzt*innen Deinen Nävus flammeus beurteilen lassen.
Auch wenn viele Feuermale isoliert und gutartig sind, ist eine Behandlung nicht rein kosmetisch motiviert: Sie kann auch aus funktionellen, vorbeugenden oder psychosozialen Gründen sinnvoll sein. Viele Betroffene möchten die Hautveränderung außerdem, je nach Lokalisation, am liebsten „verschwinden“ lassen. Grund dafür ist, dass es als kosmetisch störend empfunden werden kann – gerade dann, wenn sich das Feuermal an sichtbaren Stellen wie dem Gesicht, dem Dekolleté oder an den Händen befindet.
1. Make-up
Wenn man keinen operativen Eingriff haben möchte, kann Make-up helfen. Speziell angefertigte Kosmetikprodukte mit den passenden Farbnuancen lassen ein Feuermal optisch verschwinden.
2. Lasertherapie
Hat der Betroffene den Wunsch, das Feuermal komplett verschwinden zu lassen, kann eine Lasertherapie helfen. Durch die Laserstrahlen werden die erweiterten Blutgefäße verödet, sodass die betroffene Stelle deutlich aufgehellt werden kann; eine vollständige Entfernung ist dabei jedoch nicht garantiert. Für eine erfolgreiche Therapie sind in der Regel mehrere Sitzungen mit dem gepulsten Farbstofflaser (Goldstandard der Behandlung) nötig – ein früher Behandlungsbeginn ist häufig mit besseren Ergebnissen verbunden.
