Seborrhoisches Ekzem

Online-Hautarzt: Ursache, Symptome und Behandlung

Schuppig-fettige Haut im Gesicht, ein klassisches Symptom des seborrhoischen Ekzems. Es handelt sich um eine häufig bei Männern auftretende, nicht ansteckende Hauterkrankung, die mit der richtigen Therapie schnell in den Griff zu kriegen ist. Wir erklären Ihnen, was diese Erkrankung bedeutet, wie sie entsteht und was man dagegen tun kann.

Dermanostic Hautlexikon | Seborrhoische Ekzem

Definition

Ein Seborrhoisches Ekzem (Seborrhoische Dermatitis) ist ein gelb-schuppender, rötlicher Hautausschlag (Ekzem), welcher im Bereich der Talgdrüsen auftritt. Die Talgdrüsen sind vor allem im Brust-, und Rückenbereich, im Gesicht und auf dem behaarten Kopf lokalisiert. Es handelt sich um eine häufige Hauterkrankung, die harmlos und nicht ansteckend ist, von den Betroffenen aber als unangenehm wahrgenommen werden kann.

Ursachen

Viele Erwachsene, die unter Kopfschuppen leiden, haben auch ein seborrhoisches Ekzem. Ursächlich dafür ist eine veränderte Hautflora mit Überbesiedlung des Hefepilzes Malassezia furfur. Dieser führt zu einer Reizung der Haut und Kopfhaut, sodass die Symptome einer fettigen, irritierten Haut entsprechen.

Da das Ekzem vor allem an Hautarealen mit Talgdrüsen auftritt, besteht ein Zusammenhang zu einer gestörten Funktion der Talgdrüsen. Talgdrüsen fetten normalerweise die Haut und verhindern eine Austrocknung. Beim Seborrhoischen Ekzem ist die Hautfettung unverhältnismäßig hoch.

Diskutiert werden auch andere Faktoren, wie ein geschwächtes Immunsystem und männliche Geschlechtshormone, da die Schuppenbildung begünstigen.

Auch Stress ist ein Risikofaktor, insbesondere wenn die Schuppenbildung genetisch veranlagt ist. Die Entzündung kann hierdurch verstärkt werden.

Im Winter leiden Betroffene stärker unter den Symptomen als im Sommer. Das könnte an der trockenen Heizungsluft liegen. Sonne und feuchte Meeresluft hingegen verbessern die Beschwerden.

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Symptome

Typisch sind fettige Hautschuppen in einem weißlich-gelblichen Ton. Die Haut unter den Schuppen ist durch die Entzündung gerötet. Juckreiz tritt nicht bei allen Betroffenen auf. Klassische Lokalisationen sind neben der behaarten Kopfhaut das Gesicht. Im Gesicht wiederum sind die Augenbrauen, die Mundpartie, Nasolabialfalten und der Bartbereich häufig betroffen. Weniger betroffen sind die Brustbeinregion, die Rumpfbereiche oder Stellen zwischen den Schulterblättern.

Auch Säuglinge können ein seborrhoisches Ekzem entwickeln. Hier ist vorzugsweise die Kopfhaut betroffen, weshalb der umgangssprachliche Begriff „Kopfgneis“ daraus entstanden ist. Seltener sind Hautabschilferungen im Windelbereich oder am gesamten Körper zu finden. Die Schuppen beim Säugling gleichen denen beim Erwachsenen.

Der Arzt begutachtet die betroffenen Stellen und berücksichtigt Aussehen und Lokalisation der Hauterscheinungen. Das seborrhoisches Ekzem ist durch die Ausbildung der gelblich-fettigen Schuppen auf einem geröteten Grund auf der typischen Lokalisation von anderen Hauterkrankungen gut zu unterscheiden.

Therapie

Therapeutisch wird ein Mittel, welches das Pilzwachstum hemmt (Antimykotikum), eingesetzt. Es sollte nicht nur als Creme auf die betroffene Haut aufgetragen werden, sondern auch in einem Shampoo zur Pflege der Kopfhaut eingesetzt werden. Dadurch wird die Entzündung gebremst und die gesamte Hautflora im Kopf-Halsbereich wird reguliert.
Ist die Entzündung stark ausgeprägt, kann eine sehr milde Kortisontherapie zusätzlich eingesetzt werden. Bei Erkrankungsbeginn ist eine mehrfach tägliche Anwendung sinnvoll, bei Symptombesserung reicht eine wöchentliche Anwendung des Antimykotikums aus. Sind behaarte Bereiche betroffen, eignen sich auch Shampoos mit Wirkstoffen wie Selendisulfid. Diese unterdrücken ebenfalls das Pilzwachstum.

Hinweis: Auch wenn sich die Symptome abschwächen, kann die Erkrankung wieder ausbrechen oder chronisch verlaufen.

Hinweis: Bei erkrankten Säuglingen ist nicht zwingend eine medikamentöse Therapie notwendig, da sie meist von selbst ausheilt. Um die Haut zu beruhigen, eignet sich eine leichte Pflegecreme, die auch mit einem Ölbad kombiniert werden kann.

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Autor: Dr. med. Alice Martin

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