Milien

Online-Hautarzt: Ursache, Symptome und Behandlung

Harmlos und doch störend. Bei Milien handelt es sich um kleine gutartige Zysten, die an der Hautoberfläche kosmetisch stören können. Wir erklären Ihnen, was diese Erkrankung bedeutet, wie sie entsteht und was man dagegen tun kann.

Dermanostic Hautlexikon | Milien

Definition

Milien zeichnen sich als kleine weiße Pünktchen unter der Hautoberfläche aus. Medizinisch handelt es sich um gefüllte Ausdehnungen des Bindegewebes, sogenannten Zysten. Im Volksmund bezeichnet man Milien auch als „Hirsekorn“ oder „Grieskorn“. Die kleinen Erhebungen bestehen aus Keratinen (einem Protein) und aus Talg. Milien bilden sich am Talgdrüsenausgang.

Milien können kosmetisch als störend wahrgenommen werden, sind aber medizinisch unbedenklich. Die harmlose Veränderung der Haut wird häufig bei jungen Frauen und Neugeborenen beobachtet.

Ursache

Die Entstehungen der weißen kleinen Erhebungen wurden bis jetzt noch nicht erforscht. Experten gehen von einer erblichen Veranlagung aus. Häufig sind mehrere Familienmitglieder betroffen. Eine weitere Vermutung besteht in den hormonellen Veränderungen während der pubertären Phase, vor allem bei jungen Frauen.

Man unterscheidet zwei Arten von Milien: primär und sekundär. Primäre Milien treten plötzlich und ohne erkennbare Ursache auf. Sekundäre Milien entstehen aus unterschiedlichen Erkrankungen. Zum Beispiel ist ein Sonnenbrand eine mögliche Ursache für das Auftreten von den sekundären Milien.

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Symptome

Da Milien aus Medizin-sicherer Sicht keine gefährliche Erkrankung darstellen, ist das einzige Symptom der optische Auftritt der weißen Veränderungen auf der Haut. Am häufigsten lassen sich die kleinen Erhebungen im Bereich um die Augen, die Schläfen als auch an den Wangen feststellen. Die weißen Knötchen können auch gelblich schimmern, haben einen Durchmesse von einem bis drei Millimetern und sich härter als die umliegende Hautpartie. In den meisten Fällen treten Milien gehäuft in Gruppen auf, können aber auch einzeln im Gesicht verteilt sein.

Durch das fachlich geschulte Auge oder mittels Dermatoskop (spezielle Lupe der Hautärzte) identifiziert der Hautarzt die Hautveränderung. Dadurch können andere Hautkrankheiten wie zum Beispiel Warzen oder eine Akne ausgeschlossen werden.

Therapie

Eine Behandlung ist nur erforderlich, wenn die Milien kosmetisch als störend empfunden werden. Die Entfernung der Milien lässt sich bei gesunder Haut relativ einfach gestalten. Mithilfe von Milienmesser oder Moncorps-Messer wird jedes Knötchen einzeln angeritzt, damit sich das Keratin-Talg-Gemisch einfach herausdrücken lässt. Da die dadurch entstandenen Hautverletzungen klein sind, verheilen diese in der Regel wieder gut.
Alternativ steht dem Patienten die Laser-Therapie zur Verfügung. Dabei wird in einem Bruchteil der Sekunde der betroffenen Hautstelle durch den Laser sämtliche Feuchtigkeit entzogen. Durch den entstandenen rapiden Wasserentzug wird die Haut, als auch die gefüllte Zyste, abgetragen. Nach der Behandlung entsteht eine dünne Schicht aus verhärtetem Gewebe, die nach einigen Tagen wieder von alleine abfällt. Das Besondere an der Laser-Therapie ist die fehlende Narbenbildung, was sie aus kosmetischer Sicht besonders attraktiv macht.

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Autor: Dr. med. Alice Martin

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