
Belastung der Haut im Winter
In der kalten Jahreszeit ist unsere Haut besonderen Herausforderungen ausgesetzt. So ist trockene Haut im Winter ein sehr häufiges Phänomen. Bei eisigen Temperaturen kann es abe...
Author: Christian Paffhausen
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25+ Erfahrene Dermatologen
Wenn die Temperaturen sinken und die Heizungen aufgedreht werden, produziert unsere Haut weniger Fett – sie verliert Feuchtigkeit und beginnt zu rebellieren. Typische Winterhaut-Symptome wie Trockenheit, Spannungsgefühl, Rötungen oder Juckreiz sind die Folge. Besonders betroffen sind Gesicht, Hände und Füße, da sie der Kälte stärker ausgesetzt sind. Selbst Hauttypen, die im Sommer gut hydriert sind, kämpfen im Winter oft mit trockener, empfindlicher Haut. Mit der richtigen Hautpflege im Winter kannst Du Deine Hautbarriere jedoch stärken und sie optimal vor den negativen Auswirkungen von Kälte und Heizungsluft schützen.
Draußen ist es klirrend kalt, drinnen läuft die Heizung – diese führt dazu, dass die Talgproduktion der Haut stark nachlässt, wodurch diese auszutrocknen beginnt. Die Talgproduktion lässt nach, und es geht mehr Wasser verloren, als von den unteren Hautschichten nachgeliefert werden kann. Dadurch wird die Hautbarriere geschwächt.
Eine geschwächte Barriere macht die Haut anfälliger für Trockenheit, Rötungen und Irritationen. Auch die Kälte selbst spielt eine Rolle: Sie verengt die Blutgefäße, wodurch Hände, Füße und das Gesicht schlechter durchblutet werden.
Auch Hauttypen, die während der wärmeren Monate eine gut hydrierte Haut haben, können von diesem Problem betroffen sein.
Bestimmte Krankheiten, die eine trockene Haut zusätzlich begünstigen können – wie Neurodermitis, Schuppenflechte oder Diabetes. Aufgepasst! Erhält eine sehr trockene Haut nicht die richtige Pflege, so kann dies ebenso in eine Hautkrankheit übergehen.
Wenn Du unsicher bist, ob sich hinter Deiner trockenen Winterhaut eine Erkrankung verbirgt, kannst Du Dich über unsere App an die Hautfachärzt:innen von dermanostic wenden. Innerhalb von 24 Stunden erhältst Du eine Diagnose und individuelle Handlungsempfehlung.

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Die Fettschutzschicht, oder auch Hautbarriere, stellt eine Art Schutzschild unserer Haut dar und soll genau die oben genannten Hautprobleme verhindern. Sie reguliert den Wasserhaushalt der Haut und schützt diese so vor dem Austrocknen. Zusätzlich schützt die Hautbarriere vor dem Eindringen von Bakterien, Viren oder anderen Schadstoffen aus der Umwelt.
Um diese Funktionen erfüllen zu können, bedarf es also vor allem im Winter einer intensiven Pflege. So kann der Wasserverlust eingedämmt werden.
So verstehst du wie die Hautbarriere aufgebaut ist:
Um diese Schutzfunktion zu erfüllen, benötigt sie vor allem im Winter eine intensive Pflege. Die Hautbarriere lässt sich am besten mit dem „Ziegelstein-Mörtel-Modell“ erklären: Die „Ziegelsteine“ sind abgestorbene Hornzellen, gefüllt mit Keratin. Der „Mörtel“ besteht aus Lipiden – also Fetten –, die aus Ceramiden, freien Fettsäuren und Cholesterol zusammengesetzt sind. Nur wenn diese Bausteine geordnet bleiben, kann die Hautbarriere stabil und widerstandsfähig bleiben.
Um die Hautbarriere zu schützen und Trockenheit vorzubeugen, helfen ein paar einfache, aber wirkungsvolle Maßnahmen:
Es gibt einige grundlegende Maßnahmen, die sich auf nahezu jeden Hauttyp anwenden lassen, um Winterhaut optimal zu pflegen:
Menschen mit ohnehin trockener Haut profitieren besonders von Barriere-Cremes („Barrier Creams“)“. Diese speziell für trockene Haut entwickelten Cremes haben eine festere Konsistenz, die die Haut fast wie ein Schutzfilm versiegelt. Dadurch kann die Haut sich besser regenerieren, ohne weiterhin von Kälte oder trockener Luft angegriffen zu werden. Eine regelmäßige Rückfettung ist hier besonders wichtig, um Trockenheit, Spannungsgefühle und Risse zu verhindern.
Auch normale Haut benötigt im Winter zusätzliche Pflege, um die Feuchtigkeit zu erhalten. Empfohlen wird, 1–2-mal täglich rückfettende Produkte auf trockene Stellen aufzutragen. Ein sanftes Peeling etwa einmal pro Woche entfernt abgestorbene Hautzellen Normale Haut udamit Pflegeprodukte besser aufgenommen werden können.
Selbst bei fettiger Haut ist Winterpflege wichtig. Leichte Pflegeprodukte wie Emulsionen oder Fluids spenden Feuchtigkeit, ohne die Talgproduktion unnötig anzuregen. Reinigungsprodukte mit etwas Alkohol können gelegentlich verwendet werden, sollten aber sparsam eingesetzt werden, da zu viel Alkohol die Haut austrocknet und die Talgproduktion übermäßig steigert.
Wenn Du merkst, dass Deine Haut trotz sorgfältiger Pflege sehr stark auf die Kälte reagiert, extrem trocken wird oder sogar Risse, Entzündungen oder Juckreiz entstehen, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Manchmal steckt hinter besonders trockener oder empfindlicher Haut mehr als nur die winterliche Belastung – etwa Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Schuppenflechte oder eine Kontaktallergie.
In solchen Fällen kann eine frühzeitige dermatologische Abklärung helfen, damit sich keine chronischen oder schmerzhaften Hautprobleme entwickeln. Unsere Fachärzt:innen bei dermanostic behandeln Dich online – schnell, unkompliziert und individuell auf Deinen Hauttyp abgestimmt.
