Naevus flammeus (Feuermal)

Online-Hautarzt: Ursache, Symptome und Behandlung

Der Naevus flammeus (Feuermal) ist weit verbreitet und eine harmlose Veränderung der Hautoberfläche. Eine häufige Lokalisation ist der Hinterkopf – man bezeichnet dies auch als sogenannten „Storchenbiss“. Wir erklären Ihnen, was diese Erkrankung bedeutet, wie sie entsteht und was man dagegen tun kann.

Dermanostic Hautlexikon | Feuermal (Naevus flammeus)

Definition

Ein Feuermal (Naevus flammeus) ist eine gutartige Gefäßerweiterung an der Haut, die sich als hell- bis dunkelroter Fleck unterschiedlicher Größe präsentiert. Es handelt sich um eine gutartige Gefäßfehlbildung, die in der Regel harmlos ist und sich im Laufe der Jahre zurück bilden kann. Das Feuermal tritt ab der Geburt auf und kann an jeder Körperstelle entstehen.

Ursache

Die gutartige, angeborene Gefäßfehlbildung entsteht, wenn sich Blutgefäße nicht richtig zusammenziehen können. Sie sind dauerhaft erweitert, weil ihnen wichtige Nervenfasern fehlen. Durch die Ansammlung des Blutes konzentriert auf eine Stelle, schimmern die Blutgefäße in diesem Hautareal intensiver als an der restlichen Haut durch.

Symptome

Die Hautveränderung trägt nicht umsonst den Namen „Feuermal“: ein Naevus flammeus erscheint als hätte man mit einem beliebigen Stempel ein Zeichen in die Haut gebrannt. Das Mal ist charakterisiert durch eine unregelmäßige Form und besitzt klar erkennbare Grenzen.

Das Feuermal tritt häufig im Gesicht, im Nacken und im Kreuzbeinbereich auf; seltener ist die Haut an den Armen oder Beinen betroffen. Im Bereich des Feuermals, besonders wenn die Lippenregion betroffen ist, verdickt sich oftmals die Haut (Weichteilhyperplasie). In seltenen Fällen können sich einzelne dunkelblau bis schwarze Knoten (tuberöse Transformation, eruptive Angiome) bilden, die unter Umständen platzen und strak bluten können. Es handelt sich jedoch um eine äußerst seltene Variante.

Ein Feuermal verändert sich kontinuierlich im Laufe des Lebens: Farbe und Größe variieren in der Intensität und Tiefe. Gründe dafür sind das Wachstum und die hormonelle Reife des Betroffenen. Die Hautveränderung tritt bereits im Säuglingsalter auf. Durch das starke Wachstum der Haut während der ersten Lebenswochen des Neugeborenen nimmt der Durchmesser der erweiterten Blutgefäße dementsprechend zu. Ab diesem Zeitpunkt erkennt man den Verlauf von einem dunkelroten Flecken, der in einen blassroten Klecks übergehen kann.

Allgemein lässt sich zusammenfassen: ein Naevus flammeus ist völlig harmlos und stellt keinen Grund zur Sorge dar. Es ist allerdings Vorsicht geboten, wenn sich das Feuermal an bestimmten Körperarealen befindet, z.B. in der Nähe der Augen.

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Diagnose

Das Feuermal lässt sich durch das Erscheinungsbild schnell diagnostizieren. Der Arzt kann in kurzer Zeit feststellen, ob es sich um ein harmloses Feuermal handelt. An dieser Stelle kann gesagt werden, dass 99% aller Feuermale unkompliziert und nicht weiter abklärungsbedürftig sind.

Wenn es sich um großflächige Areale handelt, gibt es spezielle Testverfahren, die die Diagnose und Ausprägung erfassen:

  • Drucktest
    Übt man Druck auf die betroffene Hautstelle aus, wird das Hautareal bei einem Nävus flammeus hautfarben. Das liegt daran, dass der Blutfluss gestoppt wird und dadurch die Haut nicht mehr intensiv rot erscheint. Sobald der Druck weggenommen wird, schimmert der Bereich erneut in einer rötlichen Farbe. Der Arzt benutzt für den Test unterschiedliche Hilfsmittel wie zum Beispiel einen Spatel aus Glas oder anderem durchsichtigen Material.
  • Magnetresonanztomografie
    Bei besonders großflächigen Hautveränderungen mit den beschriebenen Merkmalen können die Areale zusätzlich mit einer Magnetresonanztomografie (auch MRT oder Kernspintomografie) abgeklärt werden. Der Behandler kann mithilfe der Bildgebung feststellen, wie tief die fehlgebildeten Gefäße liegen.
  • Ultraschall
    Ist die Hautveränderung entlang des Armes oder Beines festzustellen, werden spezielle Ultraschall-Untersuchungen durchgeführt. Bei der Sonografie kann untersucht werden, ob tieferliegende Gefäße erweitert sind.

Therapie

Obwohl das Feuermal völlig harmlos ist, möchten viele Betroffene die Hautveränderung, je nach Lokalisation, am liebsten „verschwinden“ lassen. Grund dafür ist, dass es als kosmetisch störend empfunden werden kann - gerade dann, wenn sich das Feuermal an sichtbaren Stellen wie dem Gesicht, dem Dekolleté oder an den Händen befindet. Betroffene klagen oft über Berührungsängste, neugierige Blicke, lästige Nachfragen oder sogar Abneigungen von Mitmenschen.

Es gibt diverse therapeutische Möglichkeiten das Feuermal zu entfernen:

  • Make-up
    Wenn man keinen operativen Eingriff haben möchte, kann Make-up helfen. Speziell angefertigte Kosmetikprodukte mit den passenden Farbnuancen lassen ein Feuermal optisch verschwinden.
  • Lasertherapie
    Hat der Betroffene den Wunsch das Feuermal komplett entfernen zu lassen, kann eine Lasertherapie helfen. Durch die Laserstrahlen werden die erweiterten Blutgefäße verödet, sodass die betroffene Stelle deutlich aufgehellt oder sogar ganz verschwindet. Für eine erfolgreiche Therapie sind mehrere Sitzungen nötig.

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Autor: Dr. med. Alice Martin

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